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Produkt-Bild: Nachteulen

Nachteulen von Chuck Klosterman

Gebundene Ausgabe von Fischer (S.), Frankfurt
Angebote bei Amazon: ab EUR 11,00

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3100383125, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Nachteulen

3 Kundenrezensionen:

Alles scheint zu stimmen, aber ...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Vorweg: Für den deutschen Titel (OT: "Downtown Owl") ist den Mitarbeitern von S. Fischer eine Nominierung für die "Rosa Banane für die schlechteste Übersetzung eines ausländischen Titels" sicher, wahrscheinlich sogar ein vorderer Rang bei der Preisvergabe. Was unsereins unter Nachteulen versteht, insofern sich der Begriff auf Menschen bezieht, kommt im Buch jedenfalls nicht vor.

North Dakota, Sommer 1983: In einem Provinznest namens "Owl" (Eule) leben unter anderem Mitch, der Highschool-Schüler, der vom Baseballtrainer verachtet wird und eigentlich nicht weiß, warum er unbedingt Quarterback sein sollte - oder was diese Verachtung speist. Horace, der Siebzigjährige, dessen Frau vor fast zwanzig Jahren gestorben ist, weil sie eine bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte und unheilbare Krankheit hatte, die ihre Fähigkeit vernichtete, schlafen zu können. Und Julia, die junge und gutaussehende Lehrerin, die für ihren ersten Job ins nordamerikanische Nirwana umziehen musste. Aus der Sicht dieser drei Personen schildert Chuck Klosterman deren Erlebnisse und viele weitere, über einen Zeitraum von knapp acht Monaten hinweg - bis zum Februar 1984, als ein gewaltiger Blizzard die Gegend heimsucht.

Nebenfiguren sind ein Lehrer, der regelmäßig Affären mit Schülerinnen hat, zwei Jungs, die vermeintlich unbedingt miteinander kämpfen müssten, um endlich zu ermitteln, wer der stärkere ist, was diese beiden aber eigentlich nicht interessiert, zudem eine Runde von älteren Herren, mit denen sich Horace täglich zum Kaffee trifft, und ein junger Bisonzüchter, der einen großen Augenblick beim Baseball hatte und seitdem auf diesen reduziert wird, tatsächlich aber nie ein guter Spieler war - und so weiter. In vielen Episoden und eingebetteten Rückblenden erzählt Klosterman vom Leben in der Kleinstadt, von den Abenden, die sich Julia saufend um die Ohren schlägt, von Befindlichkeiten, Träumen, Annäherungen und Missverständnissen.

Es gelingt ein sehr anschauliches Bild, eine Milieustudie, was nicht immer spannend ausfällt, aber auch nie wirklich langweilt, vor allem, weil Klosterman mit Stilen und Erzählweisen spielt. Das Problem dieses fraglos sehr kunstfertig verfassten Buches besteht darin, dass es zwar sehr viel Reflexion gibt, aber so gut wie keine Emotionen. Der Autor hält Distanz, wodurch eine Art Bericht entsteht, ein zwar sehr prosaischer und detailreicher, der keine erkennbaren erzählerischen Mängel aufweist, sich aber der Identifikation verweigert. Auch das verblüffende und mit fraglos exzellentem Timing ausgestattete, sehr zwingende Ende beseitigt diesen Missstand nicht.

"Nachteulen" ist ein Roman ohne zentralen Konflikt. Die Verbindung der vielen Figuren miteinander lässt sich auf die Ortschaft reduzieren, in der sie wohnen; es werden Lebensgeschichten und -entwürfe erzählt, aber eine übergreifende Geschichte - abgesehen vom verbindenden Ende - fehlt. Das ist auch sehr gelungen, aber auf seltsame Art trotzdem nicht befriedigend. Irgendwie ein sehr gutes Buch, aber dann doch wieder nicht.
Anekdotenreiches, humorvolles Buch aus bzw. über die amerikanische Provinz mit einem unerwarteten Ende
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die landwirtschaftlich geprägte Kleinstadt Owl (850 Einwohner) im Bundesstaat North Dakota (halb so groß wie Deutschland, ca. 600.000 Einwohner) ist Handlungsort des Romans, der 1983-84 spielt: Hier leben Mitch, ein 16-jähriger Schüler, Julia, eine 23-jährige Lehrerin und Horace, ein 73-jähriger Rentner.
Mitch ist ein zurückhaltender Junge, der sowohl in der Football- als auch in der Basketballmannschaft der HighSchool spielt (im Gegensatz zum Klappentext ist er aber kein Football-"Held", sondern nur Auswechselspieler) und daher an der Quelle von Informationen über das Leben der Jugendlichen in Owl sitzt.
Horace trifft sich täglich um 15 Uhr mit seinen Freunden in einer Kneipe, um Kaffee zu trinken, zu reden und dabei Neuigkeiten zu besprechen und alte, mnachmal auch sehr alte Geschichten aus Owl und North Dakota wieder "aufzuwärmen". Die erst kürzlich an der HighSchool lehrende Julia findet schnell Kontakt zu den Bewohnern der Stadt, da sie quasi täglich eine der Bars (sie trinkt eindeitig zu viel) von Owl aufsucht und dabei eine Vielzahl von Personen aus Owl kennenlernt bzw. Geschichten über sie zu Ohren bekommt.

Im Wechselspiel dieser drei Hauptpersonen (das Buch ist in Tagebuch-Form, jedoch nicht in der Ich-Form geschrieben) werden nun diverse Anekdoten aus dem Leben der Bewohner von Owl geschildert. Manche beziehen sich auf das Leben der Hauptpersonenen, auf spezielle Ereignisse in Owl, aber auch regionalgeschichtliche Ereignisse in North Dakota finden Erwähnung. So erfährt der Leser von einem legendären Football-Spielzug des Owl-Quartberbacks Vance Druid, lernt den Steuersünder und Polizistenmörder Gordan Kahl kennen, bekommt indirekt erklärt, warum Bisons schwerer als Rinder zu halten sind.

Die eigentliche Handlung innerhalb des Romans ist zweitrangig, es passiert schlicht und einfach nicht viel im Leben von Mitch (der sich wie viele andere Jugendliche die Frage stellt, ob es jemals zum Kampf zweier HighSchool-Rabauken kommt und wie dieser Kampf wohl enden würde), Julia (die sich verliebt) und Horace (der die Wahrheit über seine verstorbene Frau kennt).

Als sich der Leser schon dem Ende des Buches nähert und sich zu fragen beginnt, ob Mitch den Kampf erleben wird, was aus Julias Liebe wird und was Horace noch bezüglich seiner toten Frau offenbart, fegt ein Schneesturm über Owl, der die 300 Seiten ländliche Idylle pulverisiert. Das Buch gewinnt dadurch noch einmal an unerwarteter Dynamik.

Fazit: Ein äußerst lesenswertes Buch mit vielen interessanten Anekdoten und humorvollen Dialogen über eine Gegend, in der nicht viel passiert, wo - getreu dem Klappentext - "aber trotzdem Menschen leben, und wo Menschen leben, ist immer auch was los".

