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Matt und elend lag er da: Berühmte Kranke und ihre schlechten Ärzte von Jörg ZittlauGebundene Ausgabe von Ullstein TB-VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 9,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3550087799, Erscheinungsdatum: August 2009 |
5 Kundenrezensionen:Aerztepfusch oder Autorenpfusch? 1 von 5 PunktenMatt und elend lag er da: Berühmte Kranke und ihre schlechten Ärzte Zugegeben, das Buch ist durchwegs spannend geschrieben. Die kurzen Abschnitte sind unterhaltsam zu lesen. Gemäss Klappentext hat der Autor unter anderem Biologie und Sportmedizin studiert, was immer das heisst. Seine medizinischen Kenntnisse sind leider dürftig und laienhaft. Trotz einzelner Hinweise verwechselt er wiederholt zeitbedingt mangelhaften Wissensstand mit Pfusch, vermittelt über damals schon kaum behandelbare Erkrankungen Heilvorstellungen, die vielfach heute noch unrealistisch sind (hätten die Aerzte damals rechtzeitig ) . Als Fachexperte gefällt er sich in der Rolle als moralischer Richter über das Handeln der damaligen Aerzte. Trotz eines gut lesbaren, unterhaltsamen Stils kann das Buch nicht eigentlich witzig und informativ wie auf dem Umschlagtext angekündigt qualifiziert werden. Amüsanter Streifzug 5 von 5 PunktenMedizingeschichte in Buchform kommt entweder als Roman daher (wie etwa beim "Medicus"), oder aber als knochentrockener Wälzer in Lexikonformat. Dass es auch anders geht, zeigt Zittlau in seinem Buch. Es hangelt sich an den unterschiedlichsten Figuren der Weltgeschichte entlang, so dass man auch einen Schnupperkurs in Philosophie, Literatur, Politik, Musik und Kunst bekommt. Und das Ganze wird dann noch locker und unterhaltsam dargeboten - so ist man danach klüger und hat trotzdem noch ein Grinsen auf den Lippen. Lockerer Schreibstil, aber... 3 von 5 PunktenDas Buch liest sich gut und bietet einen interessanten Spaziergang durch die Zeit, aber das Nietzsche-Zitat im Buch trifft auch auf das Buch selber zu: "Das Halbwissen ist siegreicher als das Ganzwissen: Es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender." Amüsant, kurzweilig, lehrreich 5 von 5 PunktenIn kurzen Episoden beschreibt Zittlau hier die Leidens- und (manchmal vielmehr) Passionsgeschichten großer Personen der Zeitgeschichte. Getreu dem Motto: wenn mich meine Krankheit nicht umbringt, dann tut es mein Arzt - oder, nach Voltaire, "wenn der Arzt hinter dem Sarg des Patienten geht, dann folgt nicht selten tatsächlich die Ursache der Wirkung" arbeitet sich Zittlau an den unrühmlichen Granden der ärztlichen Zunft ab- ohne aber jemals hämisch, rechthaberisch oder ungerecht zu werden. So liest man das Büchlein mit großem Gewinn- ein amüsanter, lehrreicher und intelligenter Spaziergang durch die Weltgeschichte... Eine runde Sache! 5 von 5 PunktenEin gutes Sachbuch soll mich informieren und unterhalten. Und genau das kann Zittlaus's Ärzte- und Promi-Kompendium. Informationen? Man erfährt allerlei aus der Medizin- und Kulturgeschichte - und wie die Großen getickt haben. Spannung? Man ist von Anfang an gefesselt und bleibt neugierig, was die Ärzte ihren Patienten als Nächstes antun. Grusel? Ist spätestens dann da, wenn man liest, wie Napoleon in seinem Kot und Erbrochenem stirbt und die Ärzte Senfauflagen um die Füße wickeln. Einfühlsamkeit? Speziell bei solchen Unglücksraben wie Mozart, van Gogh und Nietzsche fühlt man als Leser ziemlich stark mit. Verständlichkeit? Kein Problem, man braucht kein Medizin- oder Geschichtsstudium, um das Buch zu verstehen, aber es könnte Historikern und Medizinern sicherlich nicht schaden, mal den einen oder anderen Blick hinein zu werfen. Humor? Zittlau schafft es tatsächlich, dem Leser, trotz der Horrorgeschichten aus dem Kabinett ärztlicher Pfuschereien, immer wieder ein Schmunzeln zu entlocken. Eine wirklich runde Sache! |
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Warum Robben kein Blau sehen und Elche ins Altersheim gehen: Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur von Jörg ZittlauGebundene Ausgabe von EconAngebote bei Amazon: ab EUR 1,43 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3430300126, Erscheinungsdatum: März 2007 |
