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Die neue Anti-Krebs-Ernährung: Wie Sie das Krebs-Gen stoppen von Johannes Coy, Maren Franz
Angebote bei Amazon: ab EUR 15,00 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3833816635, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 7., Aufl.
5 Kundenrezensionen:Statt des Buchs sollten Sie lieber die Homepage des DKFZ besuchen 1 von 5 PunktenDer Tipp mit dem Besuch der Homepage vom Biologen Dr. Coy ist sehr gut. Ich möchte diesen hiermit an andere Leser weiterreichen. Ich habe mich sehr lange auf dieser Homepage aufgehalten und mich köstlich amüsiert, wobei das Thema Krebs natürlich ein ernstzunehmendes Thema ist. Amüsant fand ich allerdings vor allem den Briefwechsel zwischen dem Südwestfunk und Herrn Dr. Coy (zu finden unter Pressestimmen, endlich ist der Text auch gut leserlich veröffentlicht) und auch die Darstellung des TKL1 Gens und seiner Entdeckungsgeschichte (vor allem die Passage Vierrad und Dreirad). Auch mir fiel auf, dass Herr Dr. Coy seine Rolle innerhalb der Forschungsgruppe nicht deutlich macht. Die Leiterin der Forschungsgruppe war nach meinen Recherchen Frau Prof. Dr. Annemarie Poustka, die vor einigen Jahren bereits verstarb. Diese stoppte das Projekt, nachdem eine britische Forschungsgruppe (Kooperationspartner) feststellte, dass dies hier genannte TKLT1 - Gen nicht funktionsfähig sei. In seiner Gegendarstellung bekundet Dr. Coy seinen Ärger über seine Chefin. Im Wesentlichen erkenne ich keine gravierend unterschiedliche Meinung zwischen Herrn Eckert vom SWR, dem Intendanten Boudgoust und Herrn Dr. Coy. Irgendwie streitet sich Herr Dr. Coy, der nun einmal Biologe und kein Arzt ist, wegen angeblich falscher Aussagen zum Stoffwechsel der Krebszelle mit dem süddeutschen Sender. Für mich ist das Haarspalterei, aber man kann da auch anderer Meinung sein. Dem Sender ging es aus meiner Sicht darum, ob die Ernährungsform hilft. Dr. Coy sagt in seiner Gegendarstellung zumindest, dass sie keine Wunder bewirken könne. Den Laien will ich nur mit auf den Weg geben, dass ein Radio- oder TV - Sender mit Zentren, wie dem DKFZ eng zusammenarbeitet. Natürlich sollte es jedem klar sein, dass ein Informationsaustausch in der Zukunft gefährdet wäre, wenn der SWR den Namen des Informanten des DKFZ gegenüber Herrn Dr. Coy genannt hätte, der Coys Arbeit dort in herabwürdigender Weise in den Schmutz zog. Der SWR ging nicht ins Detail bezüglich der Information vom DKFZ. Übrigens steht die Forschung am DKFZ in keinem Zusammenhang zur empfohlenen Ernährungstherapie nach dem Coy-Prinzip. Der Erfolg der Ernährungsvorschläge von Dr. Coy wurde dort nicht erforscht. Bitte informieren sie sich dazu kritisch auf der Homepage des Deutschen Krebsforschungszentrums. Dort werden Ihnen auch persönliche Fragen beantwortet. Weitere Informationen, auch zur Therapie, gibt Ihnen die Deutsche Krebshilfe. Nach meiner Erfahrung liegen die blauen Ratgeber in den Onkologien, die sich in Kleinstädten befinden, nur selten aus. Sie können sich diese auch, wie schon von einem anderen Kritiker richtig angemerkt, von der Homepage downloaden. Zum Thema Krebs und Ernährung erhalten Sie viele nützliche Informationen auf der Seite des DKFZ, falls Sie an Krebs erkrankt sein sollten oder dem Krebs als verantwortungsvoller Bürger vorbeugen möchten. Dass gut verfasste und nützliche Beiträge hier oft sehr schnell abgepunktet werden, hinterlässt übrigens auch keinen