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Gut gegen Nordwind / Alle sieben Wellen: Zwei Romane von Daniel Glattauer

Zoom Produkt-Bild: Gut gegen Nordwind / Alle sieben Wellen: Zwei Romane
Gebundene Ausgabe von Deuticke im Zsolnay Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 13,65

4,5 Punkte, empfehlenswert. 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3552061290, Erscheinungsdatum: März 2010
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5 Kundenrezensionen:

ein reales Märchen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch kam mir ebenso zufällig in die Hände wie Emmis email in Leo Leikes Postfach.
Es fesselte mich vom ersten bis zum letzten Buchstaben, ich war ebenso süchtig nach weiteren mails wie die Hauptdarsteller dieser realitätsnahen und doch vorerst realitätsfernen Liebsgeschichte.
Viele Fragen eröffneten sich mir und lassen mich darüber nachdenken, was alles Außenstehende innerhalb einer intakten Partnerschaft erlaubt sein kann oder doch verboten bleiben muss. Ein sehr aufreibendes Buch!
Schreiben ist Küssen mit dem Kopf
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein Tippfehler, ein einfacher e vor i Tippfehler ist der Beginn einer der vielleicht romantischsten Liebesromane unserer Zeit.
Eigentlich wollte Emmi Rother nur ein Stadtmagazin abbestellen, aber ihre Kündigung landet in der falschen Mailbox, bei Leo Leike, Kommunikationsberater und Uni-Assistent für Sprachpsychologie. Leo arbeitet an einer Studie über den "Einfluss der E-Mail auf unser Sprachverhalten". Emmi und Leo sind von Anfang an auf der gleichen Wellenlänge und beginnen sich zu schreiben, irgendwann mehrmals täglich.
Sie werden einander zur zweiten Stimme, die sie durch den Alltag begleitet. Sie machen durch ihre E-Mails aus meinem inneren Monolog einen Dialog (S. 79). Sie werden wechselweise die jeweilige Stimme ihrer Fantasie (S. 81).
Diese E-Mail Korrespondenz wird zu einem festen Bestandteil ihres Tages und es ist ein schlechter Tag, wenn mal keine E-Mail von Emmi oder Leo in der Mailbox ist. Sie wissen, dass es ein absurdes Interesse ist. Es würde einer Begegnung niemals standhalten (S. 22), aber dennoch versuchen sie es, immer wieder, erfolglos.
Beide Nicht-Liebenden schöpfen aus der Sehnsucht nach der Liebe des anderen ihre Leidenschaft (S. 108).
"Gut gegen Nordwind" ist mehr als ein Liebesroman, mehr als Unterhaltung. Er beschäftigt sich mit wichtigen Fragen unserer heutigen Kommunikation. Wie real ist eine E-Mail Beziehung? Ist es eine Beziehung im klassischen Sinne? Ist es Real? Wie viel ist Realität und wie viel unsere eigene Einbildung, Fantasie und Wunschdenken? Kann man sich in die Worte eines anderen Menschen verlieben? Wie kann es sein, dass man sehnsüchtig auf E-Mails eines eigentlich Unbekannten wartet und hofft, denn man sei es durch einen Tippfehler oder eine Online-Plattform kennen gelernt hat. Kennt man diesem Menschen überhaupt?

"Alle Sieben Wellen" ist die lang ersehnte Fortsetzung der virtuellen Liebesgeschichte zwischen Emmi Rother und Leo Leike. Leo ist zurück aus Boston und Emmi hat noch immer nicht aufgegeben, dass irgendwann einmal eine andere Antwort als die des Sysadmins auf ihre Briefe zurückkommt.