Aus der Amazon.de-RedaktionImmer besser an die Umwelt angepasst, stark und siegreich: So stellen wir uns die Ergebnisse der Evolution vor ? vor allem uns selbst, versteht sich. Dieses strahlende Bild bekommt jedoch schnell Flecken, wenn man sich die verrückten und rätselhaften Eigentümlichkeiten ansieht, die manche Tiere entwickelt haben. Jörg Zittlau hat genau hingesehen und allerlei Erstaunliches entdeckt. Da gibt es Tropenameisen, die bei Überschwemmungen ihr Heim leertrinken ? und das Wasser gleich nebenan wieder ablassen. Oder die Schlange, die jede Menge Nahrung zur Auswahl hat, am liebsten aber Molche frisst, deren Gift sie so lähmt, dass sie ein leichtes Opfer für Feinde wird. Oder die männliche Ruderente, die einen so langen Penis hat, dass er sie bei allem, was sie tut, behindert. Oder die sexuell kinderleicht in die Irre zu führenden Pfauen. Oder die selbstmörderischen Walrosse, die pingeligen Störche, die regelmäßig betrunkenen Seidenschwänze ... Doch nicht nur die Tierwelt, die wir noch leicht mit amüsierter Distanz betrachten können, steckt voller spielerischer und aus Sicht der Evolutionstheorie unerklärlicher Überraschungen. Von Beginn an lässt Zittlau keinen Zweifel daran, dass der Mensch selbst auch den einen oder anderen gravierenden evolutionären Mangel aufweist. So leistet der Mensch sich ein riesiges Großhirn, das durchaus von zweifelhaftem Nutzen ist. Unter anderem hat es dazu geführt, dass menschliche Babys so große Köpfe haben, dass eine Geburt grundsätzlich schwierig, gefährlich und kaum ohne fremde Hilfe zu bewältigen ist. ? Aber warum sollte der Mensch auch von den Launen der spielsüchtigen Natur ausgenommen sein? Dieses Buch ist etwas Besonderes. Nicht nur weil Zittlau all die verrückten Eigenheiten und evolutionären Schwächen von Tier und Mensch humorvoll und sprachlich gekonnt beschreibt. Sondern vor allem deshalb, weil er auch die größten Absonderlichkeiten mit einem liebevollen Blick betrachtet. Ein sehr unterhaltsames Buch, das wissenschaftliche Aha-Erlebnisse beschert, zum Lachen bringt und beim ?Luxusirrtum Mensch? trotz all seiner Schwächen ein rundum gutes Gefühl hinterlässt. Was will man mehr? -- Gabi Neumayer 5 Kundenrezensionen:Einfach zu schlecht! 1 von 5 PunktenBeim Lesen dieses Buches musste ich dem Autor so oft widersprechen, dass ich irgendwann aufgehört hatte dieses Buch zum Ende zu lesen. Wirklich nicht zu empfehlen! Ein Fall für die Bücherverbrennung bei der nächsten Grillparty. Was anderes erwartet, was besseres bekommen 4 von 5 PunktenDer Klappentext ließ mich vermuten, dass es sich um eine brüllend komische Abhandlung von irritierten und nicht immer logisch denkenden (hm....) Tieren handelt. Brüllend komisch war das Büchlein dann nicht, aber ich habe viel geschmunzelt, was manchmal mehr wert ist als ein lautes Lachen. Zudem kommt das Buch auf den ersten Seiten recht wissenschaftlich daher, so dass man die Leichtigkeit vermisst, das legt sich jedoch schnell. Je mehr ich las, umso begeisterter wurde ich. Die einzelnen Tier"geschichten" sind meistens auf knappe 2 Seiten verfasst, so dass man auch ein gutes Ende finden kann, um am nächsten Tag weiter zu lesen. Die ab und an eingestreuten Vergleiche mit dem menschlichen Verhalten regt zum Gelächter und auch zum nachdenken an. Ein Buch, was ich nur empfehlen kann, was jedoch nicht für jüngere Leser geeignet ist, da es doch für sie zu anstrengend sein kann. Das Warum liegt in der Natur 2 von 5 PunktenDas Buch liest sich flüssig-leicht und ist auch streckenweise recht unterhaltsam. Keinem wird auf die Füße getreten und alle erkennen sich in ihrer eigenen Unvollkommenheit irgendwo wieder. Aus wirtschaftlicher Sicht ein Stoff für einen Bestseller. Der Hunger nach wissenschaftlichen Erkenntnissen über das (Sozial-) Verhalten von Tieren (und Mensch) wird mit einem "Spaßfaktor" versehen. Infotainment nennen das moderne Leute - warum nicht? Der Autor bricht mit vielen Dogmen und grundsätzlichen Theorien, die sich mathematisch orientierte Gebildetete fürs LEBEN zurecht gelegt haben: Mit rein wissenschaftlicher Berechenbarkeit kommt man da bekanntlich nicht weiter: Das gefällt gut, auch wenn einige Erklärungsversuche daneben gehen. Bei manchen Warum-Scherzen mischt die konservative, stellenweise chauvinistische Psyche des Autors irgendetwas zusammen, das dann mit der Natur nix zu tun hat. Die massiven Eingriffe und Einwirkungen von uns Mneschen auf die Natur führen doch zu vielen kuriosen Verhaltensweisen. Das kann jeder im Stadtpark oder in seinem Garten beobachten - da brauchen wir keine exotischen Beispiele aus fernen Ländern. Ich finde das nicht zum Lachen. Trotzdem zwei Sterne wegen der netten Parallelen zum menschlichen Getue! sehr gut zu lesendes Buch 5 von 5 PunktenDieses Buch ist sehr gut zu lesen. Ich bin zwar erst 14 Jahre alt, aber die Gliederung in kleine Geschichten ist sehr schön. Das Buch ist sehr empfelenswert, vom Jugendlichen bis zu den Großeltern! Der Versandt Pünktlich und gut verpackt, wie immer bei Amazon. Deshalb 5 Sterne Die Fakten schmunzelnd verpackt 5 von 5 PunktenSehr nettes Buch, interessante Dinge zu lernen, netter Schreibstil, musste oft grinsen beim lesen. Hätte gerne mehr davon! |