P.S. Das Buch ähnelt in seinem Wesen und seiner Struktur dem Buch von David Frey "Strahlend schöner Morgen" über die Stadt Los Angeles. Während das eine mosaikartig über die Megacity mit ihren ca. 10 Mio. Einwohnern schreibt, indem es mehrere Personen begleitet (ein Obdachloser, ein Ausreißerpärchen, eine Einwanderin, ein Schauspieler), zeigt "Nachteulen" in vergleichbarer Form das Leben in einer amerikanischen Kleinstadt.
"Eher ähnlich als verschieden"
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Wo liegt Owl? - mit seinen rund 850 Einwohnern? In North Dakota USA.
Einen jungen Mann (Mitch - alias Vanna), einen alten Mann (Horace 73Jahre) und eine junge Lehrerin (Julia) am Beginn ihrer Karriere klemmt uns Chuck Klosterman ins Visier, um diese einige Tage im Leben zu begleiten - Tage im Tun, Handeln und Leben einer Kleinststadt. Alle Männer im Umland sind Farmer, hier aufgewachsen und nach dem College zurückgekehrt. Die Football Ergebnisse der örtlichen Schule und die Erinnerungen an jüngere Zeiten halten sie alle in Atem.
Doch nicht nur das: angeblich soll der Lehrer und Footlball Trainer eine Schülerin geschwängert haben - bereiten sich die Schüler auf die wohl kolossalste Schlägerei aller Zeiten vor (der größte gegen den wahnsinnigsten) - besäuft sich Julia chronisch (zuerst jedes Wochenende, dann) jeden Abend in einer der Stadtkneipen und begegnet dabei vielleicht der großen Liebe.

Sehr humorvoll und mit fröhlichem Sarkasmus startet dieser US-Kleinststadtroman sehr anregend durch! Alle tragen irgendwelche Spitznamen, deren Herkunft beschrieben wird, der Kult der 80er Jahre (Mode, Musik, Filme, ...) meldet sich zu Wort und die Diskussionen und Erinnerungen alter Männer beim Kaffee sorgen auch für den einen oder anderen Schmunzler.

"Julias Abende verliefen nicht immer genau gleich, aber sie waren eher ähnlich als verschieden" S78.

Nach dem ersten Drittel ähnelt sich alles und ähnelt sich alles und ... Saufereien in der Endlosschleife, Erörterungen über Football und ihre Helden, die immer gleichen Probleme ... das Leben als laufendes Wiederholen des immer wieder Gleichen - das hat Chuck Klosterman überdeutlich zur Schau gestellt. Zu sehr beschränken sich die Protagonisten auf ihre kleinen Probleme im Leben, lassen uns daran teilhaben ... und habe mich damit unbeschreiblich gelangweilt (sollte das Absicht sein, dann ist es dem Autor gelungen - Glückwunsch!).

Das Ende wirbelt die Story mit einem verheerenden Blizzard noch einmal auf. Leider kommt dieser Einschnitt für mich zu spät, um mich mit der Handlung im Ganzen zu versöhnen.

Keine schlechte Unterhaltung, flüssig, humorvoll und griffig - für mich zuviel Gleiches ohne wesentliche (Stimmungs-) Höhepunkte, daher 3 Sterne für flüssiges Mittelmaß.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Fargo Rock City

Fargo Rock City von Chuck Klosterman

Broschiert von Rockbuch Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 4,50

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3927638382, Erscheinungsdatum: März 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Fargo Rock City

5 Kundenrezensionen:

Long live rock 'n roll!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Bin sozusagen "aus Versehen" im Buchladen bei den reduzierten Posten über "Killing yourself to live" gestolpert und habe flugs gemerkt, daß ich hiermit einen Volltreffer gelandet habe. Leider zu spät: ein Jahr zuvor hatte Mr. Klosterman eine Gastprofessur in Leipzig inne. Eine der deutschlandweiten Autorenlesungen hätte ich mir zu gerne anschaut/gehört.
Auch "Fargo Rock City" spricht mich wieder mal voll an, was wahrscheinlich daran liegt, daß ich ein Paradebeispiel aus der Zielgruppe von Klostermans potentiellen Lesern bin. Man muß schon in einem bestimmten Zeitfenster aufgewachsen sein, um das verstehen zu können. ANDERE (jüngere/ältere) Leser werden mit diesem Buch nichts anfangen können. Für mich ist es genial.
Stellenweise kann es zwar auch für "uns Metalheads aus der Generation born-in-the-seventies" langweilig werden, was aber durch die aha!-Elemente, die Komik, das Tiefgründige und den Stil Klostermans schnell wieder aufgewogen wird.
Das Einzige, das auffällt, ist, daß es offenbar eine Diskrepanz zwischen amerikanischen und europäischen Metal gibt, denn der amerikanische "Hair Metal" würde hierzulande wahrscheinlich eher als Hardrock, denn als Metal bezeichnet werden. Das tut der Sache im Großen und Ganzen aber keinen Abbruch. Klosterman spricht uns aus der Seele.
Angeregt durch "Fargo Rock City" habe ich mich sogar erbarmt und KISS "Killers" erworben. Begeisterung ist anders. Das läßt bei mir den Schluß zu, daß die Konditionierung auf bestimmte Bands im präadoleszenten Alter nicht so einfach abzuschütteln ist. Im Nachhinein (wie bei mir im Falle von KISS) funktioniert das nicht mehr. Ich finde KISS nach wie vor entsetzlich langweilig.
WIE AUCH IMMER: I wanna rock 'n roll all nite and party everyday! Rock on...
Eine Liebeserklärung an den Heavy Metal
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Chuck Klostermans Buch ist das perfekte Buch für alle "Hair-Metals", die sich an die seltsam-prägende Zeit ihrer Jugend erinnern möchten. Chuck, seines Zeichens Esquire-Kolumnist und außerdem Autor für die Spin und die Washington Post hat seine Jugend in einem winzigen Nest in North Dakota mit dem Hören unzähliger Heavy-Metal-Scheiben verbracht und darüber das witzigste und gewitzteste Musikbuch seit langer Zeit geschrieben. (Übrigens auch für Leute ein Tipp, die in ihrer Adoleszenz nicht dem Dosenbier-gedopten Headbangen gefrönt haben.)

Und Chuck erweist sich als wahrer Musikkenner. Er lässt uns an seiner Dorfjugend teilhaben, in der er stundenlang mit Kumpels über "schwule" Keyboards in Metal Bands oder die verschiedenen Phasen der Van Halens philosophiert. Und, von wegen Halbwissen, der Mann hat die gesamte verdammte Metal-Ursuppe ausgelöffelt. Schon nach ein paar Sätzen seines Buches ist klar: Metal eint. Eine Musik, eine Vergangenheit, egal, ob Amerika oder Deutschland. Ein gewisses Backgroundwissen wird natürlich vorausgesetzt, um maximalen Spaß an den coolen Sprüchen und Phantastereien Chucks zu haben.

Kein Wunder, dass sich die die amerikanische und deutsche Kritikerriege fast kollektiv überschlagen hat (Zitat Rolling Stone: "Der Große Gatsby" der Heavy-Metal-Literatur"). Ich kann nur sagen: Die Herren und Damen Rezensenten haben recht!
Bis auf die Knochen ehrlich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Tausend Gedanken, die im Nachhinein sehr weise und wahr, beim Lesen aber zum Brüllen komisch sind.

Mit dem Herzen eines Metallers und dem Hirn eines kritischen Journalisten beschreibt Chuck Klosterman quasi im Vorbeigehen die Metal-Frühzeit zwischen 1983 und 1992, warum dieser Musikstil so erfolgreich werden konnte, warum vor allem männliche Jungfrauen im besten Mannesalter seine Anhänger waren, warum für ihn METALLICA hassens- und die CRÜE verehrenswert waren und warum der Grunge in Person Kurt Cobains dem Glam Metal 1991 den Garaus machte. Kurzum: Herrlich polarisierend!

