|
| |
|
Anleitung zum Unglücklichsein von Paul WatzlawickGebundene Ausgabe von PiperAngebote bei Amazon: ab EUR 4,19 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492249388, Erscheinungsdatum: November 2009, Auflage: 15. |
Amazon.de-HörbuchrezensionNein, bei Sachbüchern geht es so nicht. Sprecher erzählender Werke dürfen durchaus einmal sinnwidrig betonen. Man verkraftet es, wenn aus "und er folgte(betont) ihr" ein "und er folgte ihr(betont)" wird. Bei einem argumentierenden Text dagegen muss das gemarterte Hörerhirn die ganze Zeit den verschobenen Sinn wieder gerade rücken, um am Ball zu bleiben. Mühsam, nicht vergnüglich. Da hier obendrein ein Schauspieler am Werk ist, dessen süddeutsch geprägtes Organ unserem Ohr sehr gekonnt zu suggerieren versteht, hier spräche die Weisheit selbst, findet man sich immer wieder eingelullt und schreckt dann nach einer Handvoll Sinnwidrigkeiten hoch: Wie denn, was nun, wer ist tot? Fazit: Ziemlich anstrengend, das Vergnügen am Thema bleibt etwas auf der Strecke. --Michael Winteroll Lesung, 2 CDs, Gesamtdauer 114 Minuten, Booklet 14 Seiten mit biografischen Angaben 5 Kundenrezensionen:Ein Meisterwerk 5 von 5 PunktenDieses Buch ist ein Meisterwerk, weil es Paul Watzlawick gelingt, die theoretischen Hintergründe der Palo-Alto-Schule, die sich mit den Störungen der menschlichen Kommunikation befasst, auf wunderbar lockere und unterhaltsame Weise zu transportieren - in kleinen Anekdoten, bei denen sich der Leser an die Nase fassen muss. Wie kommt es, dass es so schwer fällt, einen Menschen für eine Leistung zu kritisieren, ohne ihn dabei selbst anzugreifen? Wie kommt es, dass wir in Zeiten des Glücks mit der Lupe nach kleinem Unglück suchen? Wie kommt es, dass wir, während wir meinen, mit anderen zu reden, in Wirklichkeit an Ihnen vorbei reden? Auf all solche menschlichen und allzu menschlichen Fragen gibt diese kleine Büchlein große Antworten. Wer das Thema vertiefen will, sollte sich an die wissenschaftliche Version des Ganzen halten - ebenfalls sehr lesenswert, wenn auch etwas trocken formuliert: Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien. . Psychologie mit viel Humor 5 von 5 PunktenWer sich für das manchmal vollkommen unerklärliche Verhalten seiner Mitmenschen - und sein eigenes!- interessiert, und über die Mechanismen, die uns zu Unleidlichkeit, Mißtrauen und schlechter Laune bringen, etwas lernen möchte, liegt mit Paul Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein" genau richtig. In starken Bildern, mit viel Schalk und deshalb sehr eindringlich schildert Watzlawick, wie wir uns ganz "selffulfilling" ins Unglück stürzen, und überläßt dem Leser die einfachen Regeln selbst zu erkennen, wie sich diese Sackgassen vermeiden lassen. Psychologie lernen auf höchst unterhaltsame Weise! Dazu ist diese Ausgabe noch sehr hübsch anzuschauen und zu -fassen, sie passt in jede Handtasche und ist damit die geeignete Lektüre für unterwegs - jedenfalls, wenn es Ihnen nichts ausmacht, im Café angestarrt zu werden, weil Sie gerade in einem Anfall von Selbsterkenntnis laut loslachen mussten... Erfüllt nicht die Erwartungen 2 von 5 Punktenich hatte mir vorgestellt, dass das Thema etwas origineller und witziger angepackt wird. Man merkt doch, dass dieses Buch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Heute würde der Autor sicherlich mehr Witz in den Text packen. "Die Hölle, das sind die anderen." Satre 5 von 5 PunktenEin japanisches Sprichwort sagt: "It is better to travel hopefully, than to arrive." Der Autor zeigt dem Leser in dem witzig geschriebenem Buch, es gibt sehr viele Situationen im Leben wo man auf die oben genannte Weise hoffnungsfroh reist, ohne wirklich anzukommen. Er zeigt dem Leser z.B. dass man die Gründe eines augenblicklichen aktuellen Problems gerne mal in der Vergangenheit sucht, anhand der frühsten Kindheitserlebnisse, für den Autor eine wunderbare endlose Suche...ohne wirkliches Ergebnis. Der Autor warnt den Leser auch vor den zwei Tragödien die es im Leben gibt: "Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches, die andere ist seine Erfüllung." Selbsterfüllende Prophezeiungen haben für den Autor einen "Wirklichkeits"-schaffenden Effekt; wie auch das Festhalten an der Vergangenheit, da es dann für diesen Menschen keine Zeit gibt, sich mit der Gegenwart abzugeben. Oft braucht man auch einen Partner der die notwendige Rolle uns gegenüber spielt, dann erst werden wir "wirklich" und ein wundersames Beziehungsspiel beginnt. Der Autor zeigt ferner, wir haben es eben nicht gerne, wenn uns jemand an die Verlogenheit der eigenen Welt erinnert. Unsere Welt ist die wahre Welt, verrückt, verlogen, illusorisch, verschroben sind die Welten der anderen. Der Autor entlarvt mit seinen überspitzten Betrachtungen so die "Fäulnis der Welt" und zeigt dem Leser deutlich, wie man Unglücklichkeit oft in Eigenregie erschafft. Einblicke in typischen Verhaltensreflexe eines Menschen beim (Un-) Glücklichsein 4 von 5 PunktenEine kurzweilige Lektüre zum o.a. Thema, dass sich leicht nebenbei lesen lässt, jedoch nicht ganz ohne Fachbegriffe aus der Psychologie auskommt. In den beschriebenen Beispielen erkennt sich jeder wieder. |
|
|
Wie wirklich ist die Wirklichkeit?: Wahn, Täuschung, Verstehen von Paul WatzlawickTaschenbuch von PiperAngebote bei Amazon: ab EUR 3,69 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492243193, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 8 |
5 Kundenrezensionen:sehr zufrieden 5 von 5 Punktendas buch hat mir sehr gefallen und ich finde es ändert die ansichten des lesers, insofern dieser sich noch nicht den im buch aufgeführten dingen bewusst war, oder sich niemals darüber gedanken gemacht hat. durchwachsen: teils genial - teils überholt 3 von 5 PunktenWatzlawicks Buch fängt mit wirklich großartigen Erläuterungen zu den Themen Wahrnehmung, Meinung, Wahrheit etc. an. So wird auch einem wissenschaftlich einwandfreien und dennoch lesbaren Niveau dargestellt, wie es sich mit der so genannten Wirklichkeit verhält. Bis dahin bietet das Buch auch viele Anhaltspunkte zum Thema Kommunikation. Bis hin zur strategischen Kommunikation und zu einer äußerst interessanten Abhandlung zum Thema Drohung liest sich das Buch wunderbar. Dann folgen Abstecher in die Überlegungen von Geheimdiensten und ein großer Teil der zweiten Hälfte des Buches widmet sich sogar mit der Frage, wie und ob mit Außerirdischen zu kommunizieren sei. Dieses Gebiet, zumal es hier keine lebenden Beispiele gibt, eignet sich natürlich aus wissenschaftlicher Sicht gut für Überlegungen, wann und wie Kommunikation aufgebaut und durchgeführt werden kann. Doch liegt die Kommunikation mit Außerirdischen, ebenso wie die Frage von Geheimdienststrategien nicht so sehr im Fokus des Alltäglichen. Der gute Einstieg des Buches wird daher durch die zweite Hälfte zum Teil wieder zerstört oder doch stark verwässert. Hier wäre es gut, wenn man das Buch deutlich straffen und modernisieren würde. Ansonsten: ein Klassiker, den man kennen sollte. Was ist Wirklichkeit? - Wirklichkeit ist Konstruktion durch Kommunikation 4 von 5 PunktenDie Frage, was Wirklichkeit ist, werden die meisten Menschen mit Bezug auf die Erkenntnisse der Naturwissenschaften beantworten. Und tatsächlich, diese Erkenntnisse bilden eine Wirklichkeit - aber eben nur eine. Eine Wirklichkeit erster Ordnung, um genau zu sein. Sie zeigt uns, wie etwas beschaffen ist. Eine Wirklichkeit zweiter Ordnung hingegen, gibt den Dingen Bedeutung. Wie wir etwas bewerten und wie wir damit umgehen, all das hängt von unseren Lebenserfahrungen und unseren zur Verfügung stehenden Informationen ab. Paul Watzlawick zeigt anhand vieler anschaulicher und leicht verständlicher Forschungsbeispiele, wie Menschen zu ein und demselben Sachverhalt die unterschiedlichsten Wirklichkeitsauffassungen haben können. Mit ein Grund dafür ist die Mehrdeutigkeit von Sprache. Durch das tägliche Kommunizieren und den Austausch der vielfältigsten Informationen, die sich auf die unterschiedlichsten Weisen interpretieren lassen, schafft sich jeder Mensch seine Wirklichkeit. Es ist faszinierend zu sehen, wie anfällig und wirklich die Wirklichkeit wirklich ist - um es einmal sprachlich etwas pointiert zu formulieren. Watzlawick ist mit seinem Buch eine fabelhafte Einführung in den Radikalen Konstruktivismus gelungen. Wirklichkeit ist etwas äußerst subjektives. Wer diese Tatsache erkannt hat, wird dem Wort "Toleranz" eine völlig neue Bedeutung beimessen und damit nicht zuletzt einer neuen Wirklichkeit gegenüberstehen. Super Buch 5 von 5 PunktenEs war zwar ein Geschenk für meinen Freund, aber laut seinen Erzählungen ist das Buch echt toll. Er ist zufrieden damit :-) Denken macht Spass! 