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Hausmittel: Geprüfte Naturheilmittel ohne Nebenwirkungen von Dr. Jörg Zittlau, Dr. Norbert Kriegisch, Dagmar HeinkeTaschenbuch von Südwest VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 5,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3517082503, Erscheinungsdatum: Februar 2007, Auflage: 2 |
5 Kundenrezensionen:Bin begeistert!! 5 von 5 PunktenHabe das Buch an meine Tochter verschenkt. Sie ist begeistert. Ein sehr ausführlich beschriebenes Buch. Sehr empfehlenswertes Buch! 5 von 5 PunktenTanja Schupp: Aus Erfahrung kann ich sagen, daß das Buch "Hausmittel" eines meiner wichtigsten Bücher ist. Es ist leicht verständlich und einfach aufgebaut und beinhaltet hilfreiche Tips zur Behandlung einer Krankheit mit Pflanzen, Homöopathie, Teebaumöl, Wickeln und vielen anderen natürlichen Heilmethoden. Ich habe mehrere solcher bzw. ähnlicher Bücher. Doch dies ist für mich das übersichtlichste und verständlichste Buch mit wirklich wertvollen Tips und für jeden Haushalt einfach nur zu empfehlen. Informativ und ansprechend gestaltet 5 von 5 PunktenIn diesem übersichtlichen Ratgeber findet man sich gut zurecht und die Vorschläge und Tipps sind leicht verständlich und gut umsetzbar. Die Kapitel sind nach den betroffenen Körperpartien geordnet: Die Atmungsorgane, der Bewegungsapparat, das Herz-Kreislauf-System, die Haut usw. werden nacheinander besprochen. Unterteilt werden die einzelnen Abschnitte dann wieder nach den spezifischen Beschwerden z.B. Infektionsanfälligkeit, Erkältung, Halsschmerzen, Husten, Bronchitis und Grippe (Abschnitt ?Immunsystem?). Jedem Thema sind zwei oder drei Seiten gewidmet, auf denen zunächst die typischen Symptome beschrieben werden, dann wird auf die körperlichen und seelischen Hintergründe der Beschwerden eingegangen und dann werden die passenden Hausmittel vorgeschlagen und auch Hinweise zur Vorbeugung einer Erkrankung gegeben. Außerdem wird auch angezeigt, wann es ratsam ist einen Arzt aufzusuchen oder mit welchen Folgebeschwerden gerechnet werden muss. Im Anschluss an diese Kapitel werden die einzelnen alternativen Heilmethoden vorgestellt und erläutert (z.B. Aromatherapie, Homöopathie etc.). Als Plus enthält das Buch viele Tipps, die zum Teil etwas ungewöhnlich sind, aber oft gute Erfolge erzielen können. Wer also gerne selbst etwas für seine Gesundheit tun und nicht gleich den Arzt aufsuchen will, für den ist dieses Buch eine annehmbare Alternative. Immer eine gute Anleitung 5 von 5 PunktenDieses Buch ist Gold wert. Ich habe meine Kinder jetzt schon öfters mit den "Hausmitteln " behandelt. Einfach nur SUPER. Die Anleitungen sind super einfach zu verstehen und auch leicht anzuwenden. Inhaltlich umfassend, mit nur kleinem aber 4 von 5 PunktenEin übersichtliches und gut bebildertes Buch für einen Einblick in die Naturheilkunde. Die Ratschläge gehen über Homöopathie, Bach-Blüten, Kräutertees, eigene Mixturen bis zu guten Ratschlägen. Ich fand es jedoch schade, dass weit verbreitete Probleme wie z.B. spröde Lippen, fettige Haut und dergleichen nicht mit etwas einfacheren Rezepten ausgestattet waren. Ein selbstgemachter Lippenpflegestift (der ganz einfach z.B. auf Bienenwachs-Basis herzustellen ist) wäre sehr viel praktischer als sich die Lippen mit saurer Sahne einzuschmieren die ja nun schnell schlecht wird und nicht in 10ml-Einheiten gekauft werden kann. Außerdem sind Honig und Sahne eher schlecht für die Öffentlichkeit geeignet. Viele der Rezepte sind nur in der Sicherheit des eigenen Hauses ausführbar und eine Dusche danach unausweichlich. Wenn Anwendungen aber zweimal täglich vorgeschlagen werden kommt es bald zu Schwierigkeiten -man hat ja meistens noch andere Sachen zu tun. Dennoch sicherlich ein guter Einstieg und Nachschlagewerk und dazu ein super Preis für die gut gestalteten 400 Seiten. |
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Die großen Ernährungslügen: Essen mit Nebenwirkungen von Annette Sabersky, Jörg ZittlauBroschiert von Droemer/KnaurAngebote bei Amazon: ab EUR 2,17 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 342678002X, Erscheinungsdatum: Juli 2007 |