Vor allem auch Leser jüngerer Jahrgänge, die nur davon träumen können, die 80er Metal- und Hardrock-Entwicklung miterlebt zu haben, werden ihre Freude an "Fargo Rock City" haben. Denn Chuck stellt vieles auf eine derart bunte und humorvolle Art dar, dass man damals gerne dabei gewesen wäre.

Unbedingt weiter zu empfehlen!
Hairmetal endlich mal gut....
5 Punkte 5 von 5 Punkten
erstens mag ich solche bücher eigentlich überhaupt nicht und zweitens war der metal der 80er die musikalische hölle. wie klosterman diese jugendliebe aufbereitet, ist so lustig, mit so vielen querverwiesen für musikkenner aller genres versehen und so kurzweilig, dass man gar nicht mehr aufhören möchte. es war so gut, dass ich mir eine menge der schlechten musik gerne nochmal angehört habe um festzustellen, dass sie noch viel schlechter war, als ich mich erinnern konnte.
definitiv auch heute noch das richtige weihnachtsgeschenk für musikliebhaber !
Nur bedingt zu empfehlen
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Kann mich eigentlich darauf beschränken auf die Rezesion von mantra900 zu verweisen, er schreibt so ziemlich genau das was ich auch dazu zu sagen habe.

Insbesondere nachdem ich kurz zuvor "Heavy Metal - Geschichten, Bands und Platten" von Frank Schäfer gelesen hatte - das ich im ggs. zu Fargo Rock City uneingeschränkt empfehlen kann; das hat hundertmal mehr Humor und ist
wesentlich lustiger, unterhaltsamer und bezieht sich auf die ganze Hard und Heavy Musikzene, nicht nur den amerikanischen Poser-Rock der 80er und frühen 90er.

Zwei Punkte auch nur deswegen, weil ich mir vorstellen kann, dass es für einen begrentzten Leser (Hörer)-kreis möglicherweise unterhaltsamer ist
als für mich, und zwar dann wenn man den exakt gleichen Musikgeschmack hat und im gleichen Alter ist und ggf. einen vergleichbaren Background hat.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Eine zu 85% wahre Geschichte.

Eine zu 85% wahre Geschichte. von Chuck Klosterman, Adelheid Zöfel

Broschiert von Fischer Taschenbuch Verlag GmbH
Angebote bei Amazon: ab EUR 1,00

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596165210, Erscheinungsdatum: August 2008, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Eine zu 85% wahre Geschichte.

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die USA sind ein furchtbar großes Land. Um es zu erleben, setzt man sich am besten in ein Auto und fährt von Küste zu Küste. Unzählige Filme und Bücher erzählen von solchen Fahrten ins Weite und den Abenteuern on the road. Auch Chuck Klosterman machte sich auf den Weg, über 6500 Meilen von New York nach Seattle, kreuz und quer durch den Kontinent. Aber der Musikjournalist hatte eine Mission, er recherchierte für einen Artikel über zu Tode gekommene Rock-Stars und besucht die Originalschauplätze. Vom Hotelzimmer, in dem der Sex Pistols-Bassist seine Freundin erstach, und jener Stelle, an der Lynyrd Skynyrds Privatflugzeug abstürzte, bis zum Tatort von Kurt Cobains Schrotflinten-Freitod. Killing yourself to live heißt das Buch im Original etwas treffender, weil es in der Musikwelt tatsächlich oft so ist, dass man erst unsterblich wird, wenn man -- auf möglichst unnatürliche Weise -- zu Tode gekommen ist.
Dass am Ende der großen Fahrt ein Buch entstanden ist und nicht bloß ein Artikel für eine Musikzeitschrift, liegt an Chucks etwas verworrenem Liebesleben. In den langen Stunden auf diversen Highways und Interstates begleiten ihn im Geiste Diane, Quincy und Lenore, in die er alle auf eine verquere, unerfüllte Weise verliebt ist. In einer grandiosen Szene sitzen sie sogar alle drei mit in seinem Wagen, und es entspinnt sich ein imaginäres und absurd-witziges Gespräch mit und zwischen den drei Angebeteten. Eine zu 85% wahre Geschichte ist insofern ein originelles und wunderbar kurzweiliges Beispiel für jenen Gonzo-Journalismus, den der große Hunter S. Thompson mit Werken wie Angst und Schrecken in Las Vegas ins Leben gerufen hat und wo die journalistische Recherche stark von der Subjektivität und auch der Person des Autors überlagert wird. Und die Grenze zwischen Journalismus und Literatur plötzlich keine große Rolle mehr spielt.
Definitiv ein Buch für alle, die auch Hornbys High Fidelity mögen, ähnlich erfrischend und witzig erzählt Klosterman von der Liebe zur Musik, den Mythen des Pop, den immer wieder neuen Irritationen und Sensationen der Liebe -- und natürlich auch von der spannenden Reise durch ein sehr großes Land, die umso faszinierender ist, wenn man seine halbe CD-Sammlung auf dem Rücksitz dabei hat. --Christian Stahl
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Lost in Music
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der ich-erzählende Musikjournalist Chuck wird von seinem Magazin "Spin" auf eine Reise quer durch die USA geschickt. 600 CDs liegen auf der Rückbank des Ford Taurus, den er "Tautan" nennt. Die Tour soll an Orte führen, an denen Rockmusiker gestorben sind, denn Chuck soll darüber schreiben, welche Bedeutung der Tod von Rockstars für die Musik und das Leben der Fans hat.

Der erste Halt ist West Warwick, Rhode Island, wo vor kurzem - das Buch stammt aus dem Jahr 2003 - hundert Zuschauer der Band Great White gestorben sind, bei einem Brand, der durch die Pyrotechnik auf der Bühne ausgelöst wurde. Auch der Great White-Gitarrist Ty Longley kam ums Leben. Andere Stopps sind die Absturzstelle des Flugzeugs, in dem Richie Valens und Buddy Holly saßen, die Tour führt u.a. über Memphis und endet zwei Wochen später in Seattle, wo Kurt Cobain mit seinem Selbstmord die Rockgeschichte und das Leben vieler seiner Anhänger (von denen die meisten Nirvana vorher überhaupt nicht mochten, wie Chuck diagnostiziert) veränderte.

Dieser Roman ist insofern ein Reisebericht, der von langen Essays durchsetzt ist, in denen es zum Beispiel um die Bedeutung des Albums "Kid A" von Radiohead, die Soloplatten der KISS-Musiker, die (durch Cobains Tod nachträglich verfälschte) Geschichte des Grunge und vieles mehr geht - und, natürlich, ums Sterben. Aber hauptsächlich ist Rockmusik das Thema, denn Chuck ist jemand, dem Musik so viel bedeutet, dass er sein ganzes Leben daran ausrichtet und misst. Die Mitglieder der von ihm sehr verehrten Kapelle KISS beispielsweise stehen als Synonyme für verflossene, vergeigte und verpasste Beziehungen. Denn Chuck ist auch verliebt, in Quincy, Diane und Leonore. Aber das mit Leonore ist längst - und immer wieder - vorbei, Quincy wird schließlich heiraten, und Diana ist eigentlich auch nicht die richtige. Vielleicht ist es Lucy, die "Spin"-Reakteurin - der einzige Mensch, der Chuck zu vermissen scheint.

