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Produkt-Bild: Meine zwei Halbzeiten: Ein Leben in Ost und West

Meine zwei Halbzeiten: Ein Leben in Ost und West von Jörg Berger

Taschenbuch von rororo
Angebote bei Amazon: ab EUR 8,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499624141, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 2
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5 Kundenrezensionen:

Kurzweilig mit Tiefgang
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Mir hat das Buch gut gefallen, ich hatte es in 3 Tagen ausgelesen.

Leider muss ich mich einigen meiner Vorrednern bei folgenden Themen anschließen:
- die Trainerstationen sind wirklich sehr kurz beschrieben
- man erfährt kaum, wie sein Alltag als Trainer war (& was die Gründe für das Ende der Trainerstationen waren)
- gut die Hälfte des Buchs bezieht sich auf Berger's DDR-Herkunft
Zwei Halbzeiten - Zwei Leben
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Titel des Buches klingt so, als würde hier über zwei verschiedene Leben berichtet, die nicht sehr viel miteinander zu tun haben. Und eigentlich ist es auch so. Denn so wie beim Fußball das Spiel in der zweiten Halbzeit oft völlig anders läuft als in der ersten, so ist es auch mit der Lebensgeschichte von Jörg Berger.

Die erste Halbzeit - das ist das Leben in der früheren DDR. Das Schicksal meint es eigentlich gut mit Herrn Berger. Zwar muss er recht früh seine Fußballerkarriere beenden , aber als Trainer macht er sehr schnell seinen Weg und hätte es bis ganz nach oben schaffen können. Und er hatte sich in der DDR ein recht komfortables Leben eingerichtet mit allen Privilegien, die man als erfolgreicher Sporttrainer genoss. Warum zieht dann so ein Mensch trotzdem den Schlußstrich unter dieses Leben ? Der Autor versucht gar nicht erst, seine Flucht als politische Überzeugungstat hinzustellen. Es war wohl eher der Drang, die eingefahrenen Gleise zu verlassen, alle Brücken abzubrechen und nochmal ein ganz neues Leben zu beginnen. Das gibt es ja heute auch, vielleicht noch viel mehr. Und wer hat nicht schon selbst mal mit dem Gedanken gespielt ?

Die zweite Halbzeit - das ist das Leben in der Bundesrepublik. Nach anfänglicher Euphorie über die geglückte Flucht tritt bald Ernüchterung ein. Herr Berger merkt sehr schnell, dass man im Westen nicht unbedingt auf ihn gewartet hat. Man lässt es ihn auch merken. Gerade von Seiten des DFB. War er in der DDR einer der angesehensten Fußballtrainer so muss er jetzt erstmal den Trainerschein machen. Das ist etwa so, als müsste Michael Phelps nochmal die Schwimmprüfung machen... Aber er lässt sich nicht entmutigen und und macht auch im Westen schnell Karriere. Klar, Glück gehört auch immer dazu, gerade bei einem Fußballtrainer. Aber sein Beispiel zeigt auch, dass man mit Willenskraft es wirklich schaffen kann, nochmal völlig bei Null anzufangen und ein erfolgreiches zweites Leben aufzubauen.
Deshalb ist das Buch nicht nur ein Stück deutsche Geschichte sondern eine Art Lebensratgeber für unsere heutige Zeit.
Biografie, Krimi und Aufklärungsbuch in einem
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich lese lese gerne und viele Fußballer-Biographien, aber das tue ich sonst immer mal so nebenbei, immer mal so ein Kapitel. Bei diesem Buch war es komplett anders: Es hat mich mehr gefesstelt als ein Krimi. Die Zeit in der DDR mit der Anbahnung der Flucht ist ebenso die spannend beschrieben wie die Zeit im Westen mit dem immer noch unglaublichen Einfluss der Stasi.

Wenn ich jetzt die Ostalgiker davon schwärmen höre, dass es in der DDR doch bestimmt nicht schlechter war als heute hier, möchte ich ihnen zurufen: Lest bitte mal dieses Buch!
Trügerische Sicherheit
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein eindruckvolles Buch. Man hat viel von der DDR gehört aber das sie so weit reichte hätte ich niemals gedacht. Da glaubt Jörg Berger er sei endlich in Sicherheit, aber wie trügerisch die Sicherheit in Zeiten der DDR doch für ihn war.
Was alles versucht wurde um ihn zu kriegen. Sogar seine besten Freunde haben für die Stasi gearbeitet. Dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen weil es einfach kaum zu glauben ist und man möchte mehr erfahren. Wie funktionierte die DDR und ihre Sportler? Zwei Halbzeiten und zwei Leben, hier und "drüben". Nicht nur für Sportfans geeignet.
sehr authentische Autobiographie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jörg Berger legt mit diesem Buch eine spannende Autobiographie vor, deren Schwerpunkt nicht auf den sportlichen Erfolgen, sondern auf seiner Verfolgung durch das SED-Regime liegt. Er berichtet über seine Entfremdung von der DDR, seine Flucht, die auch im Westen nicht endende Verfolgung durch die Stasi und seine Auseinandersetzung mit seiner Stasi-Akte, an der zwei langjährige Freundschaften zerbrachen. Am Ende erzählt er von seiner letzten Odysse, seiner Krebserkrankung. Als Leser kann man darüber spekulieren, ob ihn sein langjähriger Kampf gegen die Stasi für den Kampf gegen den Krebs "abgehärtet" hat. Eine Kämpfernatur ist Berger auf alle Fälle.
Berger wirkt in dem Buch sehr ehrlich und lässt auch Selbstkritik nicht außen vor - ob an seiner naiven Fluchtvorbereitung oder an Fehlern bei seinen ersten Trainerposten. Manche Anekdote aus seinen Anfangstagen im Westen regt zum Schmunzeln an. Beim Lesen entsteht das Gefühl, den Menschen Jörg Berger besser kennenzulernen und ihn nun differenzierter zu betrachten.
Das Buch liefert ein beeindruckendes Beispiel für einen Menschen, der von der Stasi verfolgt wurde. Durch dieses Buch erhält der Leser ein genaueres Bild von den perfiden Methoden der Organisation und der totalitären Struktur des DDR-Sports. Man muss also nicht zwangsläufig Berger-Fan sein, um das Buch interessant zu finden.
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Produkt-Bild: Gewalt ist eine Lösung: Morgens Polizist, abends Hooligan - mein geheimes Doppelleben

Gewalt ist eine Lösung: Morgens Polizist, abends Hooligan - mein geheimes Doppelleben von Stefan Schubert

Gebundene Ausgabe von Riva
Angebote bei Amazon: ab EUR 14,50

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3868830642, Erscheinungsdatum: März 2010
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5 Kundenrezensionen:

Ein starkes Buch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch hat mich mit seiner sprachlichen Qualität positiv überrascht. Im Vergleich zu ähnlichen Büchern des Genre sticht es heraus. Es liest sich flüssig, spannend und bietet einige unvorhersehbaren Wendungen. Seine meistens wertfreien Schilderungen erklären einen nachvollziehbar den Weg in die Gewalt und des Hooliganismus. Auch legt es einige interessante Einblicke in eine abgeschottete Polizeiwelt auf. Wie am Anfang, wo der Leser erfährt, dass der Freund und Helfer sein Dienstabschlussbier vom örtlichen Abschleppunternehmen gesponsert bekommt. Davon hätte ich mir noch mehr gewünscht.
Im ganzen mag der Autor bestimmt etwas zu gut in seinen Darstellungen weggekommen zu sein, aber seis drum.
Gut gefallen hat mir, dass er uns mit heuchlerischer Reue und Ablass verschont und er niemanden anderen die Schuld für seine Entscheidungen und Taten gibt.
Ein starkes Buch.
Schokierend, aber sehr gut!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich bin zufällig an dieses Buch geraten über den Freundeskreis. Einige fußballinteressierte Freunde meiner Freundinnen haben darüber gesprochen. Ich muss gestehen, es hat sich eine Diskussion entwickelt, in der ich eine klare Meinung vertreten habe, die ich bisher hatte: Das alle Hooligans Hohlköpfe sind.
Nun, denn. Ich habe gesagt, ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen und habe das Buch gelesen. Ich kann nicht sagen, dass ich meine Meinung komplett geändert habe (es gibt sicher mehr als genug hohlköpfige Hooligans) - aber ich muss gestehen, das Buch hat einige Aspekte aus den Blickwinkeln beleuchtet, die ich so noch nicht gesehen habe.
Der Autor hat nachvollziehbare Gründe dargelegt, wieso sein Leben in diesen Bahnen verlaufen ist. Ich finde, es ist immer noch keine Entschuldigung, aber macht die Sache zumindest nachvollziehbarer. Ich kann damit leben, dass jemand sich wehren möchte, den Verlust der männlichen Bezugsperson kompensieren will, das eigene Ego und die Anerkennung in der Gruppe vor allem stehen. Seien wir doch mal ehrlich - wenn man sich in einem bestimmten Freundeskreis bewegt, dann werden gewisse Dinge alltäglich und normal.....so ein bißchen musste ich da an "Die Welle" denken.
Nichts desto trotz haben mich die brutalen und detailgetreu geschilderten Gewalttaten schokiert und mitgenommen - aber auch zum Nachdenken angeregt, und das macht ein gutes Buch aus - finde ich. Es liest sich gut und flüssig und macht neugierig...man fragt sich ständig "wie geht es weiter...wie kommt er da jetzt wieder raus?"

Am Ende kann ich sagen: Es ist auf jeden Fall empfehlenswert und mal was ganz anderes als Joy Fielding und Stephanie Meyer ;-)
muß man nicht lesen
1 Punkte 1 von 5 Punkten
sinnlos ausführliche Gewaltbeschreibungen auf BILD Zeitungsniveau; der Titel "mein geheimes Doppelleben" stimmt eben nicht: Polizisten wissen Bescheid und sehen jahrelang weg; der "Autor" schreibt völlig unreflektiert; wenn man Vorurteile gegen Polizisten hat, werden die bestätigt. Zitat aus dem Buch: "Das, was ich in meiner Freizeit seit Jahren mit großer Leidenschaft pflegte - mich zu prügeln -, durfte ich nun sogar in meinem Beruf erwarten. Der einzige Unterschied: Ich würde dafür sogar noch Geld bekommen. Ein echter Traumjob!"
Spannend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Habe das Buch in 2 Tages durchgelesen und fand insbesondere die Schreibweise des Autors sehr packend und mitreißend. Nichts desto Trotz ist dies eine Geschichte, die nachdenklich stimmt. Hoffe, dass der Autor sich davon abgewendet hat.

Aber auf jeden Fall lesenswert, ob man nun die Gewalt gut heißen mag oder nicht!!!
Unerträglich niveaulos
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Wer drauf steht, detailgetreue Beschreibungen von sich gegenseitig die Kiefer brechenden Dumpfbacken zu lesen, der kaufe dieses Buch. Wer's geschenkt bekommt, lese das erste und die drei letzten Kapitel. Dazwischen befinden sich die genannten Gewaltorgien.
Mit wird die Zeit zu lang, hier noch mehr zu schreiben. Da ich das Buch nicht in meinem Regal stehen haben möchte, bleibt wohl nur der Weg in die Tonne, weitergeben mag ich es nämlich auch nicht. Schade um das viele Geld!
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Produkt-Bild: Ich bin nicht mehr eure Tochter. Die wahre Geschichte eines Mädchens, das jahrelang in der Familie sexuell mißbraucht wurde.

Ich bin nicht mehr eure Tochter. Die wahre Geschichte eines Mädchens, das jahrelang in der Familie sexuell mißbraucht wurde.

Taschenbuch von Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag)
Angebote bei Amazon: ab EUR 6,49

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 340461335X, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: 13
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5 Kundenrezensionen:

Unglaublich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch an einem Tag ausgelesen. Dieser Teufelskreis aus missbrauchtem Vertrauen, fehlender bzw. falscher Liebe, Demütigung...Irgendwie kommt das Gefühl auf: Ich muss helfen und man fragt sich, was oder wie viel kann dieser Frau noch passieren? Wenn man denkt, es kann nicht noch schlimmer kommen, täuscht man sich - es kann schlimmer kommen. An einigen Stellen musste ich weinen. Es hat mich wirklich berührt. Ich persönlich hätte gerne noch mehr über den Gerichtsprozess und das Leben danach erfahren, weil teilweise Aussagen der Angehörigen beim Prozess erzählt wurden. Was wurde aus dem Rest der Familie, was wurde aus den anderen Mädchen? Vielleicht erfahren wir es irgendwann mal...

Es zeigt, dass Kindesmissbrauch überall, jederzeit und in den "Besten" Familien vorkommt. Nicht weghören und wegschauen, wie es in Monika B.'s Fall war.
Schockierend...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist mit Abstand das Schlimmste was ich je gelesen habe. Unglaublich dass es soetwas gibt. Wie können Eltern soetwas zulassen bzw.durchführen. Was muss man für ein Monster sein. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Teilweise musste ich das Buch kurz auf die Seite lesen und durchatmen. Trotzdem habe ich das Buch in wenigen Tagen durchgelesen weil es einen fesselt. Man kann nicht glauben dass es so etwas tatsächlich gibt....dieses Buch werde ich nie mehr vergessen!
Nicht zu glauben
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Als Sohn der in einem gut behüteten Eltenhaus aufgewachsen ist und Vater einer Tochter muss ich gestehen, dass ich beim Lesen mehrfach inne halten musste und mir sagte: "Das glaube ich nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen." - so sehr unglaublich ist das was da beschrieben wird.

Ich habe in meinem gesamten Umfeld nie etwas von derartigen schlimmen Dingen auch nur im Entferntesten wahrgenommen. Wenn man sich vorstellt, dass dies so häufig in Familien passiert und nichts nach aussen dringt, so ist dies umso erstaunlicher und erschreckender.

Das Buch zeigt, dass alles eine Vorgeschichte hat. Wenn Dinge nicht irgendwann aufgearbeitet werden, so entwickeln sie sich offensichtlich negativ weiter.

Das Buch ist sehr leserlich geschrieben. Man kann es leicht "in einem Rutsch" durchlesen.
Fehlkauf
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Halli Hallo.

Versand und Preis waren in Ordnung.

Die Thematik an sich ist sehr interessant.
Das Buch selbst hat mich eher gelangweilt. Der Schreibstil erinnerte eher an den Aufsatz eines 9t-Klässlers. Man hätte das Buch auch gut und gerne um die Hälfte der Seitenzahl kürzen können.
Es ist wirklich vollgestopft mit Wiederholungen (damit meine ich nicht die Übergriffe auf die Geschädigte) und immer wiederkehrenden Phrasen/Sätzen.
Ich habe mich nie so oft zwingen müssen ein Buch wieder aufzuschlagen und weiterzulesen.