5 Kundenrezensionen:unideologisch und verdienstvoll 3 von 5 PunktenDie Stärke dieses Bandes liegt, wie mein Vorrezensent schon sagt, in der unideologischen Betrachtungsweise. Ob's um Fleisch, vegetarische Ernährung, Kaffee oder Tee, Vollwertkost oder vieles andere geht, die Autoren halten sich an eine strikt wissenschaftliche Sichtweise und pflegen eine bemerkenswerte Unvoreingenommenheit auch bei vermeintlich allgemein als rein positiv eingeschätzten Ernährungsweisen wie der vollwertigen Ernährung. Man kann in diesem Buch ungeheuer viel über Ernährung und Lebensmittel lernen. Da liegt aber auch an einigen Stellen der Nachteil. Nach manchen Kapiteln geht es einem wie nach dem Big Mac-Verzehr: man hat Unmengen an Kalorien zu sich genommen, aber es bleibt ein dubioses Hungergefühl. So hatte ich nach dem Lesen einzelner Kapitel den Eindruck, auch nicht schlauer zu sein als vorher, da die referenzierten Studien sich nicht zu einem brauchbaren Gesamtbild zusammen fügen wollten. Teilweise erscheint die Einführung in die Kapitel auch als allzu naiv. So werden bei der Zusammenfassung der Vor-/Nachteile vegetarischer Lebensweisen volkswirtschaftliche, ökologische und der "Dritte-Welt"-Aspekt erstaunlicherweise schlicht unterschlagen. Dabei wäre es wohl kein großes Problem gewesen, den Verbrauch an Ackerfläche und Ressourcen für die Fleischproduktion im Vergleich zur vegetarischen Bevölkerungsernährung zu recherchieren. Aber das sei den Autoren bei dieser gewaltigen Fleißarbeit insgesamt verziehen. Jedem, der sich für Ernährung interessiert, kann man das Buch zumindest als Diskussionsgrundlage empfehlen. Wohltuend sachlich 5 von 5 PunktenGerade bei Ernährungsfragen wird ja immer wieder ziemlich religiös argumentiert. Wenn etwa Vegetarier und Fleischesser aufeinander prallen, geht es dabei nicht minder aggressiv zu wie bei Rauchern und Nicht-Rauchern. Das Buch bildet darin jedoch eine wohltuende Ausnahme. Es versucht, wirklich Aufklärung zu betreiben. Dass dabei die eine oder andere Frage offen bleibt, liegt in der Natur der Sache. Doch oft entwickelt sich ja schon eine Erkenntnis daraus, dass bestimmte Fragen überhaupt erst gestellt werden. Undogmatisch und äußerst sachlich 5 von 5 PunktenDer große Verdienst der Autoren Sabersky und Zittlau ist zum einen, dass sie sich ohne Ideologie diesem weit gefächerten Bereich der Ernährungswissenschaft nähern und zum anderen als Quintessenz die schlichte - aber wahre Erkenntnis, dass es kein allgemeingültiges, ultimatives Patentrezept gibt um das Maximum aus der Herrlichkeit der Natur auszuschöpfen. Und schon gleich gar nicht künstlich / chemisch. Anschaulich entlarven sie z.B. die Propaganda der Nahrungsmittelergänzungsindustrie mit der Kernaussage, dass isolierte industriell gewonnene Einzelwirkstoffe, welche so in der Natur nicht vorkommen, niemals die gleiche Wirkung und Effizienz wie das Original erreichen können. Dazu gesellt sich ein deftiges empirsches Defizit das die heutige Wissenschaft gerne verschweigt. Beispielsweise wird im Buch erwähnt, dass in der Natur allein 270 Betakarotin-Varianten vorkommen. Welche Variation davon die optimale für den Menschen darstellt ist noch unbekannt. Es liegt hier viel mehr im Argen als man allgemein so annimmt. Lobenswert ist auch die differenzierte Haltung zur Bio-Welle. Ethisch gesehen, brauchen wir uns darüber nicht zu unterhalten. Wer eine gewisse Empathie für Tiere und Pflanzen aufweist wird schon aus Prinzip Biolebensmittel bevorzugen. Doch Tierliebe und der konkrete gesundheitliche Nutzen von Bionahrungsmitteln sind zwei paar Stiefel. Ökonomisch völlig sinnlose Bio-Manöver (wie z.B. der Import aus dem Ausland nur weil bei uns gerade keine Saison ist oder damit der deutsche Bio-Discounter billiger einkaufen kann und in Ländern mit weniger guten Umweltstandards Wasser und andere Rohstoffe brachial verbrasst) werden genauso an den Pranger gesellt wie übertriebene Verherrlichung von einzelnen "Allheilmitteln" wie Grünen Tee, Omega-3-Fettsäuren und ähnlichen. Das auch Biolebensmittel teils mit Schadstoffen belastet sind ist eine unschöne aber nicht zu verleugnende Tatsache. Insgesamt schneidet Bio-Ware natürlich deutlich besser ab - aber blind auf das Schlagwort Bio sollte man sich auch nicht verlassen. Hier spielen übrigens die deutschen überregionalen und regionalen Bioverbände vom Schlage Bioland oder Demeter in einer ganz anderen Liga als die lasche EG-Bio-Norm. Zusätzlich dazu werden transparent Nahrungsmittelverarbeitungsketten dargestellt die aufzeigen, wie auch unwahrscheinliche (Schad-)Stoffe in das Endprodukt gelangen. Ein großes Kapitel wird den Zusatzstoffen wie Aromastoffen, Emulgatorenn usw. gewidmet. Wer dieses Kapitel verinnerlicht hat wird vermutlich beim nächsten Einkauf die deklarierten Inhaltsstoffe nach detektivischen Maßstäben untersuchen. Abschließend noch ein kurzer Überblick über die einzelnen Kapitel: - Fastfood und Fertigkost - Zusatzstoffe - Lebensmittelallergien - Kinderkost - unser Fleisch - Vegetarier und ihre Ernährung - Nährwertverlust beim Kochen - Vollwerkost - Zucker und Salz - Bier und Wein - Tee und Kaffee - Fisch als Gesundmacher - Küchenweisheiten - Gewürze - konventionell angebautes Gemüse - Biokost - Vitamine - Übergewicht - gesunde Ernährung So, nach dieser Lobeshymne fragt man sich natürlich wo die Kritik bleibt. Viel wird man nicht finden. Vielleicht die etwas zu pathetisch klingende Einleitung "Die Wahrheit über..." zu jedem Kapitel. Als einzigen echten Störfaktor konnte ich nur die vielen nichts sagenden Statistiken ausmachen. Obwohl: Dadurch, dass diese eben nichts aussagen, da sie sich alle widersprechen (eben je nachdem welche Parameter berücksichtigt und welche ausgeklammert werden) gibt es im Endeffekt doch eine ganz brauchbare Aussage für den Verbraucher: Ernährt Euch vielseitig und größtenteils natürlich - dann seiht ihr auf der sicheren Seiten. Es gibt weder Allheilmittel noch potentiell tödliche Stoffe. Chronischen Gesundheitsaposteln wird dieses Buch deshalb wahrscheinlich nicht so gut gefallen, da es keine absoluten Wahrheiten enthält. Ein weiterer Beleg dafür, wie sauber die Ernährungswissenschaftlerin Annette Sabersky und der Sportmediziner Dr. Jörg Zittlau recherchiert haben. Uneingeschränkt empfehlenswert. Ein wirklich gutes Buch das einem die Augen öffnet 5 von 5 PunktenDies ist ein wirklich gutes Buch, dass einem die Augen für gesund Ernährung öffnet. Die Kernaussage, bzw. das was man behalten sollte lässt sich leicht zusammenfassen: Kauf Bio-Lebensmittel. Dieses Buch erklärt ausführlich warum. Auf der letzten Seite wird dies zusammen gefasst: "Haltet die Augen bei der Ernährung offen. Denn die Lebensmittelindustrie weiß, das wir viele ihrer Produkte nicht essen würden, wenn wir wüssten, wie sie hergestellt werden". Auch nicht neutral 3 von 5 PunktenWer Prof. Pudel, der gegen Bezahlung für McDonalds gearbeitet hat, als unabhängigen Sachverständigen präsentiert, kann wohl kaum Neutralität für sich beanspruchen. Bei scheinbarer Systemkritik findet sich auch viel Propaganda der Nahrungs- und Genussmittellobby. Vielfach wird nur irgendeine (durchaus zweifelhafte)Meinung irgendeiner anderen Person als die alleinige Wahrheit dargestellt. Das Buch muss also ebenfalls kritisch gesehen werden. |
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Warum Affen für die Liebe zahlen: Noch mehr Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur von Jörg ZittlauBroschiert von Ullstein TbAngebote bei Amazon: ab EUR 2,97 ISBN: 354837297X, Erscheinungsdatum: November 2009 |
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Versteckte Dickmacher: Wie die Nahrungsmittelindustrie uns süchtig macht von Annette Sabersky, Jörg ZittlauBroschiert von Droemer/KnaurAngebote bei Amazon: ab EUR 1,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426781190, Erscheinungsdatum: April 2009 |
3 Kundenrezensionen:Sehr aufschlussreich! 4 von 5 PunktenDas Buch ist sehr interessant geschrieben. Habe es an zwei Abenden verschlungen. Sehr informativ und aufschlussreich! Jedoch (und das begründet die vier Sterne) wird man im Buch auf alles Mögliche hingewiesen und gegen Ende wird einem vermittelt, man soll sich beim Essen nicht so viele Gedanken machen!??!?! Das wirklich Positive an dem Buch: Ich werde keine Light-Produkte oder Zuckerfreien Produkte mehr kaufen. Von daher finde ich das Buch einfach TOP! endlich Fakten ohne Verschönung oder Verteufelung 5 von 5 PunktenDass man auch ohne Kalorien dick werden kann, sollte heutzutage jedem bewusst sein, vor allem jenen, die stets auf ihr Gewicht achten. Hierbei kommen vor allem die oft angepriesenen Light-Produkte in Verruf, denn die kalorienfreien Süß- und Fettersatzstoffen sorgen dafür, dass die Menschen weiter zu nehmen, weil der Körper mit dem Hunger bleibt. In 13 fachkundig aufbereiteten Kapiteln zeigen die Autoren, dass man bei der Suche nach gesundem Essen durchaus auch unkonventionelle Wege einschlagen muss, die ohne gewinnorientierte Unternehmen funktionieren. Denn wer immer noch glaubt, die Cola light wäre besser als die normal gesüsste Cola oder Schlankheitspillen wären gesund, der hat die Welt verpennt. Also: Aufwachen! Und AUgen auf beim Abnehmen! Ein Buch das die Augen noch weiter öffnet 5 von 5 PunktenIch kenne sehr viele Diät- und auch Ernährungsbücher und kämpfe aus unterschiedlichen Gründen mit meinem Gewicht. Mit diesem Buch bekomme ich ganz viele Aha--Erlebnisse, vieles was ich so als "Otto-Normal-Verbraucher" nicht wußte!! Es ist kein Diätbuch, sondern ich sehe es eher als Aufklärungsbuch, denn es wird nicht nur dickeren Menschen helfen, sondern auch normal gewichtigen Menschen, um sich in sich selber wohler fühlen zu können. Es geht nicht nur um die Nahrungsmittel, sondern auch um die Verpackungs- und Verkaufstricks sowie viele andere Gesichtspunkte, auf Kinder und Erwachsene bezogen. Sehr verständlich geschrieben, leicht zu lesen. |