"Alle sieben Wellen" hat natürlich nach "Gut gegen Nordwind" ein wenig von seiner Neuheit und Frische eingebüßt. Diesmal geht es weniger um die elementaren Fragen des ersten Bandes über die Realität von virtuellen Beziehungen, diesmal stehen die Geschichte und das Leben von Emmi und Leo im Vordergrund. War Band 1 ganz Gefühl wird es in Band zwei deutlich realer. Emmi und Leo tasten sich auch einander zu, langsam, erst die Stimme, dann neue Treffen, dann immer mehr und immer mehr. Wir erfahren mehr über ihr RL Leben, ihr Alter, ihre Kinder, ihre Beziehungen, aber noch immer sind sie sich einander Tagebuch und beide sehnen sich nach mehr und haben doch Angst davor. Denn noch immer stellen sich die beiden die Frage, wie viel ist real, wie viel Wunschdenken und könnte diese Beziehung im RL bestand haben. Ist es wert, diese wunderbare virtuelle Beziehung zu gefährden indem man dem Wunschbild ein echtes Gesicht, eine echte Stimme, eine echte Person überstülpt?

2006 erschien der Roman "Gut gegen Nordwind", wurde zum Bestseller und noch im selben Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2009 erschien die ersehnte Fortsetzung "Alle sieben Wellen".
2010 nun also endlich eine Gesamtausgabe mit beiden Romanen für all jene, die Emmi und Leo nicht schon 2006 verfallen waren, so werden noch die letzen Leser eingefangen und zu Emmi und Leo Fans.
DAS Geschenk für fleißige E-Mail-Schreiber
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diese beiden Romane sind ein wunderbares Geschenk für Menschen, die sich gerne E-Mails schreiben. Packend, spannend, sehr unterhaltsam geschrieben. Man macht nur ungern eine Lese-Pause. Wirklich empfehlenswert!
Selbstgespräche
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Vorneweg sollte ich vielleicht klarstellen, dass ich mir dieses Buch selbst nie ausgesucht hätte; es wurde mir als kurzweilige Lektüre für den Liegestuhl mehr oder weniger aufs Auge gedrückt. Dass sich der Charme des Romans mir persönlich nicht ganz erschlossen hat, lag also vielleicht an meiner skeptischen Grundhaltung.
Es dauert nicht lange, das Buch (also eigentlich ja die zwei Bücher) durchzulesen, nicht, weil es so kurzweilig geschrieben ist, sondern weil einfach nicht übermäßig viel drin steht. Da es aus einem E-Mail-Dialog besteht, ergeben sich im Text viele Lücken. Die Idee an sich finde ich allerdings reizvoll; ich mag dialoglastige Romane. Das Problem in diesem Fall ist allerdings, dass sich die beiden Hauptpersonen, die sich hier durch einen Zufall kennen lernen und sich- wie sollte es auch anders sein- schließlich jeweils in den unbekannten Anderen verlieben, eigentlich nach ein paar Seiten schon nicht mehr wirklich was zu sagen haben, bzw., dass man nicht immer das Gefühl hat, man hätte es auch mit zwei verschiedenen Autoren zu tun. Dazu sind die Ähnlichkeiten in Ausdrucksweise und Vokabular für meinen Geschmack zu groß, auch wenn die beiden Hauptpersonen sich immer wieder gegenseitig auf stilistische Unterschiede hinweisen- mir fallen diese deutlich zu gering aus, um die Story glaubwürdig zu finden.
Der zweite Band besteht hauptsächlich aus Verzögerungstaktik vor dem unvermeidlichen Happy End. Wirklich inspiriert wirkt die Geschichte hier nicht mehr, und an einer Stelle wird sogar ein gesamter (langer!) Brief aus dem ersten Buch wiedergegeben- vielleicht, damit es ein bisschen länger wird? Oder glaubt der Autor nicht daran, dass seine Geschichte den Lesern im Gedächtnis geblieben ist?

Fazit: Eine Geschichte für romantisch veranlagte Zeitgenossen, die auf der Suche nach relativ anspruchsloser und nicht allzu ausgiebiger Urlaubslektüre sind.
Ein Hörvergnügen allererster Klasse!!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Beide Hörbücher sind einfach nur ein Genuss. Man mag nicht abschalten, so fesselnd sind die Dialoge. Die beiden Haupt-Sprecher setzen den Stoff genial um.

Es ist kaum zu glauben, dass man einen E-Mail-Briefwechsel so packend formulieren und wiedergeben kann!

Unbedingt empfehlenswert (Vorsicht: Suchtpotential!!)
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