guten Eindruck und lässt darüber rätseln, wer denn da am Werk sein könnte. : - ) Der Ernährungsansatz von Herrn Dr. Coy wurde schon vor Jahrzehnten von der Biochemikerin Johanna Budwig als Öl - Eiweiß - Kost propagiert und erscheint mir daher nicht neu. Das macht Dr. Coy auch selbst in seiner ausführlichen Gegendarstellung beim SWR deutlich. Die Rezepte wurden zumindest den heutigen Geschmacksnerven besser angepasst. Dennoch bevorzuge ich andere Mahlzeiten. Der Bezug zu TKTL1 fehlt natürlich bei Frau Budwig. Nicht selten werden auch Falschdiagnosen bei Krebs getroffen. Früher hat man unter Umständen nicht einmal eine Krebserkrankung erkannt. Von woher weiß man also, ob die wenigen Heilungsberichte von Frau Dr. Budwig nicht darauf zurückzuführen sind, dass die Menschen vielleicht gar nicht an Krebs erkrankt waren. Haben ihre Patienten eine schulmedizinische Therapie erhalten? Wenn ja, dann stellt sich die Frage nach dem Anteil des Erfolgs der Budwig - Diät, vor der z.B. seitens der Dt. Krebshilfe im Blauen Ratgeber sogar gewarnt wird, wie auch vor der Gerson Diät. Die Inuit, die angeblich wegen des höheren Fischverzehrs weniger an Krebs erkranken, haben allgemein bekannt eine wesentlich geringere Lebenserwartung. Das Krebsrisiko steigt nach Ansicht der Wissenschaftler mit dem Alter. Wenn die Inuit also nicht so alt werden, dann haben sie entsprechend auch ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken. Aus welchen Jahren stammen diese Studien und Aussagen, die so oft in Büchern dieser Art immer wieder neu aufgelegt werden? Die Warburg Hypothese stammt aus den 1920er Jahren und es gibt nun auch wirklich keinen Krebsforscher, der die Vergärung in Zweifel zieht. Das steht übrigens wirklich in jedem onkologischen oder hämatologischen Fachbuch. Vielleicht sollte Herr Dr. Coy dem DKFZ eine beweisführende Adressenliste derjenigen Patienten überlassen, die nachweislich eine Verbesserung durch Coys Ernährungsprinzip erfahren haben. Ich wäre darauf sehr neugierig. Asiaten, die in die USA zogen, sollen durch Übernahme europäischer Konsumgewohnheiten vermehrt an Krebs erkrankt sein. Das soll auch laut vieler dieser Bücher ein Indiz für die falsche Ernährung sein. Wie viele Testpersonen waren hier einbezogen? Ich kenne Ausländer, die hierzulande eigentlich immer noch eine vergleichbare Esskultur zu ihrem Heimatland pflegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Fischliebhaber aus Japan über Nacht zu einem Burger - Fetischisten wird. In Australien pflegen sogar Deutsche deutsche Esskultur und backen dort sogar Brot aus Sauerteig, etc. Es wäre an der Zeit, dass sich das DKFZ auch auf seiner Homepage mit diesen Geschichten konkret befasst und dazu eine Stellungnahme abliefert. Der vorbeugende Effekt von Lebensmitteln bei Krebs wird mittlerweile vermehrt in Zweifel gezogen, aber bei bestimmten Krebsarten auch nicht gänzlich ausgeschlossen. Ergebnisse dazu liefert die EPIC Studie jährlich. Auch das DKFZ empfiehlt sich gesund zu ernähren, warnt Sie aber auch andererseits davor, sich aufgrund irgendwelcher Heilsversprechen einseitig nach irgendwelchen Diäten, etc. zu ernähren. Dies könne eventuell sogar die schulmedizinische Therapie behindern. Wenn sich Krankheiten über die Ernährung in Luft auflösen würden, dann hätte im Mittelalter übrigens niemand sterben dürfen. Wir hatten also in der Menschheitsgeschichte schon einmal eine Phase der Naturheilkräfte, die allerdings wenig erfolgreich