Wer sich für's Thema interessiert sollte zu Ulla Fröhlings "Unser Vater In Der Hölle" greifen.
Dieses Buch sollte nicht rezensiert werden
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist eine unfassbare Lebensgeschichte. Die Betroffene drückt sich mit Hilfe der Autorin aus. Wie sie das macht, darüber entscheidet sie ganz allein. Aus meiner Sicht steht es dem Leser nicht zu, hierüber zu rezensieren. Dieses Buch ist keine Anklage, es ist der Versuch, zurück ins Leben zu finden.
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Produkt-Bild: Schloss aus Glas

Schloss aus Glas von Jeannette Walls

Taschenbuch von Diana Taschenbuch
Angebote bei Amazon: ab EUR 4,00

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453351355, Erscheinungsdatum: Juni 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Schloss aus Glas

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der innere Konflikt der Autorin, der sie jahrelang schweigen ließ, wird bereits in der Einleitung deutlich. An einem stürmischen Märzabend befindet sich die bekannte Kolumnistin Jeanette Walls auf dem Weg zu einer Party. Ihre Vorfreude weicht schlagartig, als sie vom Taxi aus die zerlumpte alte Frau mit dem verfilzten Haar erblickt, die gerade einen Müllcontainer durchwühlt. Sie erkennt die vertrauten Bewegungen, die Art, wie sie den Kopf schieflegt, um ihren Fund zu begutachten. Schockiert und beschämt kehrt Jeanette Walls in ihr nobles Appartment auf der Park Avenue zurück. ?The Party is over!? -- Die Vergangenheit war zurückgekehrt. Die Pennerin auf der Straße war Jeanette Walls eigene Mutter. Eine Kindheit der etwas anderen Art zieht noch einmal vorüber.
?Wir türmten ständig, meistens mitten in der Nacht!? -- Ob solche Eltern für Jeanette und ihre beiden Geschwister (ein viertes kam später hinzu), eher Segen oder Fluch darstellten, mag der Leser entscheiden. Mit einer Art Hippie-Philosophie und einem nonkonformistischen Besserwissertum, das zuweilen nervt, ausgestattet, hatten Rex und Rose Mary Walls beschlossen, allem Konsum den Kampf anzusagen. Ein naturhaftes Leben ?on the road? sollte den Kinder ?echte Werte? vermitteln. Ein zwiespältiges Unterfangen bei einem Vater, der in lichten Momenten seinen Kindern die Welt erklärte, Sterne vom Himmel holte und ihnen ein ?Schloß aus Glas? versprach, dann wieder klaute wie ein Rabe, und sich in den finstersten Phasen seiner Trunksucht gar in einen regelrechten Berserker verwandeln konnte.
Auch die Mutter, eine vor jeder Arbeit zurückscheuende verhinderte Künstlerin, bot kein rechtes Gegenmodell. Jeanette Walls indes beschloss rückblickend, die positiven Aspekte ihrer ?Erziehung? herauszustellen. Die ständige Flucht vor ?den Handlangern, Blutsaugern, der Gestapo?, wie der Vater seine Verfolger verwünschte, die Nahrungsaufnahme aus Müllcontainern, die zerschlissene Kleidung -- das gewählte Außenseitertum gerät bei ihr nicht zum Mangel sondern zum Lebensgewinn.
Wie das elterliche Fantasiegebäude erste Risse bekam und die allmähliche Abspaltung erfolgte, wird mit leisem Humor, großer erzählerischer Kraft und (nicht immer nachvollziehbarer) Liebe abgehandelt. Nach Nick Flynns literarisch schrofferen Bullshit Nights das zweite große Buch dieses Frühlings zum Thema Kindheitsbewältigung. --Ravi Unger
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5 Kundenrezensionen:

Unbedingt lesen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch habe ich bereits vor Jahren gelesen und dennoch denke ich immer noch ganz oft daran. Es hat mich einfach verzaubert, bewegt, geschockt und zu Traenen geruehrt. Es ist eines der besten Buecher, das ich je gelesen habe. Es ist einfach unfassbar, dass die Autorin dies alles selbst erlebt hat. Das Ungewoehnliche ist, dass die Eltern ein asoziales Leben fuehren, Ihren Kindern keinen geregelten Alltag bieten koennen und die Wohnverhaeltnisse katastrophal sind (die Kinder muessen sich nachts mit Kartons zudecken). Dennoch scheinen die Eltern intelligente Menschen zu sein, denn sie vermitteln den Kindern Werte und sie erzaehlen Geschichten, die einen als Leser denken lassen, dass es doch nicht sein kann, dass solche Menschen nicht faehig sind, ein geordnetes Leben fuehren.

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, hab ich es Freunden, Bekannten und Kollegen empfohlen und ich habe es sogar mehrere Male verschenkt, weil ich dieses grossartige Werk unbedingt mit so vielen Menschen wie moeglich teilen wollte. Eine Freundin von mir hat sich das Buch regelrecht eingeteilt und jeden Tag nur wenige Seiten gelesen, weil sie einfach nicht wollte, dass diese Geschichte so schnell zu Ende geht.
Mein Lieblingsbuch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe es geschenkt bekommen und war kritisch, als ich die Zusammenfassung las. Doch das Buch ist nur klasse. Es ist erstaunlich mit wieviel Witz die Geschichte erzählt wird. Ich habe es verschlungen, verschenke es immer gerne. Alle sind begeistert.
Ein wirklicher Schatz!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
In diesem autobiographischen Roman schildert Jeanette Walls ihre Kindheit in einer "unkonventionellen" Familie. Ihre Eltern sind sehr alternativ, und Jeanette wächst zusammen mit ihren Geschwistern fast ohne alle Regeln auf und darf sich schon mit drei Jahren selbst Hotdogs auf dem Gasherd warmmachen (nicht ohne schlimme Folgen). Verbunden mit diesem "aufregenden" Familienleben, was die Eltern immer als großes Abenteuer und "gegen den Strom schwimmen" verharmlosen, sind jedoch auch Hunger und Armut. Die Familie hat selten Geld für die einfachsten Sachen, angefangen bei Betten für die Kinder bis hin zu Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenken. Doch Jeanette und ihre Geschwister können meist gut mit den Schwierigkeiten dieses Vagabundenlebens umgehen, und machen ihren Weg.

Ein faszinierendes Buch, wirklich. Ich bin vollkommen hingerissen von der Erzählweise und der Leichtigkeit, mit der Walls teilweise wirklich erschreckende Ereignisse schildert. Sie trifft wunderbar den Übergang vom Kind- zum Erwachsensein, ohne dass man merkt, dass aus dem anfangs dreijährigen Kind später eine Frau in ihren Zwanzigern wird. Einen minimalen Abzug gebe ich, da einige Stellen im Buch bei mir einen sehr schlechten Nachgeschmack hinterließen, einiges ging mir wirklich an die Substanz. Es wird umso erschreckender, wenn man bedenkt, dass es diese Familie wirklich gibt und gegeben hat. Doch bei aller Schockiertheit schafft es Walls zum Schluss doch, eine Liebe für ihre Familie zu vermitteln, die man zwar hinterfragt, aber dennoch irgendwie verstehen kann.
Geschenk
5 Punkte 5 von 5 Punkten

dieses Buch wurde mir von einer guten Bekannten empfohlen, deshalb
habe ich es gekauft. Leider nicht gelesen, da es als Geschenk gedacht war. Habe noch kein Feedback erhalten.
Die Kehrseite des american way of life?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das "Schloss aus Glass" schildert die Kindheits- und Jugenderinnerungen in einer amerikanischen "Aussteigerfamilie". Der Vater bestreitet den wesentlichen Familienlebensunterhalt
durch Gelegenheitsjobs, ist gewerkschaftlich organisiert und träumt von der grossen Erfindung, die ihn reich macht. Im Lauf der Jahre begräbt er jedoch den Traum und "widmet" sich verstärkt dem Alkoholismus. Die Mutter - eigentlich Lehrerin - sieht sich selbst als verkannte Malerin und ist ebenfalls dem routinemässigen Arbeitsleben abgeneigt. Die vier Kinder erleben in frühester Kindheit eine sehr unbeschwerte und abenteuerliche Zeit, die sich jedoch über die Jahre mit zunehmender Verarmung,Hunger,zerrissener Kleidung etc. kennzeichnet. In den riesigen USA kann man schnell, ohne administrative Konsequenzen, die Zelte abbrechen,um woanders einen Neustart zu wagen. Nichtsdestotrotz kann man auch in den USA nicht vor seiner eigenen Persönlichkeit flüchten. Hart und vielfach auch bitter ist es für die Kinder der Familie ihren eigenen Weg in ständig wechselnden Umfeldern zu finden und auch konsequent zu gehen - Kindheit, Jugend mit sehr hohem Ueberlebenskünstler-Dasein gepaart.
Ein sehr interessantes Buch, dass die gewisse Facetten des "american way of life" sehr eindrücklich darstellt.
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Produkt-Bild: Noch eine Runde auf dem Karussell: Vom Leben und Sterben

Noch eine Runde auf dem Karussell: Vom Leben und Sterben von Tiziano Terzani

Broschiert von Droemer/Knaur
Angebote bei Amazon: ab EUR 8,00

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426779560, Erscheinungsdatum: August 2007
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5 Kundenrezensionen:

Ein ergreifendes Buch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist mit einem hohen Maß an Herzblut und Sachverstand geschrieben. Wie der Autor in ironischem Ton von sich selbst und seinen Erfahrungen berichtet ist einfach bewundernswert.