5 von 5 PunktenWer Spass hat am Spiel mit Sprache und an der Frage, was wir denken können, liegt bei Watzlawick nach wie vor richtig, auch wenn der Text schon etwas in die Jahre gekommen ist... |
|
|
Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien von Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don D. JacksonBroschiert von Huber, BernAngebote bei Amazon: ab EUR 15,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3456844638, Erscheinungsdatum: März 2007, Auflage: 11., unveränd. A. |
5 Kundenrezensionen:69er Ausgabe erwischt 5 von 5 PunktenHabe eine alte (deutsche) Erstausgabe erwischt und mich nun endlich heran getraut. Gleich vorweg: Keine einfache Kost - braucht man schon etwas Muße zum lesen (evtl. auch Ruhe ;). Ich musste mich langsam vortasten und bin so manches Mal gestolpert. Zeit hilft, um die Knoten aus dem Kopf zu kriegen. Das Schöne: es wird immer interessanter. Die Axiome lesen sich noch flüssig, bei den Paradoxien hab ich schon mal gegrübelt. In der zweiten Metaebene fühlt man sich halt doch etwas verloren ;) Wer Kommunikation aus der Watzlwischen Sicht erkennen möchte, kommt um diesen Klassiker nicht herum. Hilfreich im Arbeitsleben und zu Hause aber ohne schnelle Hilfsanleitungen. Mit dem Wissen aus diesem Buch kommt man auch schlauen Sprücheklopfern (ich sage nur: man kann nicht nicht kommunizieren) schneller auf die Schliche, weil oft die Substanz fehlt. Außerdem versteht man seine anderen Bücher doch bedeutend einfacher. FaziT: Hätte ich schon früher lesen sollen. Der Klassiker durchaus für Einsteiger geeignet 5 von 5 PunktenKommunikation trägt ihren Paradoxiengenerator ständig mit sich herum. Missverständnisse, Mitteilungsmängel, Verstehensmängel sind jedem Gespräch inhärent, und es gibt sogar Gespräche, die finden gar nicht statt :) Paul Watzlawick hat mit diesem - mittlerweile - Klassiker einen Grundstein zum Verständnis der Fallen und Wolfseisen der geräuschvollen Zwischenmenschlichkeit gelegt. Das Buch ist für ein Sachbuch locker genug geschrieben, um auch von Laien verstanden zu werden, und es enthält wichtige einfache Struktursegmente zum Aufdecken jener Aspekte, die Störungen und Paradoxien verursachen. Es ist heutzutage Mode, derartiges Lesewerk vor allem jenen zu empfehlen, die beruflich mit Kommunikation zu tun haben, doch ist mir das zu merkantil und zu abgedroschen. Die Merkantilisierung psychologischer Einsichten und Techniken führt stets nur in ihre Trivialisierung, wie man bei einigen "grauen Katzen" des NLP tagtäglich beobachten kann. "Menschliche Kommunikation" ist einfach für jeden geeignet, der sich selbst, den Anderen und das, was da zwischen den beiden passiert, besser verstehen und optimieren möchte. Das Berücksichtigen von Interpunktionsprozessen, Aspekten der Kommunikation, Pressionen, das Aufdecken der Relevanz von "Ego versteht" ist für jeden ein Gewinn. Die übliche Paranoia (Schuldzuweisung zwecks Selbsterleichterung) kann hiermit massiv reduziert werden, da der Kommunizierende zunächst auf sich selbst rückgeworfen wird, zur Analyse gezwungen ist und nicht mehr zwanghaft das Problem mit sich herumträgt, im Anderen "einen Idioten" sehen zu müssen ;) Lesenswert, empfehlenswert - schlicht und ergreifend richtig gut! Inhaltsreich, aber schwer zu lesen 3 von 5 PunktenWer die populären Bücher von Paul Watzlawick kennt, zum Beispiel die vorzügliche Anleitung zum Unglücklichsein, geht mit hohen Erwartungen an dieses Standardwerk der Kommunikation heran. Allerdings verrät schon der erste Satz, dass es hier nicht um die Unterhaltung des Lesers, sondern um das Vermitteln von Fakten geht: "Dieses Buch handelt von den pragmatischen (den verhaltensmäßigen) Wirkungen der menschlichen Kommunikation, unter besonderer Berücksichtigung von Verhaltensstörungen." Das Buch gliedert sich in acht Kapitel: 1. Die begrifflichen Grundlagen 2. Pragmatische Axiome - ein Definitionsversuch 3. Gestörte Kommunikation 4. Die Organisation menschlicher Interaktion 5. Kommunikationsstrukturen im Theaterstück "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" 6. Paradoxe Kommunikation 7. Die Paradoxien der Psychotherapie 8. Epilog: Existentialismus und menschliche Kommunikationstheorie: ein Ausblick. Gelungen finde ich an dem Buch den Aufbau, der einer stingenten Logik folgt und auch den unbewanderten Leser erst mit den Grundlagen der Kommunikations vertraut macht, dann mit den Feinheiten. Gelungen finde ich ebenfalls, dass der wissenschaftliche Schreibstil immer wieder durch konkrete Beispiele und Dialoge fassbar gemacht wird, vor allem im Kapitel "Wer hat Angst vor Virginia Woolf". Weniger gelungen finde ich, dass das Buch insgesamt schwer lesbar ist. Mir ist die Lektüre bei Zugfahrten nicht geglückt, erst in der Stille meines Arbeitszimmers. Etliche Passagen musste ich, obwohl mit den Grundlagen der Kommunikation vertraut, mehrfach lesen, was auch an einer Vielzahl von Fremdwörtern liegt. Den Leser erwartet ein gehaltvolles, aber auch anspruchsvolles Buch. Wer es leichter und praxisnäher liebt, der sei auf die vorzüglichen Kommunikationsbücher von Friedemann Schulz v. Thun verwiesen Miteinander reden, Bd. 1: Störungen und Klärungen.: Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation Einstieg in die Theorie der Kommunikation 5 von 5 PunktenFür mich als Laien eine recht interessante Kompilation von Theorien über die Kommunikation: u.a. die Doppelbindungstheorie, diverse Paradoxien, und die Theorie über Metakommunikation im Allgemeinen und viele Verweise direkt in die Mathematik (zirkuläre Systeme; Rückkopplungen - die im Gegensatz zum linearen Verständnisansatz benötigt werden, um tiefer und umfassender in die Materie einzudringen). Mit recht anschaulichen Beispielen, die den Text, dann zu guter letzt doch recht leicht zugänglich machen! Wer sich für Paradoxien in der Kommunikation und ihren praktischen Auswirkungen - auch in der Psychoanalyse - interessiert, sollte unbedingt zugreifen! Unbedingt weiterlesen auch wenn das erste Kapitel etwas zu wissenschaftlich, fast mathematisch anmutet! hilft, die menschliche Kommunikation besser zu verstehen 3 von 5 PunktenDie Autoren geben einen einführenden Überblick in den Sprachgebrauch und gehen auf verschiedene Sprachebenen ein. Dabei werden Wechselwirkungen und Störungen, insbesondere Verhaltensstörungen, in der Kommunikation berücksichtigt, um so aufzuzeigen, wie sich Missverständnisse bilden. Wie funktioniert Kommunikation und was passiert, wenn sie gestört wird, sind Fragen, die beantwortet werden sollen. Dargestellt wird ein Wechselspiel zwischen Kommunikationspartnern auf Kommunikations- und Verständnisebene, die aufgrund verschiedener Faktoren sehr weit auseinander liegen können. Ziel ist es, Denkmodelle zu formulieren und Sachverhalte zu veranschaulichen, um