Also kein Roman, sondern eine wissensreiche Geschichte über Rockmusik, das Verhältnis zwischen Fans und Künstlern, aber auch über Filme, Literatur, Einsamkeit und die seltsamen Menschen, denen Chuck begegnet, etwa eine über Kafka schwadronierende Kellnerin in einem Diner, in die er sich ein ganz klein wenig verliebt. Von sich selbst und über die (Musik-)Welt parlierend, führt uns Chuck eine liebenswerte Daseinsform vor, in deren Zentrum ein Fetisch steht, den viele verstehen dürften, die ihre Plattensammlungen wie Säuglinge hegen, vergilbte Konzerttickets sammeln und für enorme Summen minderwertige Bootlegs kaufen.

Das Buch ist kurzweilig, häufig enorm lustig, sehr klug und wirklich interessant, aber auch ein wenig konzeptlos, weil die Mischung aus einer Einführung in die Rockgeschichte, Albumrezensionen (die den Eindruck erwecken, überhaupt nicht während dieser Fahrt entstanden zu sein), persönlichen Erlebnissen, Liebesgeschichten und Begegnungen häufig keiner eindeutigen Richtung zu folgen scheint. Das ganze endet mehr oder weniger im Nichts, woran auch die kurz vor Schluss hastig gereichten Enden der skizzierten Liebeleien nichts ändern. Bis dahin erfährt man allerdings eine Menge, und Chuck Klostermans Art, zu erzählen, ist sehr vereinnahmend. Er ist ein Wahnsinniger und ein sehr empathischer Liebhaber, und ein bisschen auch jemand, der eine Ahnung davon hat, warum sein Leben nicht funktioniert, der aber um keinen Preis etwas an der Ursache ändern würde.

Übrigens bin ich sicher, dass die Geschichte zu mindestens 88 % wahr ist.
Eine zu 85% wahre Geschichte...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
... ist zu 15% interessant und witzig. Der Rest ist leider etwas öde.

Wenn ich Chuck Klosterman in einer Bar treffen würde, würde ich ihn nach 5 Minuten stehen lassen, weil er sich zu gerne reden hört und 85% von dem er redet sind langweilig und dummes Zeug.

Ich hatte mich auf eine Musikgeschichtsstunde gefreut, aber das hier war Selbstbeweihräucherung und baden im Selbstmitleid. Und ich kann nur sagen, dass der Typ ganz schön heiß badet.

Schade, dass er am Thema vorbeigerauscht ist.
Etwas wenig tote Musiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Vornweg: ich mochte das Buch gerne. Aber es wäre sicherlich auch schön gewesen, wenn der Inhalt etwas mehr mit dem Klappentext zu tun gehabt hätte. Denn die Geschichten über die toten Rockstars waren sehr interessant. Leider kamen sie ein wenig zu kurz. Vielmehr erfahren wir sehr viel über das krude Gedankenkonstrukt des Autors und seiner daraus resukltierenden schrägen Beziehungen. Das ist sehr lesenswert und auch wirklich unterhaltsam. Aber es hat halt nicht ganz sooo viel mit der Inhaltsangabe zu tun. Jedoch, wenn man darüber hinweg sieht, und schon immer ein Fabile für Musik hatte, dann ist das Buch sehr lohnenswert. Es hat seinen eigenen Soundtrack. Was für ein Buch doch beachtlich ist, oder?
Literarisches Roadmovie....
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Den roten Faden, nämlich die Recherche für einen Artikel über zu Tode gekommene Rock-Stars plus Besuch der jeweiligen Originalschauplätze, hab ich im Laufe der Geschichte immer mal wieder vergessen, was bei der Machart dieses Buches aber durchaus zu verschmerzen war (Klosterman selbst scheint ihn nämlich auch immer wieder vergessen zu haben).

Klosterman reist im Auto quer durch die USA und wir reisen mit, vor allem in seinem Kopf, in dem sich Gedanken manchmal jagen wie die Kugel in einem Flipperkasten auf Amphetamin... Seine innere Bilderwelt und äussere Ereignisse scheinen sich andauernd gegenseitig zu befruchten und der Roman mäandert durch sein komplexes Liebesleben ebenso wie durch seine musikalischen Vorlieben ebenso wie durch die unendliche Weite des amerikanischen Kontinents. Hier wird eine Kugel angestossen, eine Idee gesponnen - und schwupps, findet man sich irgendwo ganz anders wieder.

Klosterman machte mir den Eindruck, als ob sein unruhiger Geist unter einem Dauerschock einer gehörigen Dosis THC steht. Er schreibt dementsprechend hektisch, schräg, schnell und eigenartig-originell.

Um an dem Buch Spass zu haben, muss man kein Ami-Fan sein, aber ein bisschen Ahnung von amerikanischer Rockmusik sollte man mitbringen, um die eine oder andere Anspielung, die eine oder andere Pointe auf Künstler, Alben oder Songtexte auch nachvollziehen zu können. Das Buch ist sicher keine grosse Literatur, aber als origineller Trip durch die Gehirnwindungen eines schräg/sympathischen Typs durchaus unterhaltsam.
Mehr als nur Rock'n'Roll
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Eine insgesamt gut geschriebene Geschichte
in der es um mehr als nur die verschiedenen Fälle von
Rockstar Toden geht.
um genau zu sein ist es viel mehr eine Geschichte über das Gefühl Liebe als eine Geschichte über Musik.
Einzig und allein das Ende fand ich Persönlich zu plötzlich.

Fazit: Erwartungen nicht erfüllt aber dafür hat das nicht erwartete überzeugt.
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Produkt-Bild: Eine zu 85% wahre Geschichte

Eine zu 85% wahre Geschichte von Chuck Klosterman

Gebundene Ausgabe von Fischer (S.), Frankfurt
Angebote bei Amazon: ab EUR 1,42

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3100382102, Erscheinungsdatum: August 2006, Auflage: 1., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Eine zu 85% wahre Geschichte

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die USA sind ein furchtbar großes Land. Um es zu erleben, setzt man sich am besten in ein Auto und fährt von Küste zu Küste. Unzählige Filme und Bücher erzählen von solchen Fahrten ins Weite und den Abenteuern on the road. Auch Chuck Klosterman machte sich auf den Weg, über 6500 Meilen von New York nach Seattle, kreuz und quer durch den Kontinent. Aber der Musikjournalist hatte eine Mission, er recherchierte für einen Artikel über zu Tode gekommene Rock-Stars und besucht die Originalschauplätze. Vom Hotelzimmer, in dem der Sex Pistols-Bassist seine Freundin erstach, und jener Stelle, an der Lynyrd Skynyrds Privatflugzeug abstürzte, bis zum Tatort von Kurt Cobains Schrotflinten-Freitod. Killing yourself to live heißt das Buch im Original etwas treffender, weil es in der Musikwelt tatsächlich oft so ist, dass man erst unsterblich wird, wenn man -- auf möglichst unnatürliche Weise -- zu Tode gekommen ist.
Dass am Ende der großen Fahrt ein Buch entstanden ist und nicht bloß ein Artikel für eine Musikzeitschrift, liegt an Chucks etwas verworrenem Liebesleben. In den langen Stunden auf diversen Highways und Interstates begleiten ihn im Geiste Diane, Quincy und Lenore, in die er alle auf eine verquere, unerfüllte Weise verliebt ist. In einer grandiosen Szene sitzen sie sogar alle drei mit in seinem Wagen, und es entspinnt sich ein imaginäres und absurd-witziges Gespräch mit und zwischen den drei Angebeteten. Eine zu 85% wahre Geschichte ist insofern ein originelles und wunderbar kurzweiliges Beispiel für jenen Gonzo-Journalismus, den der große Hunter S. Thompson mit Werken wie Angst und Schrecken in Las Vegas ins Leben gerufen hat und wo die journalistische Recherche stark von der Subjektivität und auch der Person des Autors überlagert wird. Und die Grenze zwischen Journalismus und Literatur plötzlich keine große Rolle mehr spielt.
Definitiv ein Buch für alle, die auch Hornbys High Fidelity mögen, ähnlich erfrischend und witzig erzählt Klosterman von der Liebe zur Musik, den Mythen des Pop, den immer wieder neuen Irritationen und Sensationen der Liebe -- und natürlich auch von der spannenden Reise durch ein sehr großes Land, die umso faszinierender ist, wenn man seine halbe CD-Sammlung auf dem Rücksitz dabei hat. --Christian Stahl
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Lost in Music
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der ich-erzählende Musikjournalist Chuck wird von seinem Magazin "Spin" auf eine Reise quer durch die USA geschickt. 600 CDs liegen auf der Rückbank des Ford Taurus, den er "Tautan" nennt. Die Tour soll an Orte führen, an denen Rockmusiker gestorben sind, denn Chuck soll darüber schreiben, welche Bedeutung der Tod von Rockstars für die Musik und das Leben der Fans hat.