Was mir dabei auch sehr gefiel ist der bunte, verwirrede Reigen mit dem einem hier die unterschiedlichsten Kulturen, Philosophien und Heilmethoden vorgestellt werden.
Wer außerdem eine Übersicht über viele esoterische Denkweisen interresant findet, wird hier fündig.

Dieses Buch hat insgesamt eine sehr positive Stimmung und kann einem aus dunklen Gedanken reissen.
Einer der letzten großen Reisenden
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Einer der letzten großen "Reisenden" und zugleich ein ganz großer seiner Zunft war der 1938 in Florenz geborene und 2004 gestorbene Journalist Tiziano Terzani, der unter anderem fast 30 jahre lang für den Spiegel aus Asien berichtete.

Ein eleganter, großer Herr mit Schnauzbart, gut gekleidet, der ganz selbstverständlich in Japan japanisch, in China chinesisch und in Indien Hindi lernte. Ein Reisender im klassischen Sinn. Seine Berichte zielten auf tieferes Verständnis und intellektuelle Erweiterung.

In Deutschland wurde bei seinem Tod fast ausschließlich der große Asien-Reporter Terzani gewürdigt. Nicht jedoch der Globalisierungsgegner, der Pazifist, der Kritiker der modernen Schulmedizin. Dabei war Terzani in seinen letzten Jahren vor allem in Italien, fast schon als eine Art Guru angesehen. Obwohl ich von solchen Hochstapeleien normalerweise nichts halte, gebe ich zu, daß er auch mich stark beeindruckt hat. Zu seiner äußeren Erscheinung kam eine fast schon verführerisch gut geschriebene und gesprochene Rhetorik. Unter anderem war er ein scharfer Kritiker kapitalistischer Globalisierung, ohne sich deshalb aber von den politisch-korrekten Spinnern vereinnahmen zu lassen.

Terzani ist der Inbegriff des Gegenteils der Oberflächlichkeit vieler heutiger Journalisten mit ihrem eilig zusammengeklickten Halbwissen.

Terzani, der mit der deutschen Schriftstellerin Angela Staude verheiratet war, war außerdem ein großartiger Schreiber. Seine Bücher, darunter "In Asien", "Gute Nacht, Herr Lenin", "Fliegen ohne Flügel. Eine Reise zu Asiens Mysterien", sowie das sehr kontrovers diskutierte Buch "Briefe gegen den Krieg", in dem Terzani nach dem 11. September 2001 aus Afghanistan und Pakistan berichtete, gehören zum besten, was man sich als anspruchsvolle Urlaubslektüre an den Strand mitnehmen kann.

Sein beeindruckendstes Werk, ja wohl sein Vermächtnis, ist aber "Noch eine Runde auf dem Karussell".

1997, mit 59 Jahren, erfährt er, daß er Krebs hat. Intensiv setzt er sich mit der Krankheit, mit sich, dem Leben und dem Sterben auseinander und schreibt ein beeindruckendes Buch darüber.

Zunächst wird er in New York behandelt, denn kehrt er jedoch nach Asien zurück. Reisen also, noch einmal dreht er eine Runde auf dem Karussell durch Indien, Thailand, Hongkong, die Philippinen und den Himalaya, unterbrochen von den Reisen zur Behandlung nach New York.

Terzani fährt nach Dharamsala, er reist auch ans andere Ende Indiens, um einen Arzt zu treffen. In Hongkong begegnet er Mitgliedern der Falungong Sekte und einem Milliardär, der sein Vermögen zur Erforschung eines krebsheilenden Wunderpilzes stiftet, eine Reise nach Aschram wird zur tiefen Erfahrung; Reiki hingegen erweist sich als esoterische Schnellbleiche, und eine Darmspülungskur in einem Wellness Hotel auf Ko Samui stellt sich als verlogenes Produkt von Geschäftemachern des Massentourismus heraus.

Lesend teilt man den Wissensdurst des Autors, der ihn schließlich zu einem Einsiedler im Himalaya führt. Denn bei dieser Reise geht es nicht um die Suche nach einem Krebsheilmittel, sondern nach Erkenntnis.

Terzani schildert nicht nur, was er auf der Suche nach Heilung erlebt, sondern es gelingen ihm großartige Reiseberichte, etwa, wenn er elegant über die Mumie des in seinem Kuti vergessenen und vertrockneten und später zum finanziellen Wohle seiner geschäftemachenden Tempelkollegen auf Ko Samui (Thailand) ausgestellten Mönches schreibt, während der Krebs seinen Körper zerfrißt. Die vielen kleinen Geschichten am Rande seiner Reise fesseln den Leser.

Terzani suchte nicht nur Heilung, sondern vor allem sich selbst. Am Ende seines Weges schreibt er in einem kleinen Wohnloch im Himalaya das Buch "Noch eine Runde auf dem Karussell". In der Rezension, aufgrund derer ich das Buch kaufte (leider habe ich vergessen, in welcher Zeitung es stand; ich habe nur noch den Ausriß), heißt es:

Ein heiterer, unsentimentaler Abgesang auf diese materialistische Welt. Entspannt, ironisch, engagiert und lebensklug. Ein 700-Seiten-Vermächtnis, das zum Nachdenken anregt: über Globalisierung und Grundlagen unserer Zivilisation, über die rechte Weise zu leben und über den Tod.

So ist es. Ein großartiges Buch.
Über die Fragen des Seins
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Frage nach dem Sein beschäftigt die Menschheit von ihrem Anbeginn an. Bisher konnte noch kein Sterblicher eine abschließende Antwort darauf geben. Diese "unbefriedigende" oder doch zumindest beunruhigende Lage, die Frage nach dem Woher und Wohin, hat der Menschheit viele Tausend Regalmeter Bücher beschert und Glaubensgemeinschaften, "Schulen" und Gurus jeder Couleur hervorgebracht. Die einen vertrösten den Menschen auf das "Leben" oder die "Zeit" nach dem Tode, die anderen lehren ihn, im Hier und Jetzt zu reüssieren oder sich zu delektieren.

Als Tiziano Terzani erfährt, dass an Krebs erkrankt ist, begibt er sich nach New York, weil dort nach seinen Informationen die besten "Instandsetzer" schulmedizinischer Provenienz residieren. Mit allen Erkenntnissen und Mitteln der modernen westlichen Medizin operiert man Terzani (gegen Vorkasse - wir befinden uns in den USA), behandelt ihn mit Chemotherapien und Bestrahlungen und entlässt ihn nach vielen Monaten als vorläufig geheilt wieder in die Welt.