die Modelle zu untermauern. Dabei stehen diese bisher in keinem Bezug zu weiteren Wissenschaften, da die Untersuchung der Pragmatik der menschlichen Kommunikation (mit diesem Werk) gerade erst begonnen wird. Nur zur besseren Veranschaulichung werden andere Wissenschaften (z. B. die Mathematik) eingesetzt. Im ersten Kapitel werden begriffliche Grundlagen definiert, z. B. "Rückkopplung", "Redundanz", "Sprache". Als Schwerpunkt wird die Pragmatik, die Beeinflussung also, betont, wobei Kommunikation und Verhalten gleichgesetzt werden. Verdeutlicht wird, dass Sprache allein, bestehend aus Variablen, bedeutungslos ist und nur aufgrund einer Beziehung an Bedeutung gewinnt. Im zweiten Kapitel wagen die Autoren den Versuch, verschiedene Axiome zu definieren, wobei sie selbst keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Endgültigkeit erheben. Dabei werden diese für den Leser nachvollziehbar hergeleitet und begründet. Kurz gefasst, werden folgende Axiome formuliert: o Man kann nicht nicht kommunzieren, o Kommunikation besteht immer aus einem Inhalts- und Beziehungsaspekt, o die Natur einer Beziehung ist bedingt durch Interpunktion der Kommunikationsabläufe, o menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten, o zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär. Unter der Überschrift "Gestörte Kommunikation" werden im dritten Kapitel die aufgestellten Axiome unter Störungsbildern näher betrachtet. Anhand von Beispielen werden Störungen nachvollziehbar dargestellt und es wird deutlich gemacht, wie wichtig der Beziehungsaspekt der Kommunikationspartner und deren Vorerfahrungen/Lebenserfahrungen sind. Im theoretisch gefassten vierten Kapitel "Die Organisation menschlicher Interaktion" stellen die Autoren dar, dass Interaktion (in der Kommunikation) als System deklariert werden kann. Dieses System wird näher definiert und ihm werden Eigenschaften (z. B. offen, geschlossen) zugeordnet. Im folgenden fünften Kapitel werden die Kommunikationsstrukturen, wie sie in einem System existieren, des Theaterstücks "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" betrachtet, um sie nach der theoretischen Abhandlung im vorherigen Kapitel, praktisch darzustellen. Die "Paradoxe Kommunikation" wird im sechsten Kapitel behandelt, wobei die Autoren zwischen "wahren" ("ein Widerspruch, der sich durch folgerichtige Deduktion aus widerspruchsfreien Prämissen ergibt") und "falschen" (["]verborgener Denkfehler ["] absichtlich in das Argument eingebauter Trugschluss ["]) Paradoxien unterscheiden. Weiterhin geben sie drei Arten von Paradoxien an (Antinomien, semantische Antinomien, pragmatische Paradoxien. Eine weiterführende Auseinandersetzung mit Paradoxien erfolgt im siebten Kapitel, wobei die Betrachtung aus psychotherapeutischer Sicht erfolgt und die Autoren ihre Erfahrungen mit schizophrenen Patienten einfließen lassen. Dieses kommunikationswissenschaftliche Werk zeigt nach einer klaren und deutlichen Begriffsdefinition nachvollziehbar auf, welche Störungen der Sprache zu Störungen im zwischenmenschlichen Verhältnis führen können, woher Missverständnisse kommen und wie wichtig die Beziehungsebene in jeder Kommunikation ist und wie stark sie mitschwingt. Die Kapitel bauen aufeinander auf, sodass sich der Leser, auch ohne Vorwissen, leicht einlesen und die Sachverhalte gut nachvollziehen kann. Die teilweise schwer verständliche Theorie wird durch die gewählten Beispiele näher erklärt und verdeutlicht. Dieses Werk hilft, die menschliche Kommunikation besser zu verstehen und ist daher nicht nur für Wissenschaftlicher eine gute Lektüre. |
|
|
Anleitung zum Unglücklichsein / Vom Schlechten des Guten von Paul WatzlawickTaschenbuch von PiperAngebote bei Amazon: ab EUR 3,96 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492244416, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 13 |
Amazon.de-HörbuchrezensionNein, bei Sachbüchern geht es so nicht. Sprecher erzählender Werke dürfen durchaus einmal sinnwidrig betonen. Man verkraftet es, wenn aus "und er folgte(betont) ihr" ein "und er folgte ihr(betont)" wird. Bei einem argumentierenden Text dagegen muss das gemarterte Hörerhirn die ganze Zeit den verschobenen Sinn wieder gerade rücken, um am Ball zu bleiben. Mühsam, nicht vergnüglich. Da hier obendrein ein Schauspieler am Werk ist, dessen süddeutsch geprägtes Organ unserem Ohr sehr gekonnt zu suggerieren versteht, hier spräche die Weisheit selbst, findet man sich immer wieder eingelullt und schreckt dann nach einer Handvoll Sinnwidrigkeiten hoch: Wie denn, was nun, wer ist tot? Fazit: Ziemlich anstrengend, das Vergnügen am Thema bleibt etwas auf der Strecke. --Michael Winteroll Lesung, 2 CDs, Gesamtdauer 114 Minuten, Booklet 14 Seiten mit biografischen Angaben 5 Kundenrezensionen:Ein Meisterwerk 5 von 5 PunktenDieses Buch ist ein Meisterwerk, weil es Paul Watzlawick gelingt, die theoretischen Hintergründe der Palo-Alto-Schule, die sich mit den Störungen der menschlichen Kommunikation befasst, auf wunderbar lockere und unterhaltsame Weise zu transportieren - in kleinen Anekdoten, bei denen sich der Leser an die Nase fassen muss. Wie kommt es, dass es so schwer fällt, einen Menschen für eine Leistung zu kritisieren, ohne ihn dabei selbst anzugreifen? Wie kommt es, dass wir in Zeiten des Glücks mit der Lupe nach kleinem Unglück suchen? Wie kommt es, dass wir, während wir meinen, mit anderen zu reden, in Wirklichkeit an Ihnen vorbei reden? Auf all solche menschlichen und allzu menschlichen Fragen gibt diese kleine Büchlein große Antworten. Wer das Thema vertiefen will, sollte sich an die wissenschaftliche Version des Ganzen halten - ebenfalls sehr lesenswert, wenn auch etwas trocken formuliert: Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien. . Psychologie mit viel Humor 5 von 5 PunktenWer sich für das manchmal vollkommen unerklärliche Verhalten seiner Mitmenschen - und sein eigenes!- interessiert, und über die Mechanismen, die uns zu Unleidlichkeit, Mißtrauen und schlechter Laune bringen, etwas lernen möchte, liegt mit Paul Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein" genau richtig. In starken Bildern, mit viel Schalk und deshalb sehr eindringlich schildert Watzlawick, wie wir uns ganz "selffulfilling" ins Unglück stürzen, und überläßt dem Leser die einfachen Regeln selbst zu erkennen, wie sich diese Sackgassen vermeiden lassen. Psychologie lernen auf höchst unterhaltsame Weise! Dazu ist diese Ausgabe noch sehr hübsch anzuschauen und zu -fassen, sie passt in jede Handtasche und ist damit die geeignete Lektüre für unterwegs - jedenfalls, wenn es Ihnen nichts ausmacht, im Café angestarrt zu werden, weil Sie gerade in einem Anfall von Selbsterkenntnis laut loslachen mussten... Erfüllt nicht die Erwartungen 2 von 5 Punktenich hatte mir vorgestellt, dass das Thema etwas origineller und witziger angepackt wird. Man merkt doch, dass dieses Buch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Heute würde der Autor sicherlich mehr Witz in den Text packen. "Die Hölle, das sind die anderen." Satre 5 von 5 PunktenEin japanisches Sprichwort sagt: "It is better to travel hopefully, than to arrive." Der Autor zeigt dem Leser in dem witzig geschriebenem Buch, es gibt sehr viele Situationen im Leben wo man auf die oben genannte Weise hoffnungsfroh reist, ohne wirklich anzukommen. Er zeigt dem Leser z.B. dass man die Gründe eines augenblicklichen aktuellen Problems gerne mal in der Vergangenheit sucht, anhand der frühsten Kindheitserlebnisse, für den Autor eine wunderbare endlose Suche...ohne wirkliches Ergebnis. Der Autor warnt den Leser auch vor den zwei Tragödien die es im Leben gibt: "Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches, die andere ist seine Erfüllung." Selbsterfüllende Prophezeiungen haben für den Autor einen "Wirklichkeits"-schaffenden Effekt; wie auch das Festhalten an der Vergangenheit, da es dann für diesen Menschen keine Zeit gibt, sich mit der Gegenwart abzugeben. Oft braucht man auch einen Partner der die notwendige Rolle uns gegenüber spielt, dann erst werden wir "wirklich" und ein wundersames Beziehungsspiel beginnt. Der Autor zeigt ferner, wir haben es eben nicht gerne, wenn uns jemand an die Verlogenheit der eigenen Welt erinnert. Unsere Welt ist die wahre Welt, verrückt, verlogen, illusorisch, verschroben sind die Welten der anderen. Der Autor entlarvt mit seinen überspitzten Betrachtungen so die "Fäulnis der Welt" und zeigt dem Leser deutlich, wie man Unglücklichkeit oft in Eigenregie erschafft. Einblicke in typischen Verhaltensreflexe eines Menschen beim (Un-) Glücklichsein 4 von 5 PunktenEine kurzweilige Lektüre zum o.a. Thema, dass sich leicht nebenbei lesen lässt, jedoch nicht ganz ohne Fachbegriffe aus der Psychologie auskommt. In den beschriebenen Beispielen erkennt sich jeder wieder. |