waren. Sie sollten schon stets ihren kritischen Sachverstand nutzen, bevor Sie sich Ernährungsbücher dieser Art kaufen. Übrigens erscheint demnächst noch ein Kochbuch vom gleichen Autor. Auf welchen ernsthaften Forschungsergebnissen beruht denn das demnächst erscheinende Kochbuch? Das DKFZ macht auf seiner Homepage zumindestens darauf aufmerksam, dass sich mit einer gesunden Ernährung kein Krebs heilen lässt. Kümmern Sie sich lieber um eine anständige Therapie und einen gewissenhaften Arzt. Manchmal kann der Hausarzt sogar der vertrauensvollste Partner sein, weil er sie besser kennt. Die Wahl einer geeigneten Therapie udn eines gewissenhaften Arztes wird Ihnen an erster Stelle helfen, insofern Sie selbst erkrankt sein sollten. Die Kernaussagen des Buchs finden Sie übrigens im Beitrag von Hermann Hoppenkamps. Thesen 3 von 5 PunktenWichtige Thesen aus: Die neue Anti-Krebs-Ernährung Wie Sie das Krebs-Gen stoppen von Dr. rer. nat. Johannes F. Coy und Maren Franz (2009, Gräfe und Unzer) Was ist bei allen aggressiven Krebszellen identisch? Diejenigen entarteten Zellen, die immer mal wieder im Körper entstehen, teilen sich zwar immer weiter, sie zerstören aber nicht aktiv ihr Umfeld. Stellt der Verband aus entarteten Zellen jedoch seinen Stoffwechsel um, dann wird er schnell zum Raubtier, das gnadenlos in das benachbarte Gewebe einfällt und es zerstört, um Platz für sich zu schaffen. Dieser Mechanismus, bei dem der Stoffwechsel der Zelle von Verbrennung auf Vergärung umschaltet, ist bei allen aggressiven Krebszellen identisch. (p. 17) Was bedeutet TKTL1? TKTL1 ist die Abkürzung für Transketolaselike-1, also ein transketolaseähnliches Gen bzw. Protein. Transketolasen sind Enzyme, die in allen Lebewesen vorkommen und den Umbau von Zucker ermöglichen. Beim TKTL1-Stoffwechsel wird eine besondere Art der Zuckervergärung aktiviert. (p. 17) Was ist der EDIM-TKTL1-Bluttest? Der sog. EDIM-TKTL1-Bluttest ist ein auf der Durchflusszytometrie basierendes Verfahren; es nutzt das körpereigene Immunsystem, um von den Makrophagen (körpereigene Fresszellen) aufgenommene tumorspezifische Strukturen nachzuweisen. Die mit dem Testverfahren ermittelten, aktivierten Makrophagen haben die Aufgabe, in Tumorgewebe einzuwandern und Tumorzellen aufzufressen. Dabei nehmen sie tumorspezifische Strukturen auf, die dann wiederum mit dem durchgeführten Bluttest nachgewiesen werden. (p. 18) Was geschieht in einer Krebszelle im Gegensatz zu einer Tumorzelle zur Energiegewinnung? In gutartigen Tumorzellen (TKTL1-negativen Tumorzellen) wird der Zucker aus der Nahrung verbrannt. In TKTL1-positiven Tumorzellen (= Krebszellen) ist die Verbrennung in den Mitochondrien abgeschaltet und die Vergärung über das TKTL1-Enzym angeschaltet. Durch die Vergärung stellt die Krebszelle aus Zucker Milchsäure her, die Angriffe des Immunsystems abwehrt und zugleich das umgebene Gewebe auflöst. Dadurch beginnen Krebszellen zu streuen. (p. 26) Was ist das Besondere bei der Vergärung in Krebszellen? Die Vergärung verläuft über einen anderen Stoffwechselweg als in Muskelgeweben, nämlich über den Pentosephosphat-Weg. Hier wird Zucker um- und abgebaut, die Vergärung findet in An- und Abwesenheit von Sauerstoff statt, wird nicht durch Sauerstoff unterdrückt, stellt also keine Notfallreaktion dar. Dieser Weg der Energiefreisetzung findet in gesunden Zellen (zB. Netzhaut, Hoden und Neverzellen) und eben in Krebszellen statt. Es werden keine schädlichen