Als intimer Kenner des asiatischen Kontinents, den er viele Jahre als "Spiegel"-Korrespondent bereist hat, begibt Terzani sich hernach auf die Suche nach möglicher endgültiger Heilung auf eine lange Odyssee zu den renommiertesten fernöstlichen "Heilern" in Indien und Thailand, nach Hongkong, auf die Philippinen und schließlich in den Himalaya. Fünf Jahre laboriert und meditiert er fern seiner Heimat und Familie - eine privilegierte Situation, von der Normalsterbliche nur träumen können.

Am Ende steht für ihn die Erkenntnis, dass der "Tod nicht immer und unbedingt eine schlimme Nachricht" ist. Auch kann er dem Leser nicht helfen, auf Grund seiner eigenen umfassenden Erfahrungen nun eine "Abkürzung" nehmen zu können: "Heilige Schriften, Meister, Gurus, Religionen sind zwar hilfreich, aber nur so, wie uns ein Fahrstuhl dazu dient, uns ein Stück mit hinaufzunehmen und die Treppen zu ersparen. Das letzte Stück des Weges aber (...) muss man allein zurücklegen, zu Fuß." Diesen letzten Gang hat Terzani uns dann in seinem letzten Buch so wunderbar beschrieben.

Für mich ist dieses Buch eines der besten, das ich über die menschliche Suche nach Sinn und Heilung gelesen habe.
Mein bestes Buch seit Jahren!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Autor, ein in Asien weit gereister Journalist, erkrankt unheilbar an Krebs. Im Angesicht des (möglichen) Todes beschreibt er seine letzten Lebensjahre, in denen er, auf der Suche nach einer Antwort auf die Sinnfrage des Lebens durch mehrere asiatische Länder reist. Seine Begegnungen und Gespräche mit Heilern, Ärzten, Religionsgelehrten sind der Inhalt des Buches. Dieses ist in einer einfachen, klaren und doch fesselnden Sprache geschrieben. Es fällt schwer, es wieder wegzulegen, bevor man auf der letzten Seite angelangt ist. Wie der Autor seine seine Einstellung zum Leben und Sterben darlegt, geprägt von einer umfassenden Liebe zur beseelten wie materiellen, aber bedrohten Welt, ist so anrührend und voller Denkanstöße, dabei ohne falsches Pathos, dass ich dieses Buch nur jedem empfehlen kann - gleichgültig ob krank oder gesund.
Informativ
5 Punkte 5 von 5 Punkten
eine Aufklärung in einer anderern Form, Einblicke in alle Heilmethoden,und doch bleibt die grosse Frage, woher und warum entstehr Krebs?
Ich habe in den letzten 10 Jahren kein so ein unglaubliches Buch mehr in den Händen gehalten,für mich ist jede Seite eine Bereicherung.
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Produkt-Bild: Ausgeliefert: Wie ich die Hölle meiner Kindheit überlebte

Ausgeliefert: Wie ich die Hölle meiner Kindheit überlebte von Jane Elliott

Taschenbuch von Blanvalet Taschenbuch Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 4,59

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3442367476, Erscheinungsdatum: Sept. 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Ausgeliefert: Wie ich die Hölle meiner Kindheit überlebte

Aus der Amazon.de-Redaktion


Dass Heidrun Kaspar, Vorsitzende des KinderschutzBundes München e.V., bereits im Vorwort Jane Elliott ausdrücklich dankt, dokumentiert nur die Dringlichkeit der Situation. Zu viele Janes, die im Kindesalter geschlagen werden und sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind -- und noch immer viel zu wenige, die ihre Peiniger anzeigen. Furcht und Scham, das eigene Nest zu beschmutzen, ignorante Nachbarn, Behördenträgheit, dazu der innerfamiliäre Druck, der "gute Ruf" könnte Schaden nehmen; alles Gründe, die die Dunkelziffer familiärer Gewaltakte in die Höhe treiben. In Janes Familie war der "gute Ruf" ohnehin schon früh dahin gewesen. Niemanden kümmerte es...!
Die vierzehn unaussprechlich rabenschwarzen Kapitel fordern dem Leser einiges an innerer Kraft ab. Janes "Hölle" beginnt, als sie mit vier Jahren das Kinderheim wieder verlassen darf, in das ihre hilf- und verantwortungslose Mutter sie und ihren Bruder gesteckt hatte. Während der jüngere Jimmy in einer Ersatzfamilie freundliche Aufnahme findet, sieht sich Jane von nun an im eigenen Heim einem Terror ausgesetzt, der siebzehn Jahre währen sollte. Ein neuer "Vater" steht im Mittelpunkt. Richard, die neueste Errungenschaft der Mutter, erweist sich als wahrer Teufel in Menschengestalt.
Das nun Folgende kann man sozusagen nur innerlich kochend ertragen. Stiefvater Richard, ein in seiner Raserei kaum zu stoppendes Aggressionsbündel, entwickelt sich in seinem blitzblanken Heim zur wahren Kampfmaschine. Man wünschte, die Polizei hätte angesichts seiner Schlägerkarriere auch das häusliche Umfeld einmal stärker unter die Lupe genommen. Doch dort drischt einer unbehelligt und hemmungslos jeden zusammen, der sich seinem gnadenlosen Regime nicht beugt. Der Rezensent enthält sich angesichts der Brutalität des Geschilderten jeder Detailversessenheit; es soll genügen, dass neben den täglichen Torturen bald die Zeit nahte, in der der Stiefvater von der heranwachsenden Jane über Jahre hinweg oft mehrmals täglich einen "Gefallen" einforderte!
Nach Jahren hat Jane Elliott dem Schrecken einen Namen gegeben ? doch er scheint kein Ende zu nehmen. Zwar wurde ihr Peiniger zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt, doch hat die Familie fürchterliche Rache geübt. Das letzte Wort gebührt TERRE DES FEMMES e.V. und ihrer "Kummer-Nummer für Kinder". Höchste Zeit, den Richards dieser Welt ein für allemal einen Riegel vorzuschieben. ?Ravi Unger
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Gewalt und seine Folgen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der unbeschreibliche Mut einer jungen Frau, sich aus der Peinigung zu befreien und den Täter vor Gericht zu stellen. Die unfassbaren Reaktionen des nahen Umfeldes, um des "guten Ruf" wegens alle Last bei einem bereits seelisch und körperlich gefolterten Kind belassen zu wollen. Von Büchern dieser Art kann Jede/r etwas für sich mitnehmen. Für Nicht-Erfahrene ist es ein Chance, dankbar für ihre eigene Kindheit zu sein. Für Erfahrene ist es eine Identifikationschance durch Vergleichsmöglichkeiten in Verhaltens- und Verarbeitungsstrategien, die das eigene individuelle Leid leichter ertragen lässt. Für Helfende ist es ein großes Dankeschön, in der Not für jemanden da gewesen zu sein. Für Alle ist es ein drängender Appell, Hinzuschauen und Zivilcourage aktiv zu leben. Für Verantwortliche in Schlüsselpositionen, z.B. in der Politik ist es ein Versuch, Wachzurütteln und ein Aufruf, Entgegenzusteuern. Mögen möglichst Viele dieses Buch und auch andere Bücher von Erfahrenen lesen. VIELEN DANK an die mutige Autorin, uns ihre Geschichte erzählt zu haben!
Tragisch
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Tragisch zu lesen/hören/sehen wie mit Kindern umgegangen wird.
Das Buch ist sehr detailliert und wahrscheinlich auch nicht wirklich für sensible Mägen.
Öffnet einem die Augen!
Ausgeliefert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein Schicksal, dass mich sehr berührt. Jane Elliott wird jahrelang von ihrem Stiefvater missbraucht und kann dieser Hölle erst im Erwachsenenalter entrinnen. Mit viel Mut kämpft sie gegen ihre Familie an.
Ein Buch, dass man nur ungern aus der Hand legt. Ich hatte es in nur einem Tag komplett durch, doch die Geschichte bewegt mich heute noch sehr.
Vom Vater missbraucht
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Schlimm, dass es sowas gibt. Das passiert jeden Tag... überall auf dieser Welt. Und das passiert auch bei den Menschen, mit denen man sich umgibt, von denen man es nicht im Geringsten annehmen würde. Jeder sollte mal die Augen aufmachen und sich seine Leute ansehen. Ich habe auch so jemanden im Umfeld, der seine Tochter missbraucht hat. Ähnlich wie hier beschrieben.
kaum vorstellbar
5 Punkte 5 von 5 Punkten
aufgrund ähnlicher erfahrungen in meinem bekanntenkreis, habe ich das buch bestellt und ich kann es absolut weiterempfehlen. es öffnet einem die augen und lässt mich dankbar für meine unbeschwete kindheit sein. die autorin erzählt tlw von so brutalen und unvorstellbaren ereignissen, dass man sich immer wieder wünscht, die geschichte wäre frei erfunden. die misshandlung generell macht dieses buch schon zu einem harten brocken, doch der missbrauch lasst das ganze zu einer der tragischten geschichten werden, die ich jemals gehört habe. wie ein mann, ein stiefvater, der anfangs mit 18 jahren selbst fast noch ein kind ist, einem 4jährigen mädchen solche brutalen und sexistischen taten antun kann ist mir ein rätsel.verschlimmert wird das ganze noch durch seine systematischen psychospielchen, mit denen er das mädchen jahr für jahr ruiniert... das schlimme ist, dass dieser psychoterror und der sexuelle missbrauch auch weitergehen, als jane ausgezogen ist, verheiratet ist und junge mutter wird..