|
|
Die erfundene Wirklichkeit: Wie wissen wir, was wir zu wissen glauben? von Paul WatzlawickBroschiert von PiperAngebote bei Amazon: ab EUR 7,00 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492247423, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 5 |
5 Kundenrezensionen:Spannend, erhellend, anregend 5 von 5 PunktenPaul Watzlawick führt hier unterschiedliche Autoren zusammen, deren Kernthema die Auseinandersetzung mit der "neuen Sicht der Wirklichkeit" ist, wie sie der Konstruktivismus für sich beansprucht. Heinz von Förster, Rupert Riedel, Ernst von Glasersfeld, Francisco Varela u.a.m. liefern die Grundlage dafür, nach dem Verlust der Dogmen wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Wir konstruieren zwar unsere Welt selbst, umfangreicher als je bewusst - die Möglichkeit, Wahrheit zu finden rückt damit weiter weg als je zuvor - aber die Grundlage auf der wir diese Konstruktionen betreiben wird zunehmend durchschaubar und somit neue Basis für die Wissenschaft vom Erkennen des Erkennens. Watzlawick selbst ist dabei pointiert verbindender Moderator. Glänzend, solange er unpolitisch bleibt. Eine Fülle von Beispielen zu Kreisprozessen, von der selbsterfüllenden Prophezeiung bis zu alltäglichen Rückkopplungsprozessen, unterstreicht die Sichtweise des Konstruktivismus mit der Verstärkung des Fokus auf Zusammenhänge anstelle der einseitigen Wertschätzung der Systemelemente. Eine Sichtweise übrigens, die wie von keinem anderen so wirksam vertreten wurde, wie vom Protagonisten des Vernetzten Denkens, Prof. Frederic Vester. Diesem gelang die Entwicklung eines Verfahrens, was es erlaubt, systembezogen die von Rupert Riedel dargestellte (und bedauerte) Spaltung des Weltbildes zu reduzieren. Also: Als begleitende Literatur zu empfehlen sind die umfangreichen Schriften von Prof. Vester. Insgesamt: Sehr empfehlenswert. Detlef Mamrot ziemlich lasch 1 von 5 Punktenwer einen "typischen watzlawick" erwartet (gut lesbar und klare beispiele) wird wohl eher entäuscht sein. Mir sind die Haare zu Berge gestanden, wie die einzelnen Autoren zum Teil mit uralten Kamellen auftauchen, die lang ad-acta gelegt sind ("lügende Kreter"). auch das überschaubare technische verständnis (Rückbezüglichkeit und Regelkreise) war eher demotivierend. Insgesamt für eine interessante Idee leider nur eine lasche Argumentation. facettenreiche Aufsätze -- der rote Faden fehlt leider 4 von 5 Punkten° ´Die erfundene Wirklichkeit´ ist eine Aufsatzsammlung mit Beiträgen verschiedener Autoren zum Konstruktivismus. Watzlawick hat zwar auch zwei Geschichten geschrieben, doch fungiert er in erster Linie als Herausgeber und somit kann man dieses Buch nur schlecht mit ´seinen´ Büchern vergleichen und ihm auch nur bedingt den zwangsläufig fehlenden ´roten Faden´ ankreiden. Thema ist weder das was wir wissen, noch das wie wir wissen, sondern vielmehr die Überzeugungen bezüglich dessen, dass es sich beim Erkannten um einen Teil der Wirklichkeit handelt und sich diejenigen Entdecker oder Forscher insofern irren, als sie ´glauben´ es wäre die Wirklichkeit. Kurz, der blinde Fleck unbewusster Vorannahmen in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft wird ein wenig erhellt. Ein wenig deshalb, weil sicher nicht alle der Aufsätze gleich tief und umfassend sind. Stellenweise scheint manches schon wie selbstbeweihräucherndes Geplänkel und das ein oder andere Spielchen mit Logik und Paradoxien gaukelt gelegentlich mehr vor als es ist. Insofern kann ich manche bisherige Kritik nachvollziehen, da sind wohl die einzelnen Autoren stringenter in ihren eigenen Büchern. Dennoch 4 Sterne für einen facettenreichen Einblick in konstruktivistische Perspektiven, wenn auch manches aus anderen Büchern (von Watzlawick & Co.) schon bekannt ist. Die Autoren im Überblick: Ernst von Glaserfeld, Heinz von Foerster, Rupert Riedl, Paul Watzlawick, David L. Rosenhan, Rolf Breuer, Jon Elster, Gabriel Stolzenberg, Francisco Varela, ~ Wichtiges Werk zur Wirklichkeit 5 von 5 PunktenDieses Buch ist sicher ein interessantes und wichtiges Werk, wenn man sich mit den Problemen der Wahrnehmung, Regelfindung und Konstruktion der Wirklichkeit auseinander setzen will. Es stellt m.E. eine gute Ergänzung zu Watzlawick's "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" dar. Die Kritikpunkte der anderen Rezensenten sind dabei durchaus gerechtfertigt, da der rote Faden (bisweilen) verloren geht und das Buch sicher nicht im Stile anderer Watzlawick Bücher geschrieben ist. Die Qualität der einzelnen Autoren auf dem jeweiligen Gebiet, z.B. von Galsersfeld (im Konstruktivismus) oder von von Foerster (Kybernetik) gilt als unbestritten. Die verbindenden Elemente in dem Buch, schaffen es aber nicht immer auch eine Verbindung herzustellen. Man muss aber festhalten, dass die Zusammenstellung der Autoren eine außergewöhnliche Gruppe in einem Buch vereinen. Man muss vielleicht recht häufig zwischen den Zeilen lesen und auch das ein oder andere Werk aus den Literaturlisten zu Rate ziehen. Das täuscht aber nicht über die Leistung des Gesamten hinweg. Ob es zu einer Übersummation im klassischen Sinne reicht, möchte ich nicht entscheiden, aber ich finde fünf Sterne verdient, vergleicht man die Summe "seichter" Bücher hier. Bezogen auf den Preis kann man diesen Betrag eigentlich nur investieren, denn er wird vielleicht mit einer wertvollen Erkenntnis belohnt! Flickwerk 2 von 5 PunktenDas Buch ist nur eine Aneinanderreihung verschiedener Texte anderer Autoren. Die Texte sind von mittlerer bis schwacher Qualität. Man merkt, dass die sowohl Natur- als auch Geisteswissenschaftler das Thema kaum richtig erfassen und daher in ihren Darstellungen krampfhaft mit Worten darum kämpfen, in den Kern des Themas einzudringen. Dies gelingt den wenigsten. Meist sind es platte triviale Spielereien mit Logik oder ein an Selbstverliebtheit nicht zu übertreffender Schwall. Dem Herausgeber gelingt es nicht, die verschiedenen halbfertigen Denkansätze der zahlreichen Autoren durch die wenigen eigenen Beiträte zu retten oder zu ein Ganzes zusammen zufügen. Das Thema ist offensichtlich noch nicht zu Ende gedacht. Kein typischer "Watzlawick". Leider nur Standard-Fachliteratur ohne besonderer Erkenntniskraft. |
|
|
Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels von Paul Watzlawick, John H. Weakland, Richard FischBroschiert von Huber, BernAngebote bei Amazon: ab EUR 15,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 345684669X, Erscheinungsdatum: Dezember 2008, Auflage: 7., unveränd. Aufl. 2009 |