Sauerstoffradikale (ROS) gebildet. (p. 28) Warum ist die Größe des Tumors u.U. entscheidend für die Verwandlung in eine Krebszelle? Die Sauerstoffversorgung kann ein Problem für die Zellen sein, wenn sie zu weit von den Blutgefäßen entfernt liegen. Die Zellen im Inneren eines Tumors sterben bei Sauerstoffmangel jedoch nicht ab, sondern schalten um auf Vergärung über das TKTL1-Gen. Da hierbei jedoch Milchsäure entsteht, werden die Zellen invasiv. (p. 29) Die Größe ist aber nicht allein entscheidend! Entscheidend ist offenbar, dass es eine Störung auf Seiten der Mitochondrien geben muss, die eine Umschaltung auf das TKTL1-Enzym verursacht, die dann aber nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. (Meine Interpretation. Aber wie kommt es zu dieser Störung der Mitochondrien? Mutationen? Siehe unten.) Wie schützt sich die Krebszelle? Die durch Mutation in Genen entstandenen entarteten Zellen gewinnen ihre Energie zunächst über aktive Mitochondrien. Sie verbrennen Wasserstoff zu Wasser. Durch weitere Mutationen, die die Verbrennung ab- und die Vergärung über das TKTL1-Enzym anschalten, entstehen darauf Krebszellen, die den Zucker nicht verbrennen, sondern vergären mit dem Endprodukt Milchsäure auch wenn Sauerstoff für eine Verbrennung vorhanden ist. Obwohl die Vergärung von Glukose energetisch nicht sehr effektiv ist, hat das für die Krebszelle einen Vorteil, da die Milchsäure den Angriff von Killerzellen (NK-Zellen) blockiert und so das Immunsystem hemmt. (p. 29) Warum entgeht bei Bestrahlung (und Chemotherapie) die vergärende Krebszelle dem Zelltod? Die Aktivierung des Pentosephosphat-Wegs (siehe Seite 28) in der Krebszelle verhindert, dass der programmierte Zelltod ausgelöst wird. Denn sobald der Stoffwechsel umschaltet, entsteht als Nebenprodukt NADPH. Diese Wasserstoffverbindung reduziert Glutathion, eines der wichtigsten körpereigenen Antioxidanzien, das die Zellen vor Schäden durch Radikale (aggressive Sauerstoffmoleküle) und Oxidation schützt. Mit dem Glutathion wird auch das aus den Mitochondrien freigesetzte Cytochrom c reduziert, was wiederum die Auslösung des programmierten Zelltodes unterdrückt. (p. 31) (Ich habe den Eindruck, das ist logisch nicht ganz schlüssig. Oder ich verstehe etwas noch nicht.) Nebenbei entsteht aber auch bei der Vergärung Pyruvat, das die durch die Bestrahlung gebildeten Radikale neutralisiert. Das führt insgesamt dazu, dass die Resistenz der Krebszellen zunehmend steigt. Die vergärende Krebszelle macht sich denselben Mechanismus auch bei der Chemotherapie zunutze! (p. 32) Was fand die Forschergruppe in den USA, die diese Resistenz der Krebszellen im Jahre 2005 nachwies, sonst noch heraus? Der Entzug von Glukose bringt die aggressiven Krebszellen zum Absterben! Ein neuer Ansatzpunkt bei der Krebsbehandlung... Was macht eine Krebszelle abhängig von ihrem Hauptenergielieferanten Zucker? Wenn Krebszellen lange Zeit ununterbrochen genug Zucker zur Verfügung haben, dann erst verlieren sie die Möglichkeit zwischen Verbrennung und Vergärung umzuschalten. Sie können die Verbrennung nicht mehr aktivieren und sind völlig abhängig vom Zucker als ihrer einzigen Energiequelle. Oben haben wir gesehen, wie die Krebszelle die Vergärung zu ihrem scheinbar unschlagbaren Vorteil nutzt. Doch hier liegt zugleich der Schlüssel zu ihrer effektiven Bekämpfung. Vergärung ist in Bezug auf Energiegewinnung weit weniger effektiv als Verbrennung. Die Krebszelle hat deshalb