die höllenqualen, die jane erleiden muss, werden genau beschrieben.. dadurch lief die ganze geschichte wie ein film in meinem kopf ab.. es is furchtbar zu was menschen fähig sind. ich finde "ausgeliefert" optimal ge- und beschrieben, es zeigt die realität, die sich in viel zu vielen familien tagtäglich abspielt und macht dem einen oder anderen betroffen hoffentlich mut, sich gegen den peiniger zu stellen und somit sein leben neu in den griff zu bekommen.
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Produkt-Bild: Dschungelkind. Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam

Dschungelkind. Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam von Sabine Kuegler

Broschiert von Droemer/Knaur
Angebote bei Amazon: ab EUR 0,58

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426778734, Erscheinungsdatum: Mai 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Dschungelkind. Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam

Aus der Amazon.de-Redaktion


Dschungelkind erzählt von einer außergewöhnlichen Kindheit im Dschungel Papua-Neuguineas. Lesen Sie Sabine Kueglers Kurzbericht über ihr Leben abseits der Zivilisation (PDF-Download)!
Eine Bemerkung in eigener Sache vorab. Selten erlebte man, dass zwei TV-Auftritte einer bislang unbekannten jungen Frau im Bekanntenkreis auf derartiges Echo stießen. Wer Sabine Kuegler gesehen hatte, war fasziniert von den Erlebnissen und dem natürlichen Charme dieses ?Dschungelkinds?. Überdies dürfte die Botschaft, die sie aus dem fernen Papua-Neuguinea ins verhartzte kalte Deutschland trug, für Zivilisationsmüde die reinste Labsal gewesen sein. Sabines Leben inmitten des Stammes der Fayu wird zweifelsohne auch im Leser noch lange nachhallen.
Es sollte eine Reise in die Steinzeit werden. Sabine war acht, als ihre Eltern, ein Sprachforscher- und Missionarsehepaar, 1980 ins Innere der indonesischen Insel West-Papua aufbrachen. Ziel der elterlichen Studien war das ?Verlorene Tal?, eine Terra incognita mitten im Regenwald, wo auf nahezu steinzeitlichem Niveau der Stamm der Fayu lebte. Es war beileibe keine angstfreie erste Begegnung, galten die Fayu doch als Kannibalen und angriffslustiges Völkchen. Sabines Augen jedoch sahen nur ihre neue Heimat. Und diese gefiel ihr.
Ihre herzerfrischende und unprätentiose Art, die auch den Ton des Buches beherrscht, erleichterte den Anschluss an die scheuen Fayu-Kinder. An der Seite von Tuare, Ohri und den anderen, erlebten Sabine und ihre beiden Geschwister eine Sozialisation der besonderen Art. Bei aller Paradieshaftigkeit spart ihr Bericht aber auch die Widrigkeiten des Dschungellebens nicht aus. Nahrungsmittel erhielten sie nur in großen Abständen und per Flugzeug. Riesige Ratten und Spinnen, sowie regelmäßige Schlangenbesuche, machten das Schlafen im selbstgebauten Holzhaus zum gelegentlichen Horrortrip. Auch dürften die martialischen und archaischen Kriegs-, Vermählungs- und Sterberituale der Fayu westliche Gemüter einigermaßen befremden. Nicht so Sabine. Sie wuchs zur echten Fayu-Frau heran.
Mit siebzehn endete der Traum abrupt. Die Schweizer Internatszeit begann. Spätestens auf dem eiskalten Hamburger Bahnsteig, ganz ohne Messer, Pfeil oder Bogen, erwarteten das Fayu-Mädchen Probleme, wie sie nur die ?westliche Zivilisation? bereithält. Immer wieder sollten die hellen Bilder aus dem ?Verlorenen Tal? in ihr aufsteigen. Sabine Kuegler war fortan eine traurige Wanderin zwischen zwei Kulturen. Nur zu verständlich, nach diesem anrührenden und aufrichtigen Bericht. --Ravi Unger
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5 Kundenrezensionen:

"Emotionale Erlebnisunterhaltung"
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Das Erstaunlichste an dieser "Buchveröffentlichung" sind doch die positiven Rezensionen.

"Naturmensch" Sabine Kügler gründete vor diesem Buch, die Film- und Verlagsgesellschaft "Earth of Dreams". Sie bietet dort an, persönliche Lebensgeschichten vollständig zu vermarkten. Das geschieht unter dem Motto der emotionalen Erlebnisunterhaltung.

Erlebnishungrige Leser, die sich dieses Buch gekauft haben, können nun von der heilen, einfachen Welt in Papua-Neuguina träumen - ohne zu wissen, dass die Autorin selbst gar keinen Bock auf so ein Leben hätte. Lust hat sie auf das Geld möglichst vieler Käufer dieses sinnlosen Geschreibsels, damit sie sich ihre Vorstellungen von einem Leben in finanzieller Sorglosigkeit in der westlichen Welt ermöglichen kann.

Ich erinnere mich, wie Frau Kügler vor Jahren in der Sendung "Beckmann", wie auf Knopfdruck Krokodilstränen kullern lassen konnte, wegen ihrer angeblichen Zerrissenheit zwischen beiden Welten. Wenn man sich eingehend mit den Stammesritualen dieser Gegend beschäftigen würde, wüsste man, wie fremd und unbarmherzig diese Welt für "uns" ist. Es mag Menschen geben, die sich dort heimisch und gut aufgehoben fühlen, jedoch trifft dies vermutlich kaum auf die Autorin zu.
Eindrücklich
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich bin per Zufall über dieses Hörbuch gestolpert und wollte mir diese Biografie nicht entgehen lassen. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: eine packende Geschichte, ein Einblick in eine uns unbekannte Welt, eindringlich, nachdenklich.