5 Kundenrezensionen:Es gibt nur ein sicheres Wissen für den Menschen : "Nichts ist so beständig wie der Wandel" 5 von 5 PunktenWer bereits Watzlawick Anleitung zum Unglücklichsein gelesen hat findet hier einige Gedanken wieder, diese werden nun etwas ausführlicher und auch aus einem etwas anderen Blickwinkel erklärt. Auf verschiedenen Ebenen und sehr systemisch betrachtet er in diesem Buch den Wandel und die Kommunikation der Menschen. Er greift sich typische Situationen in der Partnerschaft, in der Familie und in der Gesellschaft heraus und zeigt so, z.B. an einem plastischen Beispiel (der Leser soll neun Punkte mit vier Linien in einem Zug verbinden), dass man in gewissen Situationen eine logische Lösung nicht finden kann. Denn wenn man anfängt sich mit dem eigentlichen Lösungsansatz zu beschäftigen, hat man sich damit bereits in eine unlösbare Falle begeben. Watzlawick erläutert dem Leser wie wichtig dann ein anderer Blickwinkel ist. Er zeigt dem Leser wie man erkennt welches Verhalten einer wirklichen Änderung bedarf und wie man dann auch zu einer Lösung und damit zu einer Wandlung kommen kann. Die Theorie "Den Kopf einfach in den Sand zu stecken" (bzw. keinerlei Veränderung im eigenen Leben zuzulassen), wird von ihm analysiert und ihre Gefahr und Wirkungslosigkeit gezeigt. Aber auch die entgegengesetzte Position "Das Unmögliche für möglich und durchsetzbar zu halten" wird beleuchtet in seiner oft auch verhängnisvollen Auswirkungen auf den Menschen und sein Umfeld. Diese verschiedenen Utopie-Syndrome versperren dem Menschen, der sich so verhält, oft eine freie Entwicklung und führen teilweise dadurch auch zu krankhaften Zuständen oder auch starken Frustration. Watzlawick greift bei seinen Betrachtungen und Lösungsvorschlägen sowohl auf die Gedanken der antiken und modernen Philosophen und auf die östliche Philosophie zurück, um dem Menschen den Weg aus dem Glas zu zeigen. Teilweise sind seine Gedanken etwas zu abstrakt aber möglicherweise kann man den Unsinn der täglichen Handlungstränge und Verhaltensmuster so besser aufdecken. Einige schöne Zitate aus dem Buch: "Kühner, als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln." Alexander von Humboldt "Erst wirbeln wir den Staub auf und behaupten dann, daß wir nichts sehen können." Berkeley "Wir streben nach dem Unerreichbaren und verhindern so die Verwirklichung des Möglichen." Robert Ardrey Und zum Schluß noch die schönste Paradoxie: "Alle Kreter sind Lügner." Epimenides aus Kreta Guter Überblick 5 von 5 PunktenDas Buch zeigt einen guten Überblick über das Denken der Gruppe von Palo Alto und Paul Watzlawick, der von dieser Institution doch wesentlich geprägt wurde. Spätere Aufsätze und Arbeiten von Paul Watzlawick führen immer wieder einzelne Aspekte aus, geben aber nie wieder einen solchen Überblick. Auch ein späterer Versuch einiger Mitglieder der Gruppe, die hier dargestellten Methoden genauer darzustellen, ist in meinen Augen fehlgeschlagen("Strategien der Veränderung") Zugegebenermassen haben mich viele Stellen stark verwirrt. So werden etwa zu Anfang einige Aspekte von Gruppentheorie und Typenlehre als Gleichnis für menschliches Verhalten genommen. Innerhalb des Buchs wird immer wieder auf die Regeln dieser mathematischen Klassen zurück gegriffen, um Sachverhalte zu erklären. Ich konnte dennoch viel dadurch mitnehmen, dass ich nicht versuchte, alles bis ins letzte Detail nach zu vollziehen und zu verstehen. Bei dem Buch handelt es sich übrigens um den Nachfolger des Buchs "Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien". Aus kennen die meisten, die in die psychologische Richtung oder verwandte Gebiete lernen, zumindest die 5 Axiome der Kommunikation. Lösungen - warum manche funktionieren und andere nicht 4 von 5 PunktenJeder muss beruflich oder privat Lösungen zur Veränderung einer Situation herbeiführen, sei es als Projektmanager oder als "Helfer" für einen guten Freund. Was bedeutet aber eigentlich Wandel und Veränderung? Gibt es DEN Wandel? Welche Mechanismen werden von Menschen zur Problemlösung angewendet, gibt es ein Standardvorgehen? Und warum führen manche Lösungsversuche scheinbar erst wirkliche Probleme herbei statt sie zu lösen? Das sind Fragen, denen die Palo Alto Forschungsgruppe um Paul Watzlawick nachgegangen ist. Aus theoretischen Grundlagen und klinischer Praxis haben sie mit Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels ein Werk erstellt, das Einblick in grundlegende Mechanismen von Problemlösung und Veränderung gibt. Vor allem wird erklärt, warum manche Lösungen zielsicher in einen Teufelskreis führen, während andere scheinbar "verrückte" und "unlogische" Vorgehensweisen das zugrunde liegende Problem auf magische Weise verschwinden lassen. Die Analyse und Unterscheidung der Arten des Wandels und besonders die Bedeutung und Herbeiführung des sog. "Wandels 2. Ordnung" sind Kernthemen des Buches. Das Buch möchte trotz des etwas unsanften Starts mit der Gruppentheorie (der zwar interessante Parallelen zum mathematischen Konstrukt aufzeigt, zum Verständnis aber nicht unbedingt notwendig ist) kein trockenes Lehrbuch sein. Im Gegensatz zur verbreiteten "Ratgeberliteratur" sind die Autoren weltweit anerkannte Wissenschaftler und erreichen trotzdem eine flüssige Lesbarkeit auch für den Laien über lockere Geschichten, Anmerkungen und einen größtenteils bodenständigen Schreibstil. Unglücklicherweise leidet die Übersichtlichkeit etwas - man verliert ab und zu den Faden und fragt sich, in welchem Zusammenhang die aktuellen Aussagen eigentlich stehen sollen, manche Dinge werden wiederholt etc. Obwohl das Buch einfacher zu verstehen ist als das ebenfalls populäre Werk Menschliche Kommunikation, empfiehlt sich für echtes Verständnis ein zweimaliges Lesen - eben keine Standard-Ratgeberliteratur, dafür aber auch einen Stern weniger trotz der hervorragenden Inhalte. Menschliche Beziehungen und ihre Probleme - Lösungen und Unlösbarkeiten 5 von 5 Punkten"Kühner, als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln." (Alexander von Humboldt, 1769-1859) Wenn ein Buch in der 7. UNVERÄNDERTEN Auflage erscheint, hat es etwas zu sagen. Paul Watzlawick, der Meister der Kommunikation, sagt damit etwas über den Wandel aus, zumindest indirekt. Die Entstehung und die Lösung menschlicher Probleme zeigt sich daher eher im Zusammenspiel von Menschen als in der Ausprägung einzelner. Wie das Ganze mehr ist, als die Summe der Teile, ist auch die Eigenschaftsmenge zwischen Beziehungspartnern mehr und andersartiger, als die Summe der Eigenschaften jedes einzelnen. Im Grunde verweist Watzlawick auf die Pathologien ZWISCHEN Menschen, die genau dort entstehen und nicht mehr in den individuellen Seelen allein. Wenn man sich mit den Eigenschaften des Einzelnen befasst und diese aus einer pathologischen Ecke in eine gesunde hinüberführen möchte, wird man feststellen, dass die Absicht zum Guten als Lösung das eigentliche Problem darstellt. Daher ist die Beziehung zu sich aus der Sicht auf das Individuale herauszuholen und in die systemische Betrachtung zu überführen. Wenn Psychotherapie die Erhellung des Unveränderlichen aus der Vergangenheit in den Fokus stellt, ist sie vielleicht in der Bewältigung der Gegenwart zur Gestaltung einer guten Zukunft zu langwierig. Wichtig im systemischen Ansatz ist, zu wissen, dass Verhalten einer Änderung bedarf, um zu einer Lösung zu kommen. Die Frage, ob diese Veränderungen nur vorübergehenden oder aber dauerhaften Charakter haben können, ist auch eine Frage, ob Veränderungen einen nachhaltigen Wandel erzeugen. Vielleicht liegt hierin das Verständnis für die Bedeutung menschlichen Verhaltens. Wenn wir das deutsche Sprichwort: "Nichts ist so beständig wie der Wandel" mit dem französischen vergleichen: "Plus ca change, plus c'est la meme chose", sehen wir die Differenz der Kulturen. Die Franzosen werden es nicht nur als