einen 20- bis 30fachen Bedarf an Glukose. Sie ist von Zucker abhängig! (p. 33) Was ergibt sich daraus für die Krebstherapie? Krebstherapie ist Suchttherapie. Hände weg vom Zucker (in allen Formen; so ist z.B. ein Teller Spaghetti nichts anderes als ein Haufen Zucker.) Nur noch so viel Kohlehydrate am Tag, wie für die Versorgung des Gehirns und anderer Organe wichtig ist (1 g pro Kg Körpergewicht)! Die richtige Ernährung ist zugleich Prävention und Therapie! Saarbrücken, den 4. März 2010 Hermann Hoppenkamps Irreführender Titel? 1 von 5 PunktenDer Buchtitel und die Beschreibung des Buchs deuten irreführenderweise an, daß man mit der hier aufgeführten Ernährung Krebs heilen könnte. Andererseits wird darauf hingewiesen, daß der Biologe Dr. Coy diese Ernährungsform als wirkungsvolle Ergänzung zur Krebstherapie betrachtet. In diesem Zusammenhang stehe ich im Einklang zu den Negativrezensionen: Wie soll ich denn wissen, welchen Anteil die Ernährungsform am möglichen Erfolg einer Therapie hat? Wichtig fand ich auch den Hinweis eines Rezensenten auf die Homepage von Dr. Coy. Im Schriftwechsel mit dem SWR sagt Coy, daß er nicht behauptet hätte, daß man mit seiner Therapie Wunder bewirken könnte. Der Buchtitel und die Inhaltsbeschreibungen klingen entgegen dieser Aussage aber recht vielversprechend. Kann man denn nun den Krebs über die Ernährung heilen oder vorbeugen oder nichts von beiden? In einem SWR Bericht wurde auf jeden Fall vor Coy gewarnt. Allerdings hat der SWR den Artikel über Dr. Coy nach mehreren Schriftwechseln gelöscht. Aber auch ich sehe keinen Zusammenhang zwischen der Forschung an TKTL1 und der Ernährungsempfehlung. So weit ich es richtig verstanden habe, soll die hier empfohlenen Ernährung auch nur eine Übergangslösung sein.? So hat es wohl ein Forschungsteam am DKFZ gegeben, welches TKTL1 erforschte. Eine Studie aus England hat angeblich Beweise dafür geliefert, daß das TKTL1 - Gen gar nicht funktionieren würde, worauf das DKFZ die Forschungen einstellte. Später sollte es, wenn ich das soweit von der Coy - Homepage richtig verstanden habe, weitere Forschungen gegeben haben, die besagen, daß das TKTL 1 - Gen doch funktionieren würde, allerdings nicht wie ein Auto mit vier, sondern drei Rädern. Das hört sich schon irgendwie alles merkwürdig an. Man sollte doch lieber den Empfehlungen des Arztes vertrauen. Das Buch bringt meines Erachtens nicht viel weiter. Eventuell neigt der ein oder andere Patient aufgrund der kohlhydratarmen Ernährung zu sehr dazu, sich unter psychischen Druck zu setzen. Aber das müssen die Leute alle selber wissen. Lesen Sie bitte die Homepage vom Biologen Dr. Johannes Coy, aber kritisch 1 von 5 PunktenMir werden in diesem Buch viel zu viele Heilsversprechungen suggeriert. Die Studie zu TKTL - 1 ist unabhängig von den Ernährungsempfehlungen am DKFZ durchgeführt worden. Das Deutsche Krebsforschungszentrum stellte seine Forschungen ein, nachdem eine Studie aus England sagte, dass das entsprechende Gen nicht funktionsfähig sei. Auch andere Studien konnten das DKFZ nicht mehr überzeugen, die Studien erneut aufzunehmen. Herr Dr. Coy war Mitglied der Forschungsgruppe am DKFZ. Welche Funktion er dort hatte, macht er auch auf seiner Homepage nicht deutlich. Das hinterlässt bei mir einen seltsamen Nachgeschmack. Auf mich wirkt der Inhalt ehrlich gesagt nicht überzeugend. Aber Sie sollten sich eventuell mit den Zusatzinformationen der Homepage des Biologen Coy, der