Leider für meinen Geschmack zu kurz, ich hätte gerne noch einen tieferen Eindruck erhalten. Und der grösste Minuspunkt: die Stimme! Soo was von langweilig. Schade, ein Profisprecher/in wäre ein Gewinn gewesen.
Entfuehrt in eine andere Welt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
wird der Leser, der sich diesem Buch zuwendet.
Sabine Kuegler habe ich zum ersten Mal im TV gesehen und war beeindruckt wie sie ihr Leben beschrieb. Sie besitzt ein offenes, witziges und herzliches Wesen. Ihr Buch wurde in dem TV Beitrag erwaehnt, was mich natuerlich neugierig machte.
Nachdem ich es anfing zu lesen, war es mein steter Begleiter fuer 3 Tage. Man wird als Leser sehr schnell gefesselt und schon nach wenigen Seiten ist man selbst im Dschungel von West Papua und gehoert zur Familie.
Dieses Buch laedt zum Reisen in eine neue Welt ein und oeffnet die Sicht fuer andere Voelker und Kulturen.
Die Biografie einer westlichen Frau, die im Herzen nie westlich war.
Es ist wahnsinnig interessant, humorvoll und Herzergreifend zugleich.
Ich kann dieses Buch waermstens empfehlen.
sehr beeindruckende Erzählung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es ist sehr spannend, wie die Autorin ihre Kindheit beschreibt. Sie versucht nicht große Worte zu finden, sondern benutzt einfach die Sprache, die sie wohl auch im normalen Leben verwendet. Es ist wie ein Tagebuch mit Anmerkungen. Viele Situationen werden ihr natürlich erst in Rückblick richtig Bewust. Richtig gut finde ich, daß ihre Eltern nie versucht haben, die Fayu zu verändern. Sie waren einfach nur neugierig und wollten alles über die Urwaldmenschen erfahren. Selbst als die Krieger vor ihrer Hütte zum Kampf rüsten, bitten sie sie nur, woanders ihren Krieg zu führen. Aber gerade dadurch erfahren die Fayu, daß es auch einen anderen Weg gibt, wie man sein Leben leben kann.
Allerdings finde ich die Rückkehr nach Deutschland und in das Internat etwas zu kurz beschrieben. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß dieser Kulturschock auch einfach sehr schwer zu verarbeiten ist. Gerade da sie hier auch nicht wirklich glücklich wurde.
Unterschiedliche Leseansprüche
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Beim Lesen der Rezensionen ist mir aufgefallen, was für unterschiedliche Leseansprüche man haben kann. Dennoch glaube ich, dass einige die Aussage des Buches missverstehen: es ist ein Erlebnisbericht, nciht mehr und nicht weniger, natürlich nicht objektiv geschrieben.

Ich konnte an keiner Stelle herauslesen, dass die Kueglers den Fayu ihren Glauben nahezubringen versucht hätten, sie haben ihnen vielmehr ihre Lebenseinstellung vermittelt.
Ebensowenig konnte ich die Stilisierung als "edle Wilde" erkennen, es wurde unbeschönigt auf Blutrache, das "stehlen" von Frauen, die teilweise ziemlich rüde Umgansweise untereinander, die ständige Angst, die so weit ging, dass niemand, auch nicht die Kinder, mehr fröhlich sein konnte usw. eingegangen.
Über diese Sekte, der der Vater dieser Autorin angehört haben soll, weiß ich nichts; über Dinge wie zB Fischerhaken, Töpfe usw kann man gewiss streiten, aber gut finde ich die Art, diesem Stamm erfolgreich ein friedliches Miteinander vorzuleben.Und: laut eigener Aussage wollten diese Menschen endlich in Frieden leben, es musste ihnen eben jemand zeigen... Andererseits: bei uns im Westen hat sich allein in den letzten 50 Jahren so viel getan, warum also soll man diesen Stämmen dann den Fortschritt verweigern? Sabine Kueglers Eltern sind ja bemüht, die Kultur der Fayu zu erhalten.

Den Kulturschock fand ich glaubwürdig, aber extrem verknappt beschrieben,und auf Hintergründe wird so gut wie nciht eingegangen (deshalb nur 3 Sterne), ansonsten ein sehr gutes Buch.

Die Sprache ist schlicht gehalten, keine große Literatur, aber m. E. muss es das auch nicht sein- es kommt auf den Inhalt an, der sehr interessant ist und gut vermittelt wird.
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Produkt-Bild: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht | Ein Brief an meine Mutter

Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht | Ein Brief an meine Mutter von Mona Michaelsen

Broschiert von Schwarzkopf & Schwarzkopf
Angebote bei Amazon: ab EUR 5,20

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3896029517, Erscheinungsdatum: März 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht | Ein Brief an meine Mutter

5 Kundenrezensionen:

sehr guter zustand
5 Punkte 5 von 5 Punkten
das buch wurde schnell geliefert und war in einem sehr guten zustand - wie neu!
super toll
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Autorin schildert eindruckvoll ihre Kindheitserinnerungen, die so schrecklich sind, dass ein normaler Mensch sie nicht glauben mag. Ich habe dieses Buch in 2 Tagen "verschlungen"!
Monas Aufschrei
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich finde es immer gut, wenn persönliche Geschichten in Literatur verfasst werden, sozusagen für die Ewigkeit festgehalten werden. Dieses Buch ist ein weiterer Beweis meiner Meinung, da diese Ausführung, die die Autorin im Buch aufschreibt und widergibt, so haarsträubend und schrecklich sind, dass man sie fast nicht glauben kann. Man hört so viel, vieles ist sooo weit weg, aber wie oft ist es auch ganz nah an einem dran und so schreibt Mona Michaelsen über ihre Erfahrungen ...

Untertitel des Buches: Dein Mann hat mich missbraucht - Ein Brief an meine Mutter

Inhalt und Gliederung:
Das Buch ist in 7 Kapitel untergliedert.

Zeitreise
Es geht weiter
Nicht nur ich
Gesellschaft
Neues "Zuhause"
Fluchten
Danach

Dieses Buch ist ein Brief in Romanform. Ein Brief an die Mutter von Mona, eine Mutter, die zugesehen hat, wie ihre Tochter mißbraucht wurde.

Mona rechnet in diesem Buch, reist zurück in ihre Kindheit und Jugend und arbeitet auch auf. Es ist ein Aufschrei nachl anger Zeit, endlich herauszuschreien, was man ihr angetan hat, nachzuforschen, warum alles so gekommen ist und vorallem - warum ihre Mutter Irma so gehandelt hat - nicht gehandelt hat !!

Im zarten Alter von 5 Jahren wurde Mona zum ersten mal von ihrem Stiefvater mißbraucht. Viele Jahre redete sie nicht und ließ einfach alles über sich ergehen, fraß das Leid in sich hinein...

Es ist sicher ein befreiendes Aufschreien, welches aus diesem Buch hervorgeht. Klar, es kann nicht wieder rückgängig gemacht werden, aber einneues Leben kann vielleicht begonnen werden.

kurze Leseprobe an dieser Stelle:
Irgendwann, es kam mir wie viele Stunden vor, hast du mich leicht am Arm geschüttelt und mir bedeutet, das Antje und ich jetzt ins Bett gehen sollten. Ich schloss daraus, dass gleich der letzte Bus kommen müsste, um Deinen Mann an der Haltestelle bei der Arztpraxis auszuspucken. Wir gingen in die Kammer, legten uns aber nicht ins Bett. Wir blieben hinter der Tür stehen und schauten abwechselnd durch den Schlit, um ja nichts zu verpassen. Lange mussten wir nicht warten, da hörten wir ihn grölen, Er wankte in die Wohnküche, eine Sektflasche in der Hand, und ließ sich damit plump auf einen Stuhl fallen. Er versuchte, Dich auf seinen Schoß zu ziehen, ignorierte Deine Eismiene und steckte sich eine Zigarette an. "Was denn los, mein Schatz? ...

Schon aus diesen Wort geht hervor, wie genau sich Mona erinnert, wie viele Details im Buch zum Tragen kommen, wie sie ihren Stiefvater als grölenden und tyrranisierenden Menschen kennengelernt hat, vor dem jeder einfach nur Angst hatte.

Niemand mocht ihn, man ertrug ihn einfach und hielt den Mund zu all den schrecklichen Greueltaten, die er tagtäglich in der gesamten Familie und vorallem an Mona tat.