Bonmot erleben, sondern die Beziehung zwischen Bestand und Wandel als merkwürdig und paradox ansehen. Was bewirkt die Veränderung, wenn sie den Bestand festigt? Diese Frage ist tautologisch. Und doch wird man feststellen, dass es die Utopien sind, die den Bestand halten, weil das Unerreichbare angestrebt wird, um das Mögliche aus dem Blick zu werfen. Vielleicht hilft es der Beziehung zwischen Menschen, nicht mehr das Unmögliche für möglich zu halten. Nicht den Wert, der auf Kompromissen beruht, aus selbigen Grund als Unwert zu sehen. Thomas Morus Utopia war der Auslöser einer mannigfaltigen Ideenvielfalt über die Art und Weise menschlichen Zusammenlebens. Die gesellschaftlichen Auswirkungen moderner Utopien sind demnach die ihnen eigenen Pathologien. Die Folgen von Utopien verschärfen im Grunde den Zustand, der gelöst werden soll. Verschärft wird jedoch auch das menschliche Verhalten, wenn jemand von sich annimmt, eine "endgültige und allumfassende Lösung zu haben". Ist jemand entsprechend dieser Annahme in Selbstsicherheit verfallen, wird er diese seine Ansicht durchsetzen wollen. Denn wollte er es nicht, verleugnete er sein Selbst. Dieses Utopie-Syndrom, wie Watzlawick es nennt, ist der Herd von Konflikten im Menschen selbst, und zwar in der verschärften Form. Denn eine utopische Willensbekundung führt zum Misslingen und in Folge zum Selbstvorwurf der Unzulänglichkeit. Ein Leben in vorgestellter Tiefe und Weite verkommt in der utopischen Unerreichbarkeit zur Banalität und Langeweile, letztendlich im Ergebnis zur Entfremdung. Nun könnte man Stevensons Motto folgen (It is better to travel hopefully, than to arrive), um mit einem gewissen Charme all sein Tun zu genießen, ohne auf das Ziel zu achten. Mit der Annahme, eine lange Reise braucht eine lange Vorbereitung, verfängt man sich in diesen Wirren und verpasst den Beginn. So bleibt es immer bei dem Wilde oder Shaw zugeschrieben Aphorismus: "Im Leben gibt es zwei Tragödien. Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches. Die andere ist seine Erfüllung." Sicher ist, dass Oscar Wilde die letztere für die wahre Tragödie hielt. Hauptanliegen von Watzlawick ist es, Entstehung und Lösung von Problemen nicht nur klinisch zu betrachten, sondern auf menschliche Interaktionen auszuweiten. Diese sind im gesellschaftlichen Kontext zu betrachten und in ihrer Komplexität zu bewerten. Aber es wäre nicht Watzlawick, wenn nicht am Ende die Vermutung gilt, dass die Wirklichkeit auch anders sein kann. Ein spannendes, lehrreiches Buch zur Verbesserung der Kommunikation durch Erkenntnis, dass auch eine gedachte Lösung ein Problem verschärft, wenn nicht der systemische Ansatz gewählt wird. Interessant ist, das eine unveränderte 7. Auflage immer noch für die Veränderung in Theorie und Praxis steht. So kann man festhalten, dass "die Menschheit einem Mann gleicht, den ein unheimlicher Wande[r]ltrieb vorwärts führt, für den es keine Rückkehr gibt und kein Erreichen" (Robert Musil). Tolles Buch zu zwischenmenschlichen Problemen 5 von 5 PunktenWatzlawick spricht hier vor allem anhand vieler Beispiele immer von Problemen/Schwierigkeiten 1ter Ordnung und 2ter Ordnung. Probleme 1ter Ordnung ( "mir ist kalt" ) kann man meist nach dem "mehr von bisherigen" Prinzip lösen ( "einheizen" ). Probleme 2te Ordnung brauchen aber meist eine auf dem ersten Blick irrationale Lösung ( "mein Eltern behandeln mich immer noch wie ein kleines Kind" - hier hilft es nicht sich "erwachsen" zu zeigen, sondern die (Vor) urteile der Eltern nur noch mehr zu bekräftigen -> erst dadurch kann aus dem üblichen Schema ausgebrochen werden und eine Lösung herbeigeführt werden ... ) |
|
|
Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gern Knoblauch essen: Über das Glück und die Konstruktion der Wirklichkeit von Paul WatzlawickBroschiert von PiperAngebote bei Amazon: ab EUR 3,00 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492251137, Erscheinungsdatum: Mai 2010, Auflage: 6 |
5 Kundenrezensionen:Watzlawick ganz klassisch 4 von 5 PunktenWer "Anleitung zum Unglücklichsein" schon gelesen hat, muss dieses Buch nicht unbedingt lesen. "Anleitung..." steht noch einmal fast 1:1 in diesem Buch. Allerdings bietet dieses noch weitere Kapitel, die sich interessant und auch amüsant lesen lassen. Enttäuschend 1 von 5 PunktenLeider habe ich mich durch den Aufkleber "Anleitung zum Glücklichsein" täuschen lassen, der doch ein Buch bzw. eine CD erwarten läßt, die etwas mehr bietet als eine Aneinanderreihung von "Kommunikationsproblemen", welche auch noch aus anderen Quellen zitiert werden. Am liebsten zitiert der Auto jedoch aus seinem eigenen Werk "Anleitung zum Unglücklichsein", so dass einem die ein oder andere Stelle bekannt vorkommt. Wer ein Buch oder eine CD zu Thema "Beziehung/Paarbeziehung" erwartet, wird enttäuscht sein. eine herbe Enttäuschung 1 von 5 PunktenDas Buch ist absolut verzichtbar. Ausschnitte aus anderen Büchern werden unmotiviert zusammengestellt. Auf Literaturangaben wird verzichtet, um zu verschleiern, dass es sich um kein eigenständiges Werk handelt. Zuerst habe ich noch erwartet, wenigstens diese Kurzfassungen lesen zu können, aber schon bei der ersten ergriff mich Groll, weil in dem Ausschnitt wichtige Passagen zum Verständnis fehlten. Also wenn man ein Paul Watzlawik Einsteigerbuch für Freunde sucht - Hände weg von diesem! Wenn man ein neues Buch von Paul Watzlawik sucht, erst recht. Das Beste ist da Cover 1 von 5 PunktenEs war für mich einfach ein Fehlkauf ... da ich bereits Bücher von Paul Watzlawick gelesen habe, war ich sehr enttäuscht, denn in diesem Buch sind Kapitel aus den "richtigen" Büchern des Autors lediglich zusammenhanglos gedruckt. Mir wäre es peinlich, so schlecht zu recherchieren, dass - nur als ein Beispiel - im vorletzten Kapitel von "ein paar einleitenden Sätzen zu diesem Thema" die Rede ist. Ein typisches COPY-PASTE Produkt. Eine Verhöhnung Watzlawicks Werk. Lest die richtigen Bücher von Ihm ... Das beste Watzlawick-Buch im Preis-Leistungs-Verhältnis. Lohnt sich aber nur, wenn man keine weiteren Bücher von ihm liest... 5 von 5 PunktenZu der gebundenen Ausgabe von Watzlawicks "Best of"-Buch "Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gern Knoblauch essen" bestehen bisher schon 6 Kundenrezensionen. Warum diese nicht auch automatisch zu dieser Ausgabe des Buchs kamen, ist mir nicht bekannt(Normalerweise ist es bei amazon.de so, dass die gleichen Rezensionen zu Taschenbuch- und gebundener Ausgabe erscheinen, sofern die Inhalt der Bücher identisch ist). -> Watzlawicks Denken Ich habe alle Bücher von Paul Watzlawick gelesen. Sowohl die für Laien(im Piper-Verlag) erschienen Bücher, als auch die Bücher für die Fachwelt(Im Verlag Hans Huber und dem Carl-Auer-Verlag erschienen). Watzlawicks Denken basiert(in allen seinen Büchern) auf den drei Themen, mit denen er sich ein Leben lang beschäftigt hat: "Problemorientierte Kurztherapie"(Handelt davon, wie Probleme durch bisherige Lösungsversuche sowie den Beziehungen zu sich selbst, anderen und der Welt aufrecht erhalten werden; sowie überraschend einfach gelöst werden können) "Konstruktivismus"(Beschäftigt sich damit, wie Wirklichkeit "konstruiert" wird und was sich daraus ergibt. Eine allgemeine Definition des(philosophischen) Konstruktivismus gab es nie und wird es nie geben, da jeder seiner(kleineren und größeren) Vertreter ihn anders auslegt) "Kommunikation"(Paul Watzlawick war Mitglied der sogenannten des Mental Research Institute(MRI) in Palo Alto(Auch als Palo-Alto-Gruppe bekannt). Paul Watzlawick hatte sich mit deren Mitgliedern der Erforschung der Kommunikation gewidmet) -> Watzlawicks Sprache Der(Anfang 2007 verstorbene) Denker Paul Watzlawick vermittelt sein Wissen sowohl in den für Laien als