Der erste Halt ist West Warwick, Rhode Island, wo vor kurzem - das Buch stammt aus dem Jahr 2003 - hundert Zuschauer der Band Great White gestorben sind, bei einem Brand, der durch die Pyrotechnik auf der Bühne ausgelöst wurde. Auch der Great White-Gitarrist Ty Longley kam ums Leben. Andere Stopps sind die Absturzstelle des Flugzeugs, in dem Richie Valens und Buddy Holly saßen, die Tour führt u.a. über Memphis und endet zwei Wochen später in Seattle, wo Kurt Cobain mit seinem Selbstmord die Rockgeschichte und das Leben vieler seiner Anhänger (von denen die meisten Nirvana vorher überhaupt nicht mochten, wie Chuck diagnostiziert) veränderte.

Dieser Roman ist insofern ein Reisebericht, der von langen Essays durchsetzt ist, in denen es zum Beispiel um die Bedeutung des Albums "Kid A" von Radiohead, die Soloplatten der KISS-Musiker, die (durch Cobains Tod nachträglich verfälschte) Geschichte des Grunge und vieles mehr geht - und, natürlich, ums Sterben. Aber hauptsächlich ist Rockmusik das Thema, denn Chuck ist jemand, dem Musik so viel bedeutet, dass er sein ganzes Leben daran ausrichtet und misst. Die Mitglieder der von ihm sehr verehrten Kapelle KISS beispielsweise stehen als Synonyme für verflossene, vergeigte und verpasste Beziehungen. Denn Chuck ist auch verliebt, in Quincy, Diane und Leonore. Aber das mit Leonore ist längst - und immer wieder - vorbei, Quincy wird schließlich heiraten, und Diana ist eigentlich auch nicht die richtige. Vielleicht ist es Lucy, die "Spin"-Reakteurin - der einzige Mensch, der Chuck zu vermissen scheint.

Also kein Roman, sondern eine wissensreiche Geschichte über Rockmusik, das Verhältnis zwischen Fans und Künstlern, aber auch über Filme, Literatur, Einsamkeit und die seltsamen Menschen, denen Chuck begegnet, etwa eine über Kafka schwadronierende Kellnerin in einem Diner, in die er sich ein ganz klein wenig verliebt. Von sich selbst und über die (Musik-)Welt parlierend, führt uns Chuck eine liebenswerte Daseinsform vor, in deren Zentrum ein Fetisch steht, den viele verstehen dürften, die ihre Plattensammlungen wie Säuglinge hegen, vergilbte Konzerttickets sammeln und für enorme Summen minderwertige Bootlegs kaufen.

Das Buch ist kurzweilig, häufig enorm lustig, sehr klug und wirklich interessant, aber auch ein wenig konzeptlos, weil die Mischung aus einer Einführung in die Rockgeschichte, Albumrezensionen (die den Eindruck erwecken, überhaupt nicht während dieser Fahrt entstanden zu sein), persönlichen Erlebnissen, Liebesgeschichten und Begegnungen häufig keiner eindeutigen Richtung zu folgen scheint. Das ganze endet mehr oder weniger im Nichts, woran auch die kurz vor Schluss hastig gereichten Enden der skizzierten Liebeleien nichts ändern. Bis dahin erfährt man allerdings eine Menge, und Chuck Klostermans Art, zu erzählen, ist sehr vereinnahmend. Er ist ein Wahnsinniger und ein sehr empathischer Liebhaber, und ein bisschen auch jemand, der eine Ahnung davon hat, warum sein Leben nicht funktioniert, der aber um keinen Preis etwas an der Ursache ändern würde.

Übrigens bin ich sicher, dass die Geschichte zu mindestens 88 % wahr ist.
Eine zu 85% wahre Geschichte...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
... ist zu 15% interessant und witzig. Der Rest ist leider etwas öde.

Wenn ich Chuck Klosterman in einer Bar treffen würde, würde ich ihn nach 5 Minuten stehen lassen, weil er sich zu gerne reden hört und 85% von dem er redet sind langweilig und dummes Zeug.

Ich hatte mich auf eine Musikgeschichtsstunde gefreut, aber das hier war Selbstbeweihräucherung und baden im Selbstmitleid. Und ich kann nur sagen, dass der Typ ganz schön heiß badet.

Schade, dass er am Thema vorbeigerauscht ist.
Etwas wenig tote Musiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Vornweg: ich mochte das Buch gerne. Aber es wäre sicherlich auch schön gewesen, wenn der Inhalt etwas mehr mit dem Klappentext zu tun gehabt hätte. Denn die Geschichten über die toten Rockstars waren sehr interessant. Leider kamen sie ein wenig zu kurz. Vielmehr erfahren wir sehr viel über das krude Gedankenkonstrukt des Autors und seiner daraus resukltierenden schrägen Beziehungen. Das ist sehr lesenswert und auch wirklich unterhaltsam. Aber es hat halt nicht ganz sooo viel mit der Inhaltsangabe zu tun. Jedoch, wenn man darüber hinweg sieht, und schon immer ein Fabile für Musik hatte, dann ist das Buch sehr lohnenswert. Es hat seinen eigenen Soundtrack. Was für ein Buch doch beachtlich ist, oder?
Literarisches Roadmovie....
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Den roten Faden, nämlich die Recherche für einen Artikel über zu Tode gekommene Rock-Stars plus Besuch der jeweiligen Originalschauplätze, hab ich im Laufe der Geschichte immer mal wieder vergessen, was bei der Machart dieses Buches aber durchaus zu verschmerzen war (Klosterman selbst scheint ihn nämlich auch immer wieder vergessen zu haben).

Klosterman reist im Auto quer durch die USA und wir reisen mit, vor allem in seinem Kopf, in dem sich Gedanken manchmal jagen wie die Kugel in einem Flipperkasten auf Amphetamin... Seine innere Bilderwelt und äussere Ereignisse scheinen sich andauernd gegenseitig zu befruchten und der Roman mäandert durch sein komplexes Liebesleben ebenso wie durch seine musikalischen Vorlieben ebenso wie durch die unendliche Weite des amerikanischen Kontinents. Hier wird eine Kugel angestossen, eine Idee gesponnen - und schwupps, findet man sich irgendwo ganz anders wieder.