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»Tue das Große da, wo es noch klein ist«: 100 philosophische Wahrheiten: 111 philosophische Wahrheiten von Jörg ZittlauGebundene Ausgabe von Artemis & WinklerAngebote bei Amazon: ab EUR 9,78 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3538072965, Erscheinungsdatum: April 2010 |
Eine Kundenrezension:Ach könnts doch immer Sonntag sein 5 von 5 PunktenIn diesem Buch hat der Philosoph Jörg Zittlau 100 philosophische Wahrheiten gesammelt und kommentiert. Dennoch ist es kein Buch für promovierte Philosophen, oder doch? Meinetwegen sollen es alle lesen. Bei Zittlau lerne ich, es gibt nicht d e n Philosophen. Jeder Mensch der nachdenkt über sich und die Welt ist schon ein Philosoph, natürlich sollte er auch ein wenig zumindest Menschenfreund sein. Jörg Zittlau stellt seinen Beiträgen Zitate bekannter und unbekannter Denker und Philosophen voran. Er erwidert ihnen seine Gedanken uns heutiger Sicht. Daraus entsteht ein lebendiger Dialog, der mich manchmal schmunzeln lässt, aber genau so oft auch zum weiterdenken anregt. Mitte des 19. Jahrhunderts sagte Henri Frederic Amiel: "Das Träumen ist der Sonntag des Denkens." In meinem Hirn keimt noch während des lesens der Satz: Ach könnts doch immer Sonntag sein. Der Autor regt dazu an, wenigstens einmal am Tag zum Philosophen zu werden. Wenigstens einmal am Tag sollten wir Termine Termine sein lassen und ganz gemütlich über Gott und die Welt, meinetwegen auch über die Menschen nachdenken, um selbst Mensch zu bleiben. Denken ist das sommerliche Eis für des Menschen Seele und die gilt es zu pflegen. |
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Jetzt helfe ich mir selbst: Die besten Hausmittel für alle Fälle von Dr. Jörg ZittlauGebundene Ausgabe von Südwest VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 5,06 ISBN: 3517085553, Erscheinungsdatum: Sept. 2009 |
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Warum Robben kein Blau sehen und Elche ins Altersheim gehen. Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur von Jörg ZittlauBroschiert von Ullstein TbAngebote bei Amazon: ab EUR 2,59 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548372228, Erscheinungsdatum: Juni 2008 |
Aus der Amazon.de-RedaktionImmer besser an die Umwelt angepasst, stark und siegreich: So stellen wir uns die Ergebnisse der Evolution vor ? vor allem uns selbst, versteht sich. Dieses strahlende Bild bekommt jedoch schnell Flecken, wenn man sich die verrückten und rätselhaften Eigentümlichkeiten ansieht, die manche Tiere entwickelt haben. Jörg Zittlau hat genau hingesehen und allerlei Erstaunliches entdeckt. Da gibt es Tropenameisen, die bei Überschwemmungen ihr Heim leertrinken ? und das Wasser gleich nebenan wieder ablassen. Oder die Schlange, die jede Menge Nahrung zur Auswahl hat, am liebsten aber Molche frisst, deren Gift sie so lähmt, dass sie ein leichtes Opfer für Feinde wird. Oder die männliche Ruderente, die einen so langen Penis hat, dass er sie bei allem, was sie tut, behindert. Oder die sexuell kinderleicht in die Irre zu führenden Pfauen. Oder die selbstmörderischen Walrosse, die pingeligen Störche, die regelmäßig betrunkenen Seidenschwänze ... Doch nicht nur die Tierwelt, die wir noch leicht mit amüsierter Distanz betrachten können, steckt voller spielerischer und aus Sicht der Evolutionstheorie unerklärlicher Überraschungen. Von Beginn an lässt Zittlau keinen Zweifel daran, dass der Mensch selbst auch den einen oder anderen gravierenden evolutionären Mangel aufweist. So leistet der Mensch sich ein riesiges Großhirn, das durchaus von zweifelhaftem Nutzen ist. Unter anderem hat es dazu geführt, dass menschliche Babys so große Köpfe haben, dass eine Geburt grundsätzlich schwierig, gefährlich und kaum ohne fremde Hilfe zu bewältigen ist. ? Aber warum sollte der Mensch auch von den Launen der spielsüchtigen Natur ausgenommen sein? Dieses Buch ist etwas Besonderes. Nicht nur weil Zittlau all die verrückten Eigenheiten und evolutionären Schwächen von Tier und Mensch humorvoll und sprachlich gekonnt beschreibt. Sondern vor allem deshalb, weil er auch die größten Absonderlichkeiten mit einem liebevollen Blick betrachtet. Ein sehr unterhaltsames Buch, das wissenschaftliche Aha-Erlebnisse beschert, zum Lachen bringt und beim ?Luxusirrtum Mensch? trotz all seiner Schwächen ein rundum gutes Gefühl hinterlässt. Was will man mehr? -- Gabi Neumayer 5 Kundenrezensionen:Einfach zu schlecht! 