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Warum Robben kein Blau sehen und Elche ins Altersheim gehen: Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur von Jörg Zittlau

Zoom Produkt-Bild: Warum Robben kein Blau sehen und Elche ins Altersheim gehen: Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur
Gebundene Ausgabe von Econ
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3,5 von 5 Punkten 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3430300126, Erscheinungsdatum: März 2007
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Immer besser an die Umwelt angepasst, stark und siegreich: So stellen wir uns die Ergebnisse der Evolution vor ? vor allem uns selbst, versteht sich. Dieses strahlende Bild bekommt jedoch schnell Flecken, wenn man sich die verrückten und rätselhaften Eigentümlichkeiten ansieht, die manche Tiere entwickelt haben. Jörg Zittlau hat genau hingesehen und allerlei Erstaunliches entdeckt. Da gibt es Tropenameisen, die bei Überschwemmungen ihr Heim leertrinken ? und das Wasser gleich nebenan wieder ablassen. Oder die Schlange, die jede Menge Nahrung zur Auswahl hat, am liebsten aber Molche frisst, deren Gift sie so lähmt, dass sie ein leichtes Opfer für Feinde wird. Oder die männliche Ruderente, die einen so langen Penis hat, dass er sie bei allem, was sie tut, behindert. Oder die sexuell kinderleicht in die Irre zu führenden Pfauen. Oder die selbstmörderischen Walrosse, die pingeligen Störche, die regelmäßig betrunkenen Seidenschwänze ...
Doch nicht nur die Tierwelt, die wir noch leicht mit amüsierter Distanz betrachten können, steckt voller spielerischer und aus Sicht der Evolutionstheorie unerklärlicher Überraschungen. Von Beginn an lässt Zittlau keinen Zweifel daran, dass der Mensch selbst auch den einen oder anderen gravierenden evolutionären Mangel aufweist. So leistet der Mensch sich ein riesiges Großhirn, das durchaus von zweifelhaftem Nutzen ist. Unter anderem hat es dazu geführt, dass menschliche Babys so große Köpfe haben, dass eine Geburt grundsätzlich schwierig, gefährlich und kaum ohne fremde Hilfe zu bewältigen ist. ? Aber warum sollte der Mensch auch von den Launen der spielsüchtigen Natur ausgenommen sein?
Dieses Buch ist etwas Besonderes. Nicht nur weil Zittlau all die verrückten Eigenheiten und evolutionären Schwächen von Tier und Mensch humorvoll und sprachlich gekonnt beschreibt. Sondern vor allem deshalb, weil er auch die größten Absonderlichkeiten mit einem liebevollen Blick betrachtet. Ein sehr unterhaltsames Buch, das wissenschaftliche Aha-Erlebnisse beschert, zum Lachen bringt und beim ?Luxusirrtum Mensch? trotz all seiner Schwächen ein rundum gutes Gefühl hinterlässt. Was will man mehr? -- Gabi Neumayer
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5 Kundenrezensionen:

Das Warum liegt in der Natur
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Das Buch liest sich flüssig-leicht und ist auch streckenweise recht unterhaltsam. Keinem wird auf die Füße getreten und alle erkennen sich in ihrer eigenen Unvollkommenheit irgendwo wieder. Aus wirtschaftlicher Sicht ein Stoff für einen Bestseller. Der Hunger nach wissenschaftlichen Erkenntnissen über das (Sozial-) Verhalten von Tieren (und Mensch) wird mit einem "Spaßfaktor" versehen. Infotainment nennen das moderne Leute - warum nicht? Der Autor bricht mit vielen Dogmen und grundsätzlichen Theorien, die sich mathematisch orientierte Gebildetete fürs LEBEN zurecht gelegt haben: Mit rein wissenschaftlicher Berechenbarkeit kommt man da bekanntlich nicht weiter: Das gefällt gut, auch wenn einige Erklärungsversuche daneben gehen.

Bei manchen Warum-Scherzen mischt die konservative, stellenweise chauvinistische Psyche des Autors irgendetwas zusammen, das dann mit der Natur nix zu tun hat. Die massiven Eingriffe und Einwirkungen von uns Mneschen auf die Natur führen doch zu vielen kuriosen Verhaltensweisen. Das kann jeder im Stadtpark oder in seinem Garten beobachten - da brauchen wir keine exotischen Beispiele aus fernen Ländern. Ich finde das nicht zum Lachen. Trotzdem zwei Sterne wegen der netten Parallelen zum menschlichen Getue!
lustig geschrieben
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist flüssig geschrieben und gut zu lesen. Es ist interessant und lustig, sich die Irrtümer(?) der Evolution klar zu machen. Danach weiß man mit Bestimmtheit, dass die Mystifizierung der Natur Quatsch ist. Dennoch blieb bei mir hinterher das Gefühl bestehen, dass auch Tiere mit verqueren Eigenarten und Schwächen schützenswert sind. Menschen müssen auch nicht perfekt sein, um ein Recht auf Leben zu haben; warum sollte das bei Tieren anders sein ?

Im Buch klingt jedoch auch an, dass manche Tierarten vielleicht einfach am Ende ihrer Zeit angelangt sind, auch wenn der Mensch das bedauern mag - so wie bei über 90 % aller jemals existierten Tierarten eben auch. Der Wunsch, die Natur, wie sie derzeit ist, zu konservieren, ist genauso falsch wie der rücksichtslose Umgang mit ihr.
Was anderes erwartet, was besseres bekommen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der Klappentext ließ mich vermuten, dass es sich um eine brüllend komische Abhandlung von irritierten und nicht immer logisch denkenden (hm....) Tieren handelt.
Brüllend komisch war das Büchlein dann nicht, aber ich habe viel geschmunzelt, was manchmal mehr wert ist als ein lautes Lachen.
Zudem kommt das Buch auf den ersten Seiten recht wissenschaftlich daher, so dass man die Leichtigkeit vermisst, das legt sich jedoch schnell. Je mehr ich las, umso begeisterter wurde ich. Die einzelnen Tier"geschichten" sind meistens auf knappe 2 Seiten verfasst, so dass man auch ein gutes Ende finden kann, um am nächsten Tag weiter zu lesen. Die ab und an eingestreuten Vergleiche mit dem menschlichen Verhalten regt zum Gelächter und auch zum nachdenken an.
Ein Buch, was ich nur empfehlen kann, was jedoch nicht für jüngere Leser geeignet ist, da es doch für sie zu anstrengend sein kann.
Die Fakten schmunzelnd verpackt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sehr nettes Buch, interessante Dinge zu lernen, netter Schreibstil, musste oft grinsen beim lesen. Hätte gerne mehr davon!
sehr seicht populärwissenschaftlich
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Das Buch ist leicht lesbar und reisserisch geschrieben,
lässt aber an Tiefgang vermissen:
Zumindestens teilweise ist es schlecht recherchiert, es werden falsche Schlüsse gezogen
("Warum plagt sich der Pottwal mit den Tiefseekalmaren und frisst statt dessen keine Sardinen?"),
aus dem Zusammenhang gerissene Beispiele ohne Quellenangaben geben sich plakativ,
drücken aber den Anspruch auf das sehr tiefe Niveau von Lesern, die gerne leichte Literatur konsumieren,
aber an Hintergrundinformationen kein gesteigertes Interesse haben.

Das durchaus originelle Thema hätte eine serösere Zugangsweise verdient.
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