Klosterman machte mir den Eindruck, als ob sein unruhiger Geist unter einem Dauerschock einer gehörigen Dosis THC steht. Er schreibt dementsprechend hektisch, schräg, schnell und eigenartig-originell.

Um an dem Buch Spass zu haben, muss man kein Ami-Fan sein, aber ein bisschen Ahnung von amerikanischer Rockmusik sollte man mitbringen, um die eine oder andere Anspielung, die eine oder andere Pointe auf Künstler, Alben oder Songtexte auch nachvollziehen zu können. Das Buch ist sicher keine grosse Literatur, aber als origineller Trip durch die Gehirnwindungen eines schräg/sympathischen Typs durchaus unterhaltsam.
Mehr als nur Rock'n'Roll
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Eine insgesamt gut geschriebene Geschichte
in der es um mehr als nur die verschiedenen Fälle von
Rockstar Toden geht.
um genau zu sein ist es viel mehr eine Geschichte über das Gefühl Liebe als eine Geschichte über Musik.
Einzig und allein das Ende fand ich Persönlich zu plötzlich.

Fazit: Erwartungen nicht erfüllt aber dafür hat das nicht erwartete überzeugt.
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Produkt-Bild: Love is a Mix Tape: Eine Geschichte von Liebe, Leid und lauter Musik

Love is a Mix Tape: Eine Geschichte von Liebe, Leid und lauter Musik von Rob Sheffield

Broschiert von Kiepenheuer & Witsch
Angebote bei Amazon: ab EUR 2,90

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3462039415, Erscheinungsdatum: August 2007
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5 Kundenrezensionen:

Wahrhaft deprimierend
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Deprimierend ist es irgendwie schon. Rob Sheffield, Redakteur des Rolling Stone, schreibt über seine große Liebe und den großen Verlust. Nach nur fünf Jahren Ehe stirbt sie im Alter von 31 Jahren an einer Lungenembolie. Mixtapes verraten seinen Gemütszustand. Dabei erinnert das Buch an "High Fidelity" und Co. - nur, dass es wahr ist.
Love is....
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich wollte dieses Buch nach den ersten paar Seiten wieder weglegen. Zuviele Insiderbegriffe, mit denen ich nichts anfangen konnte - alles völlig abgehoben. Ein Hoch auf meine Durchhaltefähigkeit. Dieses Buch wurde ein Buch, aus dem ich Sätze heraus schreiben wollte, um sie immer wieder lesen zu können (und das hat seit Romeo und Julia keines mehr geschafft). Ja, man könnte sagen Rob Sheffield hat die Liebe von Romeo zu seiner Julia in die Gegenwart projeziert. Es handelt sich dabei um ein autobiographisches Werk, dass seinesgleichen sucht.
Jedes Kapitel fängt mit der Auflistung verschiedener songs auf einem Mixtape an, die man sich der Authenzität zuliebe anhören kann. Um sich in die Geschichte einzufühlen, ist dies jedoch nicht erforderlich. Das schafft Rob Sheffields ehrliche, auf den Punkt bringende Sprache von ganz alleine. Die darin auftauchenden Fachausdrücke, die ein Rolling-Stones Redakteur in seiner Biographie einbauen darf, prägen das Musikgefühl der vergangenen Jahrzehnte.
Von Rob Sheffields Beziehung zur Musik, seiner Liebe zu Renée, die sich durch Musik ausdrückt und über sein Leiden nach ihrem Tod, als er Musik hören ganz neu lernen musss, handelt dieser einzigartige Roman. Renèe, ein außergewöhnliches Mädchen und seine große Liebe, beschreibt der Autor mit solch einer Intensität, mit solch einer Liebe, dass ich völlig fassungslos war, als sie plötzlich starb (obwohl ich das von Anfang an, dank der Buchbeschreibung wusste). Die Sache mit dem Hund am Schluss konnte ich nicht nachvollziehen.
Vier statt fünf Sterne, weil dieser Roman zwar nicht den Anspruch darauf erhebt, aber dennoch nicht zeitlos ist.
Ein tolles Buch mit viel guter Musik
5 Punkte 5 von 5 Punkten

Dieses Buch hat schon optisch für mich ein besonderes Highlight, denn es sieht aus wie eine Musikkassette. Die Ecken sind rund und von vorne und hinten ist es wie ein Tape beschriftet, was ich sehr gelungen finde, da auch das Auge auch mitliest. Diese Optik zog mich schon beim Kauf in seinen Bann und ich musste es einfach haben.

Inhaltlich hat es mich umgehauen. Ich konnte es kaum zur Seite legen, musste laut an einigen Stellen lachen, viel mit Rob weinen und leiden und natürlich herzhaft mitsingen.
Es ist sehr einfühlsam geschrieben, da es Rob und Renée wirklich gab und man sich bei seinen Beschreibungen einfach nur in Renée verlieben kann. Man schließt sie in sein Herz und hofft, dass es doch noch eine andere Wendung nimmt, auch wenn man schon vor dem Lesen weiß, dass es nicht so sein wird.

Dazu gibt es ganz viel gute Rockmusik, die mich stellenweise durch das Haus hüpfen und mich in meiner CD- und Plattensammlung stöbern lies.

Ein Buch das Spaß macht, aber auch zum Nachdenken anregt. Für mich sehr empfehlenswert!
Eine Liebesgeschichte in 523 Songs.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Man kann sagen- Das Buch fängt mit dem Ende an. Denn schon im ersten Kapitel erzählt der Rob, dass er gerade an dem Buch "Love is a mixtape" schreibt, und dabei an seine verstorbene Frau Renée (um die sich das Buch dreht) denkt.
Renée, eine Punkgöre, bei der Robs Chancen damals eigentlich bei Null lagen. Er war ein langweiliger, zurückhaltender Typ, der sich die ganze Zeit mit Musik beschäftigte und wenig Freunde hatte. Renée dagegen war beliebt, laut und aufgeschlossen. Trotzdem verliebten sich die beiden ineinander, gingen zusammen auf Konzerte, hörten Nächte lang Mixtapes und verliebten sich zusammen im Musikstücke.

Die beiden heirateten sehr früh, was Rob anfangs gar nicht gefiel, denn er hatte Angst. Angst als Ehemann zu versagen. Angst es Renée nicht in allem recht machen zu können und Angst ihr kein schönes Leben bieten zu können. Er lebte die ganze Zeit mit dieser Angst, und doch hatte er mit Renée die schönste Zeit seines Lebens. Sie zogen zusammen in eine kleine, schäbige Wohnung, kauften sich einen Hund und fuhren tagelang mit ihrem Auto durch die Gegend. Nichts spannendes passiert und doch ist es für sie die wunderbarste Zeit der Welt.

Ihr ganzes Leben dreht sich dabei um die Musik. Beide haben schlecht bezahlte Jobs, die sie hassen, doch sie verdienen sich nebenbei ein wenig Geld mit Musikkritiken.

Sie sind immerwieder auf der Suche nach neuer Musik und stöbern ständig in irgendwelchen Plattenläden herum. Sie erfreun sich selbst daran den schlechtesten Song der Welt auf einer Platte gefunden zu haben, die Hauptsache ist sie finden etwas neues.

Alles scheint perfekt zu sein. Die beiden haben eine- nicht ganz normale Beziehung, sind aber superglücklich und ergänzen sich perfekt. Man wird wirklich neidisch.
Doch dann kommt der Schock des ersten Kapitels, den man vor lauter Liebe zu Renée fast vergessen hat. Sie stirbt. Und das geht unglaublich schnell!