1 von 5 PunktenBeim Lesen dieses Buches musste ich dem Autor so oft widersprechen, dass ich irgendwann aufgehört hatte dieses Buch zum Ende zu lesen. Wirklich nicht zu empfehlen! Ein Fall für die Bücherverbrennung bei der nächsten Grillparty. Was anderes erwartet, was besseres bekommen 4 von 5 PunktenDer Klappentext ließ mich vermuten, dass es sich um eine brüllend komische Abhandlung von irritierten und nicht immer logisch denkenden (hm....) Tieren handelt. Brüllend komisch war das Büchlein dann nicht, aber ich habe viel geschmunzelt, was manchmal mehr wert ist als ein lautes Lachen. Zudem kommt das Buch auf den ersten Seiten recht wissenschaftlich daher, so dass man die Leichtigkeit vermisst, das legt sich jedoch schnell. Je mehr ich las, umso begeisterter wurde ich. Die einzelnen Tier"geschichten" sind meistens auf knappe 2 Seiten verfasst, so dass man auch ein gutes Ende finden kann, um am nächsten Tag weiter zu lesen. Die ab und an eingestreuten Vergleiche mit dem menschlichen Verhalten regt zum Gelächter und auch zum nachdenken an. Ein Buch, was ich nur empfehlen kann, was jedoch nicht für jüngere Leser geeignet ist, da es doch für sie zu anstrengend sein kann. Das Warum liegt in der Natur 2 von 5 PunktenDas Buch liest sich flüssig-leicht und ist auch streckenweise recht unterhaltsam. Keinem wird auf die Füße getreten und alle erkennen sich in ihrer eigenen Unvollkommenheit irgendwo wieder. Aus wirtschaftlicher Sicht ein Stoff für einen Bestseller. Der Hunger nach wissenschaftlichen Erkenntnissen über das (Sozial-) Verhalten von Tieren (und Mensch) wird mit einem "Spaßfaktor" versehen. Infotainment nennen das moderne Leute - warum nicht? Der Autor bricht mit vielen Dogmen und grundsätzlichen Theorien, die sich mathematisch orientierte Gebildetete fürs LEBEN zurecht gelegt haben: Mit rein wissenschaftlicher Berechenbarkeit kommt man da bekanntlich nicht weiter: Das gefällt gut, auch wenn einige Erklärungsversuche daneben gehen. Bei manchen Warum-Scherzen mischt die konservative, stellenweise chauvinistische Psyche des Autors irgendetwas zusammen, das dann mit der Natur nix zu tun hat. Die massiven Eingriffe und Einwirkungen von uns Mneschen auf die Natur führen doch zu vielen kuriosen Verhaltensweisen. Das kann jeder im Stadtpark oder in seinem Garten beobachten - da brauchen wir keine exotischen Beispiele aus fernen Ländern. Ich finde das nicht zum Lachen. Trotzdem zwei Sterne wegen der netten Parallelen zum menschlichen Getue! sehr gut zu lesendes Buch 5 von 5 PunktenDieses Buch ist sehr gut zu lesen. Ich bin zwar erst 14 Jahre alt, aber die Gliederung in kleine Geschichten ist sehr schön. Das Buch ist sehr empfelenswert, vom Jugendlichen bis zu den Großeltern! Der Versandt Pünktlich und gut verpackt, wie immer bei Amazon. Deshalb 5 Sterne Die Fakten schmunzelnd verpackt 5 von 5 PunktenSehr nettes Buch, interessante Dinge zu lernen, netter Schreibstil, musste oft grinsen beim lesen. Hätte gerne mehr davon! |
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Warum Affen für die Liebe zahlen: Noch mehr Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur von Jörg ZittlauGebundene Ausgabe von Ullstein HcAngebote bei Amazon: ab EUR 1,99 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3550087446, Erscheinungsdatum: August 2008 |
4 Kundenrezensionen:Ein bischen an den Haaren herbeigezogen 2 von 5 PunktenHallo, wegen dem Vorgänger habe ich das Buch gelesen, für mich ist aber das Vorgängerbuch interessanter und hat mehr Kuriositäten zum staunen. Es geht um Pleiten im Tierreich. Die Argumentationsweisen, warum Tierarten die es länger als den Menschen gibt und ihn vielleicht überleben werden, Evolutionspleiten sind, sind schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Und viele Infos, wie das Hamster zum Kummerspeck neigen, finde ich weder sonderlich Interessant noch Lustig. Oder das Nashörner auch mal ausversehen Autos angreifen, hat man wohl schon in Tierfilmen etc. gesehen. Und das auch Tiere Sex gegen Geld äh Lebensmittel gewähren, hat man häufig genug auch im Fernsehen gesehen und ich würde das auch nicht als "Pleite" ansehen. Das Buch ist vielleicht ganz nett für jemanden, der sich keine Tierfilme anschaut und keine Biologiebücher liest, aber vieles liest man selbst dann schon im Spiegel. Kurzweilige Lektüre 5 von 5 PunktenWer hätte das gedacht: Es gibt noch sehr viel mehr zu erfahren über die Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur. Nachdem uns Jörg Zittlau in seinem jüngst erschienenen Werk so anschaulich und kenntnisreich erklärt hat, "Warum Robben kein Blau sehen und Elche ins Altersheim gehen", stellt er uns nun weitere verblüffende Unzulänglichkeiten der Evolution vor: So etwa Fische, die auf Bäume klettern, Zugvögel, die es im Winter nordwärts zieht oder Giraffen, die buchstäblich den Hals nicht voll genug bekommen. Alles in allem wieder eine kurzweilige und interessante Lektüre über Kuriositäten aus dem Reich der Tiere. Eine erfreuliche (viel zu sparsame)Zugabe: Lucias Obis originelle Illustrationen! Harmloser Evolutionsspaß? 