auch für Fachleute erschienen Büchern vor allem durch Humor, Geschichten und Zitaten. Für manche mag dieser Stil sehr schwer zu lesen sein. Vor allem für diejenigen, die "klare" und unmissverständliche Grundsätze und Handlungsrezepte haben möchten. -> Zusammenstellung dieses Buchs In dieses Buch wurden ausnahmslos Artikel und Kapitel aufgenommen, die man in den Büchern von Watzlawick finden kann, die im Piper-Verlag erschienen. Einer meiner Vorrezensenten und(übrigens) der erste Rezensent, der überhaupt eine Rezension zu dem Buch schrieb, bemängelte diese Beschränkung auf im Piper-Verlag erschienene Texte. Ich hätte es eher unpassend gefunden, wenn Kapitel aus den im Verlag Hans Huber erschienen Bücher("Menschliche Kommunikation", "Lösungen", "Interaktion" und "Irrwege, Umwege und Auswege") Einlass in das Buch gefunden hätten. Die im Verlag Hans Huber erschienen Bücher sind für Fachleute gedacht und Laien hätten mit ihnen nicht viel anfangen können. Ausserdem wäre es in diesm Fall schon nötig gewesen, die Artikel etwas abzuändern, aufeinander ab zu stimmen und verbindende Kommentare zu schreiben. Denn sonst wäre dabei ein einziger großer und nichtssagender Mischmasch heraus gekommen. -> Fazit Ich bin der Meinung, dass sich nicht alle Menschen so ausführlich mit Paul Watzlawick beschäftigen müssen, wie ich es getan habe. Das gilt vor allem für seine "einfachen" Bücher. Menschen, die bereits eines dieser haben und mehr von ihm lesen wollen, sollten sich einfach auch die anderen "einfachen" Bücher von ihm(statt diesem "Best of") nehmen. Denn so einen großen Unterschied macht das preislich auch nicht. Ausserdem bieten die einzelnen Bücher einen besseren durchgehenden Faden als das vorliegende Buch, weil sie sich immer(mehr oder weniger) mit einem Thema beschäftigen, welches das gesamte Buch durchzieht. Das vorliegende Buch ist da eher etwas durchwachsen. Zum Verschenken ist es allein schon wegen dem witzigen Cover mit den fliegendne Schweinen und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis absolut zu empfehlen. |
|
|
Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen von Paul WatzlawickTaschenbuch von PiperAngebote bei Amazon: ab EUR 5,84 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492243177, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 6 |
5 Kundenrezensionen:fesselnde witzige denkanstöße 5 von 5 Punktenhab das buch vor längerem schon gelesen und bin gerade durch zufall wieder drübergestolpter und bin sofort hängengeblieben und hab fast das halbe buch gelesen bevor ich mich wieder losreissen konnte, da ich eigentlich anderes zu tun habe. watzlawick schreibt auf witzige weise, wie sich gut gemeinte handlungen ubeabsichtigt im negativen verlieren. das buch regt zum nachdenken und philosophieren an und verleitet einem gleichzeitig zum schmunzeln. prädikat: empfehlenswert anm.: watzlawick hat einen sehr eigenen schreibstil, der sicher polarisierend ist. jedoch fällt die verwendung von wenig verständlichen fremdwörtern hier gering aus, im gegensatz zu seinen "wissenschaftlichen" büchern Mehr als eine Fortsetzung 5 von 5 PunktenDas Buch ist keine Weiterführung der Gedanken aus dem Vorgänger "Anleitung zum Unglücklichsein". Im vorliegenden Buch werden ganz neue Aspekte aufgeworfen. Ich fand es etwas kurzweiliger und besser zu lesen als die "Anleitung zum Unglücklichsein", da hier ein durchgehender Faden deutlicher zu erkennen war. Wenn es funktioniert braucht es mehr davon, wenn nicht, dann auch 5 von 5 PunktenPaul Watzlawick ist bekannt für seinen einzigartigen Zugang zum Konstruktivismus, der sich vor allem durch zwei hervorstechende Merkmale auszeichnet: Lesbarkeit und Verständlichkeit. Auch in diesem Buch bekommt es der Leser wieder mit vielen unterhaltsamen Beispielen von Weltkonstrukten zu tun, die irgendwie nicht ganz in die Umwelt des Betroffenen passen und Probleme verursachen. Diesmal beschäftigt sich der Autor mit einer ganz besonders verbreiteten Klasse von Irrtümern nach dem Muster "Wenn es nicht funktioniert, dann braucht es mehr davon und wenn es funktioniert, dann ist mehr davon noch besser". Dass bei solchen Annahmen häufig Probleme auftreten, scheint einleuchtend. Allerdings überrascht es wie verbreitet solche Denkmuster sind und wie oft man selbst zu derartigen Fehlschlüssen neigt. Watzlawick in Hochform: Witzig, verständlich und lehrreich, gewürzt mit vielen Fallbeispielen kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Allein die Möglichkeit nach der Lektüre im eigenen Umfeld auf die Jagd nach Hekates Lösungen zu gehen rechtfertigt den Kauf. Das trägt nicht nur zum Selbstverständnis und damit zu mehr Harmonie im eigenen Umfeld bei, sondern macht auch noch Spaß und sorgt für zahlreiche Aha-Erlebnisse. In diesem Sinne: Kaufen, Lesen und viel Spaß bei der Jagd! Durchaus lesenswert, gehört aber nicht zu den absoluten Top-Büchern von Paul Watzlawick 4 von 5 PunktenIn diesem Buch dreht sich alles um das, was Paul Watzlawick als PatEndlösungen bezeichnet. Vermeintlich einfache, glatte (hundertprozentige) Lösungen, die uns in den Abgrund reißen: Warum wir ihnen aufsitzen, wie wir sie durchschauen und vermeiden können. Typische Denk-Ansätze die zu PatEndlösungen führen: - Streben nach zu viel Sicherheit - Mehr des Gleichen (Guten) - doppelt so viel ist nicht unbedingt zweimal so gut - Denken in Gegensatz-Paaren - Annahme, das Gegenteil des Schlechten sei das Gute und Ausschluß weiterer Alternativen - Nullsummenspiel - Mein Gewinn kann nur der Verlust eines Anderen sein und umgekehrt - Ich weiß genau was du denkst - Das Ganze ist nur die Summe der Einzelteile - Streben nach zu viel Ordnung - Glauben an absolute Wahrheiten Alles im gewohnten Watzlawick-Stil in sehr unterhaltsamer Anekdotenform geschrieben. An einzelnen Stellen liest sich das Buch jedoch nicht ganz so flüssig wie Watzlawicks Klassiker und wird recht philosophisch. Manches ist zumindest in ähnlicher Form schon in seinen älteren Werken beschrieben. Falls Sie Watzlawicks Klassiker bereits gelesen haben und mehr Watzlawick möchten, sollten Sie unbesorgt zugreifen. Falls nicht, empfehle ich folgende Watzlawick-Bücher, denen ich volle 5 Sterne gebe: 1) Anleitung zum Unglücklichsein oder Anleitung zum Unglücklichsein oder Anleitung zum Unglücklichsein / Vom Schlechten des Guten 2) Wie wirklich ist die Wirklichkeit?: Wahn, Täuschung, Verstehen gut und gut gemeint - kommunikation ist schwierig 5 von 5 Punktendie idee, hekate und ihre hexen heranzuziehen, um als roter faden durch die vielschichtigkeit von "gut gemeint ist das gegenteil von gut" zu führen, ist köstlich. überall lauern beim lesen erkenntnis, selbsterkenntnis und wunsch nach vertiefung, die einen ganz plötzlich überfallen können. wer es humorig mag und sich nicht scheut, bei persönlichem interessensbedarf auch zu vertiefender literatur zu greifen (oder wie ich zum brockhaus, weil die schulzeit und hekate schon ein zeitl her sind), hat viel spass mit diesem buch. |
|
|
Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns: Der vorliegende Text basiert auf zwei aufeinander Bezug nehmenden Vorträgen im Wiener Rathaus, am 17. Mai 1989 und am 5. November 1991 von Paul WatzlawickTaschenbuch von PiperAngebote bei Amazon: ab EUR 3,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492243185, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 6 |