Renée näht gern. Sie näht alle ihre Kleider selbst und im ganzen Haus liegen Stoffe herum. Als sie gerade beim nähen sitzt und Rob ihr das Abendessen bringen will fällt sie einfach um. Rob alamiert den Notarzt, der sie sofort in den Krankenwagen befördert. Danach kommt die Ärztin und sagt ihm, dass sie erst näheres weiss, wenn die Autopsie gemacht wurde. Genau zu dem Zeitpunkt erfuhr Rob also, dass seine Frau gestorben war. Sie hatte eine Lungenembolie und war laut Arzt sofort tot. Niemand konnte es Vorahnen und selbst sie hatte vorher keine Beschwerden.

So viele Plätze, an die Rob jetzt- nach Renée's Tod nicht mehr gehen kann, weil es Stammplätze von ihnen waren. So viele Songs, die er sich nie wieder wird anhören können und vor allem so viele neue Songs, die Renée geliebt hätte. Sein Leben besteht nurnoch aus Trauer. Er hält es in der Wohnung kaum noch aus, weil ihn alles an die gemeinsame Zeit erinnert und nichts scheint mehr zu funktionieren.
Er beschliesst nach Jahren des Unglücks nach New York zu ziehen und neu anzufangen. Renée wird er zwar nie vergessen können- und das auch nicht wollen, aber mit jedem Schritt an die gemeinsame Zeit erinnert werden kann das ganze auch nicht besser machen.
Ein super Buch! Der Vergleich mit High Fidelity von Nick Hornby passt perfekt und ist kein Stück zu hoch gegriffen. Nach wenigen Seiten verliebt man sich sofort in Renée und träumt davon, einen so unglaublich tollen Mann wie Rob gefunden zu haben. Zwischen den beiden stimmt einfach alles. Ihr Leben ist trotz Geldnöten und kleiner, alter Wohnung perfekt, denn sie haben sich und sie haben die Liebe zur Musik.
Eine Geschichte, die in ihrer Tragik nur vom Leben selbst geschrieben werden konnte. Man hat das Gefühl Renée persönlich gekannt zu haben. Die Gefühle von Rob sind in jedem Wort und jedem seiner Gedanken zu 100% nachvollziehbar. Man leidet fast mit ihm. Die Tatsache, dass Renée so plötzlich und ohne jede Vorahnung gestorben ist lässt einen hierbei nochmal richtig schlucken. So schnell kann es gehen...
Selbst wenn man wenig Ahnung von Musik- bzw von dieser Art von Musik hat wird man das Buch lieben. Oft dachte ich es wäre zu viel Insiderwissen. Viele der Songs, die er mit Lebensabschnitten oder Situationen verbunden hat kannte ich nicht, doch das ist alles nebensächlich und stört nur in diesem einen Moment, denn die Geschichte um die es eigentlich geht ist so herzzerreißend, so schön und am Ende doch so voller Schmerz, dass die Songauswahl dabei keine Rolle spielt.
Wunderschöne wahre Geschichte über die Liebe und die Musik
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch hat mich sehr berührt. Es ist eine wunscherschöne wahre Liebesgeschichte mit eine Lobhyme auf die Musik und wie sie alles verbindet. Eine schöne Erinnerung an die Musik der späten 80er-Jahre und der tollen Musik der 90er-Jahre und natürlich an die Kassette. Habe prompt nachdem ich das Buch gelesen habe meine alten Kassetten herausgekramt und meinem Freund ein ganz persönliches Mix Tape erstellt.
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Produkt-Bild: Kill Your Friends

Kill Your Friends von John Niven

Taschenbuch von Heyne TB
Angebote bei Amazon: ab EUR 6,63

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453675444, Erscheinungsdatum: Februar 2008
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5 Kundenrezensionen:

BÄÄÄM in da face...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hartes, schnelles u. geiles Buch =) Mal abgesehen davon, dass man wegen dem Titel im Urlaub von seinen Freunden ziemlich komisch angeschaut wird, ist das Buch ein Knaller. Nach dem Lesen möchte man losgehen und a.) speed kaufen b.) in den nächsten "sauna-club" (ironie!)
Tolles Buch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Absolut fünf Sterne. Tolle Schreibe über die Abgründe der Musikbranche der 90-er ... Ich musste mehrfach laut lachen und konnte dieses Buch nicht weglegen. Bissig, sarkastisch, schwarz, abgründig, unterhaltsam. Bitte mehr davon.
Kill Your Friends von John Niven
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Coma finde ich besser ! Vielleicht liegt es daran, das ich erst Coma gelesen habe.
Aber John Niven schreibt schon auf meiner Wellenlänge !
ironisch, zynisch, böse, wahr ?!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eigentlich ist der Titel des Buches irreführend"; zumindest teilweise. Gekillt" wird zwar tatsächlich. Aber das mit den Friends" ist so eine Sache. Denn von Freunden - oder Freundschaft - kann man hier nicht unbedingt sprechen; und das ist noch geschmeichelt.
Im Großen und Ganzen geht es im Buch um Drogen, rücksichtslose Konkurrenzkämpfe, und Sex. Wobei dieses letzte Wort nicht im geringsten zutreffend ist. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich hier auf einer, unter Umständen auch für Kinder, öffentlich zugänglichen Seite schreibe, beschränke ich mich ausnahmsweise auf dieses Wort.
Inhaltlich geht es um Steven, ein A & R (Artist & Repertoire), der bei einer großen Plattenfirma arbeitet. Dort ist er [...] für die Entdeckung und Pflege neuer Talente zuständig [...]"; also eine Art Talent-Scout. Mit dem Unterschied, dass ein Talent-Scout auf die Straße geht und dort nach neuen Talenten" sucht. Steven hingegen hängt lieber in seinem Büro ab; auf seiner Couch, vor seinem TV-Gerät. Nur selten lässt er sich dazu herab, mal ein Festival oder ein Konzert zu besuchen, um sich neue Talente" anzusehen; die er eventuell unter Vertrag nehmen könnte. Meistens verbringt er seine Zeit damit, Drogen einzuwerfen, zugedröhnt umherzuspazieren und zu f***. (Tut mir leid, aber anders lässt es sich einfach nicht beschreiben.)

Die Ausdrucksweise in diesem Buch ist nicht unbedingt was für jedermann. Manch einer würde einige der Wörter, die hier geschrieben stehen, nicht mal denken; und sie würden die hier vorliegende Niederschrift wohl als geschmacklos", ordinär" und unzumutbar" beschreiben. Ich hingegen würde das ganze eher als derb", direkt" und unmissverständlich" bezeichnen. Der Autor, John Niven, nimmt absolut kein Blatt vor den Mund. Was zum Teil wohl auch der Tatsache geschuldet ist, dass er Brite ist. Und die haben ja im Allgemeinen eher die Feinfühligkeit eines Panzers; zumindest in verbaler (sprachlicher) Hinsicht. Und John Niven ist da, wie schon gesagt, keine Ausnahme. Er knallt einem schonungslos die Wahrheit vor die Füße; und das mithilfe eines Vokabulars, in dem das Wort geil" noch das harmloseste ist.
Inwieweit die Darstellungen der angewandten Praktiken und Methoden der Musikindustrie der (wirklichen) Realität entsprechen, kann ich nicht sagen. Aber ich habe für mich entschieden, sollte das, was im Buch steht, auch nur zu 50 % wahr sein, will ich das alles lieber gar nicht so genau wissen.
Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Hunter S. Thompson, das auch im Buch steht:
Das Musikgeschäft ist eine grausame und hirnlose Geldkloake, ein langer Korridor aus Plastik, in dem Diebe und Zuhälter tun und lassen, was sie wollen, und gute Menschen vor die Hunde gehen. Im Übrigen hat es auch eine negative Seite."
Müsste ich den Inhalt des Buches in wenigen Worten zusammenfassen, würde ich es mit dem ersten Satz des Zitats tun. Wenn das allerdings die positive Seite der Musikindustrie darstellt, will ich nicht wissen, wie die negative Seite aussieht.
Dass in dieser Branche nicht unbedingt Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, ist, denke ich, nicht so unbekannt. Da John Niven selbst als A &R-Manager gearbeitet hat, wird er wohl wissen, wovon er schreibt. Und auch wenn das Buch mit Sicherheit die gängige Praxis zumindest ansatzweise überspitzt darstellt, glaube ich doch, dass mehr davon wahr ist, als wir denken; und vor allem als uns lieb ist.
brachial und menschenverachtend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dies ist das menschenverachtendste Buch was ich bisher gelesen hatte.
Und ich habe schon einiges von Chuck Palahniuk gelesen was deutlich an die Grenzen menschlichen Daseins geht.