2 von 5 PunktenDas Leitmotiv dieses Büchleins ist, die Zielgerichtetheit des biologischen Evolutionsprozesses in Frage zu stellen und die Evolution im Lichte der Fehlentwicklungen und Kuriositäten zu betrachten. Ist das ein ernstzunehmender Ansatz oder nur eine Bestselleridee in zweiter Folge? Klar, daß das Thema Pleiten, Pech und Pannen immer auf ein interessiertes Publikum trifft. Der Autor bietet einige Dutzend voraussetzungslose, unterhaltsam und humorvoll geschriebene Evolutionsgeschichten, viele davon drehen sich um die Thematik des Beinahe-Scheiterns. Er stellt mit den voneinander unabhängigen Geschichten keine besonderen Ansprüche an den Leser. Was aber darf der vom Autor erwarten? Erwirbt er brauchbare Kenntnisse zur biologischen Evolution? Falls der Leser mehr von Evolutionsbiologie versteht als die Zielgruppe, die Autor und Verlag mit dem Buch offenbar im Sinn hatten, kann man das bejahen. Die biologischen Fakten an sich, die Zittlau referiert, sind nämlich durchwegs interessant, nur sein fast bis zur Parodie verzerrter Evolutionsbegriff und die daran geknüpften Schlußfolgerungen sind problematisch. Hinter jedem Fall von Täuschung im Tierreich etwa wittert der Autor einen Verstoß gegen das Prinzip des "Überlebens des Stärkeren". An die Überlebensvorteile des Klügeren will er gar nicht denken. Das ist verständlich: Zittlau muß sich gewissermaßen aus dramaturgischen Gründen dummstellen und unterschlagen, daß es eine konvergente Evolution gab, nämlich die des Nervensystems und der Kognition. Gäbe er das zu, ließe sich seine Leitidee der Pleiten und Pannen weniger gut verkaufen. Der Leser, der genug evolutionsbiologisches Wissen besitzt, wird über die einseitige Darstellung hinwegsehen, an den Kuriositäten seinen Spaß haben und sich seinen eigenen Reim darauf machen. Der Einsteiger in die Thematik der Evolutionsbiologie, muß jedoch gewarnt werden. Zittlau ist ein Aufklärer, der gerne erst ein bißchen Verwirrung stiftet, bevor er loslegt. So schreibt er auf S. 25, daß das Bärtierchen selbst Temperaturen von minus 272 Grad überlebt, was aus evolutionärer Sicht kaum möglich sei, da diese Temperaturen in den letzten Millionen Jahren auf der Erde nie vorkamen. Er geht also von der geradezu aberwitzigen Prämisse aus, daß quasi jeder Zahlenwert in der Evolution einen Sinn haben muß, zeigt dann, daß das nicht sein kann und gelangt somit zur grandiosen Erkenntnis, daß nicht alles in der Evolution einen Sinn habe. Das ist toll. Die Rezensenten der Tagespresse (Die WELT, Hannoversche Allgemeine), die sich von dieser Schlußfolgerung und der Kombination aus "Humor" und "Kompetenz" tief beeindruckt zeigten, würde man gerne fragen, ob sie auch noch ein anderes Evolutionsbuch kennen. Zweifellos hat der Autor für das Kapitel über die Raben interessante Fakten zusammengetragen, aber ist es ein besonderes Zeichen von Kompetenz, wenn er allen Ernstes auf S. 105 suggeriert, daß das Verhalten der übermütigen Rabenmännchen evolutionär fragwürdig wäre? Die gängige und für jeden erfaßbare These ist doch, daß die Männchen mit ihrer Risikobereitschaft ihre überschüssige Kraft signalisieren. Mit seinem selbst auferlegten Zwang, überall eine evolutionäre Panne zu sehen, entläßt der Autor den unbedarften Leser zwar frohgestimmt, aber mit einer verdunkelten Vorstellung der Evolutionsprozesses. Noch besser als der Vorgänger 5 von 5 PunktenIch habe das erste Buch des Autors zu dem Thema ("Was macht der Elch im Altersheim") mit großer Freude gelesen, und weil man von anderen Filmen und Büchern her weiß, dass die Nachfolger nur selten dem Erst-Werk das Wasser reichen können, war ich zunächst skeptisch. Doch dieses Gefühl war schnell verflogen. Denn man merkt dem "Affen" an, dass der Autor sich noch tiefer in die Thematik eingearbeitet hat. All die Pleiten, Pannen und Fehlkonstruktionen der Tierwelt kommen nun noch authentischer und sympathischer rüber, und man hat den Eindruck, dass die Beispiele nur so aus Zittlau heraussprudeln. Auch sein Tier-Panorama hat sich erweitert. War früher bei den Ameisen Schluss, sind diesmal auch die winzigen Bärtierchen aus der so genannten "Sandlücken-Fauna" dabei. Und man liest von einer Antilope, die "Ducker" genannt wird - und sich auch genauso verhält. Möglich, dass dies für fortgeschrittene Biologie-Experten nichts Neues ist. Für den Biologie-interessierten Laien sind solche Geschichten aber echte Schmankerl mit hohem Info-Gehalt. |
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