5 Kundenrezensionen:Der dritte Streich des Meisters 5 von 5 PunktenDas Buch "Vom Unsinn des Sinns" würde ich in eine Reihe neben die "Anleitung zum Unglücklichsein" und "Vom Schlechten des Guten" stellen. Es ist ebenfalls kurzweilig geschrieben und für die breite Leserschaft gedacht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es nicht über einen ausserordentlichen Tiefgang verfügt... Gute Gedankensammlung, keine Abhandlung 4 von 5 PunktenMit der Wirklichkeit ist es wie mit der Wahrheit: Von jedem glaubt der Einzelne ein gesundes Maß zu verstehen - schließlich hat er ja sein ganzes bisheriges Leben Erfahrung damit. Bei kritischer Betrachtung stellt sich aber stets heraus, wie dünn das Eis des eigenen Weltbilds tatsächlich ist, und dass weder die Wirklichkeit noch die Wahrheit absolute Dinge sind, weil sie nahezu vollständig abhängen von der Wahrnehmung und dem Standpunkt ihres Betrachters. Dass es dennoch so etwas wie ein kleinstes gemeinsames Vielfaches an Realität zu geben scheint, funktioniert vor allem nach dem Prinzip ?eine Million Fliegen können nicht irren". Man kann nun mal nicht einfach durch Betonwände gehen, zumindest nicht nach allen Erfahrungen, die Menschen bisher gemacht haben. Es gibt also eine Welt da draußen, aber ihr Bild ist niemals absolut. Das ist eine der Kernthesen von Watzlwick - und lustigerweise lässt sich seine These ganz hervorragend auf die Rezension seines eigenen Büchleins anwenden: Wie es der Einzelne wahrnimmt, hängt völlig vom persönlichen Hintergrund ab, seinem Horizont und der Erwartungshaltung. Unweigerlich wird es passieren, dass die gedruckten Vorträge dem einen bei weitem zu unvollständig, zu unwissenschaftlich und zu sprunghaft erscheinen, geradezu zusammenhanglos. Einen anderen wird das nicht weiter stören, weil er Watzlawick bereits kennt, und es wird ihm großes Vergnügen bereiten, das Büchlein als leicht konsumierbare Wiederholung wichtiger Gedanken zu lesen. Ein Dritter wird weder Watzlawick noch seine konstruktivistischen Thesen kennen, die Ansätze aber so interessant finden, dass er beginnt, sich in die Thematik einzulesen. Natürlich haben alle Recht. Leser, die aufgrund ihrer Weltanschauung oder ihres Glaubens nicht akzeptieren können, dass es vermutlich keine absolute Wahrheit gibt, werden das Buch wiederum ganz anders wahrnehmen: Für sie ist Watzlawick eine Zumutung, etwas, das man nur verurteilen und nicht ernst nehmen darf, weil es die eigenen Überzeugungen in Frage stellt. Damit wären wir nun an dem Punkt, der die absolute Freiheit konstruktivistischer Haltungen mitunter schwierig macht, sogar zur Last werden lässt: Kein Mensch möchte ein diplomatisches "kommt drauf an" hören auf die Frage, ob die paar Euro für das Buch denn nun gut investiertes oder rausgeworfenes Geld sind. Der Leser möchte eine Empfehlung, Orientierung, eine Meinung. Also: Wer keine vollständige wissenschaftliche Abhandlung erwartet und frei genug im Kopf ist, um sich auf jede Art von Denkrichtung einlassen zu können, findet hier ein vergnügliches Sammelsurium exzellenter Gedanken. Und die sind ihr Geld allemal wert. Selbst wenn sie etwas unsortiert rüberkommen. Ein klassischer Watzlawick 5 von 5 PunktenIch kenne Paul Watzlawick persönlich und habe schon einige seiner Vorträge gehört. (Paul, das ist keine Gefälligkeitsrezension) Ich denke mit diesem Buch findet er zu seinen Wurzeln zurück, wenngleich der sprachliche Biss doch in weiten Strecken fehlt. Ansonsten sagt er genau das, was wir schon immer vermuteten, aber nicht zu denken oder zu tun wagten. Das Buch ist ein Muss für jeden selbstkritischen Geist. Eine tolle Einführung 4 von 5 PunktenWer nicht unbedingt eine streng wissenschaftliche Einführung in den Konstruktivismus sucht sondern mit witzigen Beispielen im lockeren Plauderton in eines der umfassendsten Gedankenmodelle eingeführt werden will, ist mit diesem Buch bestens beraten! Viele von Watzlawicks besten Beispielen, z. B. die US-amerikanischen Soldaten in England oder auch Geschichten aus der Tierwelt scheinen hier auf, ein genauso unterhaltsames wie lehrreiches Lesevergnügen! Vorsicht, macht Lust auf mehr! angenehm amüsant 5 von 5 PunktenIch habe es in zwei Anläufen gelesen, hätte es auch in einem Zug lesen können. Es werden viele kleine Geschicten und Beispiele anschaulich dem Leser nahe gebracht und man bekommt ein angenehmen einblick in die Arbeiten dieses Autors. Wer sich für dieses Buch begeistern kann, dem werden auch seine anderen Bücher gefallen. Dieses Buch ist aber auch lediglich ein kleiner Einblick... |
|
|
Die Möglichkeit des Andersseins. Zur Technik der therapeutischen Kommunikation von Paul WatzlawickBroschiert von Huber, BernAngebote bei Amazon: ab EUR 15,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3456845103, Erscheinungsdatum: November 2007, Auflage: 6., Aufl. |
2 Kundenrezensionen:Das einzige Buch von Paul Watzlawick, in dem er uns seinen Stil erklärt... 5 von 5 PunktenIch nehme an, mit dem Titel "Die Möglichkeit des Andersseins" wollte Paul Watzlawick uns sagen, dass er(zumindest in der damaligen Zeit) völlig anders dachte, handelte und agierte, als die meisten seiner Kollegen in der psychologischen Welt. Sein Stil ist(wie der Steve de Shazers) eigentlich ziehmlich simpel und doch soooo effektiv und auf jeden Fall wert, dass man ihn erlernt oder sich zumindest etwas damit beschäftigt und ihm etwas abschaut. Seine Ausführungen zu den links- und rechtshemisphären Gehirnhälften sind die Genialsten, die ich jemals zu diesem(eigentlich sehr trockenen Thema) lesen durften. Im folgenden geht er dann auf Sprachformen und -wirkungen ein, beschreibt Techniken und geht dann auch etwas auf Verhaltensaufgaben und Rituale ein. Ich finde, es ist etwas lockerer und lesbarer geschrieben als die beiden Bücher "Menschliche Kommunikation" und "Lösungen". Wer(wie ich, als ich das Buch damals las) privat nach Lösungen sucht, ist mit diesem Buch und den anderen Fachbüchern von Paul Watzlawick definitiv an der falschen Adresse. Solchen würde ich vielmehr die einfachen Bücher von Paul Watzlawick, Giorgio Nardones sehr kurzweiliges Buch "Pirouetten im Supermarkt", Steve de Shazers "Wege der erfolgreichen Kurztherapie" oder die Bücher von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd empfehlen(Von letztgenannten zwei Autoren vor allem "Ganz im Gegenteil", "Wunder, Lösung und System" und "Systemische Strukturaufstellungen"). Ich habe kürzlich Bruce Darnells "Drama, Baby, Drama!" gelesen und muss sagen, dass es sich auch deutlich von der üblichen Trendsetter- und Bestseller-Literatur abhebt(Unter dieser findet man eher selten etwas gescheites). Einführung in die rechtshemisphärische Therapie 5 von 5 PunktenDer Autor selbst erfreut sich jenes ungewöhnliches Ereignisses, dass sein Buch nach 25 Jahren immer noch zum Kreis der Bestseller gehören. P. Watzlawick's These lautet: Der Therapeut möge danach trachten, ?die rechtshemisphärische Sprache des Patienten zu erlernen und als den Königsweg therapeutischen Wandels zu beschreiten." Aus diesem Grundsatz heraus leitet der Autor seine anregenden Folgerungen für die therapeutische Strategie ab. B. Watzlawick's These klingt einfach, deren praktische Anwendung ist es nicht. Und dennoch erweist sich immer wieder aufs Neue, P. Watzlawick's These ist unwiderlegbar. Mein Unterfangen, ein bisschen an P. Watzlawick's Theorie ?rütteln" zu wollen, führte mich immer wieder tiefer in die Weisheit dieses Autors. Von mir sehr erwünscht und zugleich in seiner ?Materie" noch mehr bewandert. Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: - Unsere zwei Gehirne - Rechtshemisphärische Sprachformen - Die Blockierung der linken Hemisphäre - Verhaltensverschreibungen - Rituale |
|
...
Impressum
• Kontakt
• Startseite
• Produktkategorien
• Geschenkgutscheine
•
Auf diesen Link bitte nicht klicken Bücher suchen A-Z Buch Tantra Kalender
Auf diesen Link bitte nicht klicken Bücher suchen A-Z Buch Tantra Kalender
Gewisse Inhalte, die auf dieser Website erscheinen, stammen von AMAZON EU SARL.
Diese Inhalte werden so, wie sie sind zur Verfügung gestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.