Aber nach dieser Lektüre?
So viele Drogen und Sex (abartigen in Phantasien noch gesteigerten) auf einen Haufen. Wenn es in der Musikbranche wirklich so zugeht, dann sind all ihre Mitglieder tickende Zeitbomben.
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Produkt-Bild: Fargo Rock City Inscribed a Heavy Metal

Fargo Rock City Inscribed a Heavy Metal von Chuck Klosterman

Gebundene Ausgabe von SCRIBNERS
ISBN: , Erscheinungsdatum: Januar 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Fargo Rock City Inscribed a Heavy Metal
Produkt-Bild: Downtown Owl 1ST Edition Signed

Downtown Owl 1ST Edition Signed von Chuck Klosterman

Gebundene Ausgabe
Angebote bei Amazon: ab EUR 34,34

ISBN: , Erscheinungsdatum: Januar 2008
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Produkt-Bild: Sex Drugs & Cocca Puffs

Sex Drugs & Cocca Puffs von Chuck Klosterman

Gebundene Ausgabe von SCRIBNER
ISBN: , Erscheinungsdatum: Januar 2003
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Produkt-Bild: Das rockt!: Bekenntnisse eines Heavy-Metal-Fans

Das rockt!: Bekenntnisse eines Heavy-Metal-Fans von Moses W.

Broschiert von Verlag die Muschel
Angebote bei Amazon: ab EUR 5,90

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3936819416, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 1., Auflage
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5 Kundenrezensionen:

Stimmt!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe mich köstlich amüsiert, ein tolles Buch, man hat es schnell durch. Leichte Lektüre für alle zwischen 30 und 50, würde ich sagen. Nicht nur spezielle Heavy Metal-Fans erkennen sich und ihre Lieblingsbands, auch wenn man nur am Rande damit zu tun hat, kommen liebe Erinnerungen.
Das lustigste Buch über Heavy Metal
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich gebe zu : MANOWAR ist nicht wirklich meine Lieblings-Band.
Und auch MOTÖRHEAD gehören nicht zu meinen Freunden.
Mit anderen Worten : beim Thema Heavy Metal würde ich mir beim HELLS ANGELS-STAMMTISCH schnell ne dicke Backe holen.
Es gibt also immensen Nachholebedarf . Und da ist DAS ROCKT ! genau das Richtige.
INHALT : Moses W. erzählt in diesem Buch seine Kindheit und Jugend in Essen und sein langer Weg zum Heavy Metal. Die erste LP,der erste Kuss, das erste Konzert, die ersten großen Rock-Helden ! Und die ersten musikalischen Feinde wie GENESIS,YES oder EMERSON , LAKE & PALMER. Ein typisches Jungs-Buch eben . Und das meine ich nicht abwertend !
In diesem Buch steht alles Wichtige zum Thema KISS, WHITESNAKE & BLACK SABBATH drin,was ein Unwissender wissen sollte. Viel unnützes Wissen freilich, aber ungemein unterhaltsam.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat , ist das rasante Tempo, die hohe Pointendichte und der unglaubliche Witz. Ganz zu schweigen von der Selbstironie ,die Moses wie ein Meister beherrscht, weswegen manch peinlich-pedantische Erbsenzählerei (wie sie nun mal ein wahrhaft Besessener haben muss !),in grandiosen Gags mündet. Das Schönste aber ist die extreme Kommunikation des Buches. Ja, richtig gelesen. Man wird als Leser ständig angesprochen, aufgefordert, angepöbelt. Das macht ungeheuer Spaß und gibt dem Ganzen ein wahnsinnig hohes Tempo. Also, von Langeweile keine Spur.
DAS ROCKT ! gehört zu den Büchern, aus denen man ständig zitieren möchte, weil die Sprüche so geil sind.

Aber Vorsicht : DAS ROCKT ! ist kein Anschleim-Buch !
Alle PUR-Fans, BARCLAY JAMES HARVEST-Adepten und ENYA-Müslis kriegen hier einen auf die Mütze. Aber hallo ! Und das ist auch gut so.
Fazit : DAS ROCKT ! rockt definitiv !!! Es ist wild, lustig, ignorant, borniert, selbstkritisch , sentimental und extrem kurzweilig und unterhaltsam. Kurz : das Buch eines Wahnsinnigen und seinen Leidenschaften.
Also, wer mal wissen will, wie man richtig Luftgitarre spielt, woher das Ö bei MOTÖRHEAD stammt (und noch viel mehr!),der sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Wer aber sonst nie liest und lesen eigentlich bekloppt findet, der sollte dieses Buch erst recht lesen , denn etwas komischeres gibt es derzeit nicht auf dem deutschen Buchmarkt !
10 Sterne von mir und einen extra Stern in der ROCKN ROLL HALL OF FAME !
Hammer Hammer Hammer
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jeder der wie ich Ende der 60er geborgen ist und dem der Metal heute noch so wichtig wie in den Anfagstagen ist "MUß" diese Buch lesen. Das ist wie eine Zeitreise und es ist sehr erstaunlich, welche Paralelen zwischen dem Autor und einem selbst vorhanden sind. Also Metaller von Flensburg bis Berchtesgaden Rock`n`Roll all Night a Party every Day. Lest das Buch und ihr werdet mich verstehen.
Nieder mit Peter Bursch, lang lebe Moses
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Vom Akkordionspieler zum Kiss-Fan, von der christlichen Pfadfindergruppe direkt zum Monsters-of-Rock. Moses W. zeigt den langen, dornigen Weg zur Heavy-Metal-Erlösung, witzig und cool, lässiger als jedes Blockflötenbuch. Wer es nicht liest, hat für die nächsten zehn Jahren Wacken-Verbot. - Ach nee, lass mal, muss man nicht haben, werden jetzt einige sagen. Schon möglich, denn man muss ja auch nicht atmen, wenn man nicht will.
Da werden Erinnerungen wach...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein wirklich gutes Buch hat Moses W. da geschrieben, locker und leicht, mit viel Witz und (Selbst-)Ironie. Trotzdem eine Huldigung an die Heavy-Metal Bands der späten 70er und 80er Jahre. Erinnerungen aus der Jugendzeit werden wach und man möchte schnellstens zur Gitarre greifen und endlich mal wieder ein paar Riffs donnern. 100% Empfehlenswert!!!
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