übrigens kein Arzt ist, eine eigene Meinung bilden. Diese Zeit sollten Sie sich auf jeden Fall nehmen. Es ist übrigens richtig, wie einige Beiträge vorab sagten, dass Lebensmittel mittlerweile bezüglich der Präventionswirkung gegenüber Krebs immer mehr in Zweifel gezogen werden. Und Herr Dr. Coy bietet Ihnen ja auch nicht gerade günstige Natur - Präparate in seinem Internetladen an. Seine wichtigsten Thesen aus diesem Buch finden Sie übrigens auch in einer der Rezensionen kompakt zusammengefasst. Wer Krebs hat, sollte dieses Buch kennen! 5 von 5 PunktenAls Betroffene (Brustkrebs, fortgeschrittenes Stadium, diagnostiziert in 2005) beschäftige ich mich mittlerweile seit Jahren mit Ernährungskonzepten, die der "Lebensstilkrankheit" Krebs den Garaus machen sollen, und lebe seit April 2006 konsequent nach den Prinzipien von Jane Plant, seit 2009 außerdem nach Johanna Budwig. Seit Ostern dieses Jahres teste ich nun (Rezension geändert am 12.07.2010) zusätzlich das "Coy Prinzip", und das, soweit sich das jetzt schon sagen lässt, mit Erfolg: Die nach einem Rückfall zwei Jahre nach der Diagnose entstandenen Krebsherde haben sich jetzt von Entzündungsherden in Narben verwandelt, und ich erfreue mich bester Gesundheit und Fitness. Das alles ohne medizinische Maßnahmen seit der Chemotherapie im Frühjahr 2006: Angesichts dieser Zeitspanne wundern sich mittlerweile doch so manche Zeitgenossen, dass ich überhaupt noch am Leben bin. Vor diesem Hintergrund halte ich das Buch von J. Coy für einen Meilenstein auf der Suche nach einem Konzept, welches ein Langzeitüberleben von Krebs möglich macht: Finger weg von der modernen Kohlenhydratmast, die den Blutzuckerspiegel immer wieder und bei jeder Mahlzeit in die Höhe jagt und damit den Krebszellen eine optimale Versorgung mit Glucose garantiert! Coys Theorie deckt sich zu 100% mit allem, was ich in den vergangenen fünf Jahren beobachtet bzw. recherchiert und ausprobiert habe. So liefert sie eine neue, plausible Erklärung dafür, weshalb die Konzepte von Plant und Budwig ganz offensichtlich funktionieren (es gibt dazu eine Menge Erfahrungsberichte von Betroffenen!): Weil nämlich beide in der Praxis den Kohlenhydratanteil der Ernährung drastisch reduzieren, zugunsten von gesünderen Alternativen. Und: Vor meiner Krebserkrankung hatte es eine jahrelange "Brigitte"-Küche gegeben, fettarm und kohlenhydratreich, wie man das nun wirklich überall immer noch von "Experten" angeraten bekommt, und das auch noch in der "vegetarischen" Variante, was natürlich bedeutet: mit noch mehr Nudeln, Brot und Kartoffeln als beim Normalesser . . . Ich betrachte dieses Buch als einen Volltreffer, den ich jedem der Krebs hat, dringend ans Herz legen möchte: Als eine reale Chance zu überleben. Zur Vorsicht raten möchte ich allerdings, was das Kochbuch im zweiten Teil des Buches betrifft. Insbesondere die "Ampel"-Kennzeichnungen erwecken leicht den Eindruck, dass man sich jetzt besser von Fleisch und Käse ernährt als von Brot und Nudeln. Die großen Ernährungswissenschaftler des 20. Jahrhunderts sind sich aber ja nun einig, dass eine gesunde Ernährung vor allem aus einem Obst- bzw. Gemüseanteil von bis zu 80% bestehen sollte, was unter anderem positiv auf die Darmflora wirkt, und spätestens seit Jane Plant stehen die Milchprodukte im begründeten Verdacht, die Krebsmast noch zu verstärken. Es kommt also auf die richtige Gewichtung an. |
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