Und was ist mit ihrer Schwester???

meine Meinung:
Ich finde, dass dieses Buch sehr aus dem Bauch und Herzen heraus geschrieben ist, man spürt die Sehnsucht, alles von der Seele zu schreiben, der Mutter zu sagen, was man von dem ganzen hält und was man über die vielen Jahre erdulden musste und den Mund gehalten hatte um des lieben Friedens willen und weil es halt zu schrecklich war, um es zu erzählen.

Man kann sich nicht vorstellen, was ein 5jähriges Mädchen durchmachen muss. Die Autorin - nun um einige Jährchen älter - erzählt von ihrer Kindheit, die eigentlich keine Kindheit war und von ihrer Jugendzeit in einer Familie, die auch keine Familie war, sondern für alle einfach nur die Hölle.

Sehr zu Herzen gehend und äußerst detailliert schildert sie alles, was ihr widerfahren ist. Bis ins kleinste Detail erinnert sie sich an einzelne Szenen, die ihr besonders im Gedächtnis geblieben sind und ich finde es sehr gut zu lesen, dass sie dieses Buch, diesen Brief, diese Zeilen, an ihre Mutter richtet, mit der sie so lange nicht über dieses Schreckliche hatte reden können.

Mit diesem Buch ist das Schweigen beendet, Mona rechnet ab und erzählt was ihr widerfahren ist. Warum hat ihre Mutter zu all dem geschwiegen. Man kann sich das nicht vorstellen, dass eine Mutter zuschauen kann, wie ihrem Kind so etwas angetan werden kann. Kann man mit einem solchen Mann zusammenleben, der die Familie und seine ihm anvertrauten Kinder, auch wenn es "NUR" Stiefkinder sind, so schändlich mißbraucht?

Ich finde, dieses Buch ist ein perfektes Zeugnis eines mißbrauchten Menschen. Man sollte es gelesen haben, nicht nur wegen der Gefühlswelt der Mona, die hier sehr gut zum Ausdruck kommt, sondern auch wegen der Mutter und ihrer Reaktion.

Weiterhin finde ich es sehr mutig, dieses Buch zu schreiben, sicher war es nicht leicht, noch einmal alles wieder aufleben zu lassen, aber ich glaube, es hat der Autorin geholfen aufzuarbeiten.

Möge sie ein Leben in Frieden führen können.
Erschütternd
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch ist erschütternd. Eine Mutter, die den Titel "Mutter" nicht verdient hat. Es ist unfassbar, was Erwachsene ihren Kindern antun können!
Nicht geschockt - erschüttert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es war mir klar, dass dieses Buch schwierig für mich sein wird zu Lesen. Und dennoch habe ich es nun innerhalb von zwei Tagen gelesen. Und seitdem ich angefangen habe, quält mich ein Albtraum wieder - hatte ich schon lange nicht mehr, den Traum schon fast vergessen.

Die Sprache, die Ausdrücke die in diesem Buch verwendet werden haben mich nicht geschockt. Ich wusste ja schließlich was auf mich zukommen würde, war vorbereitet. Und ich habe bereits härtete Worte verwendet.

Für Menschen die selbst Gewalt jeglicher Art in ihrer Kindheit erfahren musste - ich würde das Buch nicht empfehlen. ES triggert zu sehr. Es ist als würde man eine Zeitreise unternehmen.
Für alle, die wohlbehütet aufwuchsen - lest es und vielleicht versteht ihr uns "Flüsterkinder" dann besser. Und vielleicht schaut ihr dann auch ein bisschen genauer hin wenn das Nachbarskind ständig weint, blaue Flecken hat oder sich seltsam benimmt. Bitte.
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Produkt-Bild: Vater Unser in der Hölle: Durch Missbrauch in einer satanistischen Sekte zerbrach Angelas Persönlichkeit

Vater Unser in der Hölle: Durch Missbrauch in einer satanistischen Sekte zerbrach Angelas Persönlichkeit von Ulla Fröhling

Taschenbuch von Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag)
Angebote bei Amazon: ab EUR 7,97

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3404616251, Erscheinungsdatum: Januar 2008, Auflage: 7
Zoom ± Produkt-Bild: Vater Unser in der Hölle: Durch Missbrauch in einer satanistischen Sekte zerbrach Angelas Persönlichkeit

5 Kundenrezensionen:

Absolut krass und krank !!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe noch nie so ein bitter-böses Buch gelesen! Ich konnte es kaum aus der Hand legen und mußte dennoch pausieren, weil es einfach unerträglich war...! Dieses Buch ist das "heftigste", was ich jemals gelesen hatte!
Was diesem kleinen Mädchen widerfährt, kann mensch sich nicht einmal in den schlimmsten Alpträumen vorstellen!
Absolut nichts für schwache Nerven, denn dieses Buch läßt einen nie mehr los!
Unglaubwürdig
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Es ist eine furchtbare Geschichte. Man wirkt asozial, wenn man das Buch trotzdem nicht gut bewertet. Ich vergebe trotzdem nur einen Punkt. Der Grund: Ich halte diese Geschichte für unglaubwürdig und zwar gerade weil ich beruflich mit Menschen zu tun habe, die Sektenerfahrung haben. Auch in satanistischen Sekten. Ich habe dieses Buch in einer Selbsthilfegruppe mit Betroffenen gelesen. Es ist ein verdammt hartes Schicksal. Und deshalb halte ich es für, gelinde gesagt, falsch, ein Buch zu veröffentlichen, in dem übertrieben wird. Das steigert vermutlich den Absatz. Aber es hilft den Opfern nicht. Im Gegenteil. Ich kann dieses Buch deshalb nicht empfehlen und rate denen, die sich Rat und Hilfe davon erwarten, es nicht zu kaufen/lesen.
vater unser in der hölle
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch ist hervorragend und gut erklärt.Ich bin Mutter von 6 KIndern und sehr um das Wohl dieser bemüht.Durch die Ausbildung,einer meiner Töchter zur Kinderpädagogin, werden solche Bücher im Unterricht mit eingebunden. Es darf nicht länger verschwiegen werden,dass es solche grausamen Dinge gibt.Leider ist es für ausenstehende Personen schwer, solchen Kindern zu helfen.Ich habe auch ein Kind in der Nachbarschaft. Man spricht mit dem Jugendamt oder auch mit der Polizei über die Beobachtungen,aber man wird nicht wirklich ernst genommen. Mir persönlich hilft es sehr,wenn ich durch diese Bücher, Einblicke in das Leben eines Opfers erhalte. Man kann dadurch,Menschen im eigenem Umfeld indirekt besser zur Seite stehen,weil man Verhaltensauffälligkeiten besser verstehen kann.Als Mitglied im Elternverein,hat man eine gute Möglichkeit Kinder und auch Lehrer zu unterstützen.
Eine erschreckend, traurige Geschichte, die ich nicht zu ende lesen konnte!
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch nicht zu Ende lesen können. Obwohl ich schon andere Bücher mit ähnlichen Inhalten gelesen habe, empfand ich dieses als zu schrecklich und traurig, so dass ich bei einigen Stellen weinen musste und es desswegen auch nicht zu ende lesen möchte. Ich kann nur allen die schwache Nerven haben von diesem Buch abraten!!! (Ich muss dabei sagen dass ich sonst nur Horror- und Splatterfilme schaue und desswegn relativ starke Nerven habe)
Schaut nicht weg!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hallo an alle.
dieses buch muss man gelesen haben. ich fand es sehr bewegend, was angela in ihrem leben durch machen musste. man erfährt auch mehr über multiple persönlichkeiten. manchmal saß ich vor dem buch und hab den satz noch einmal gelesen, weil ich das so schockierend fand. es ist sehr schlimm dass es soetwas gibt, doch leider weiß man darüber nicht sehr viel. man darf nicht wegschauen das ist sehr wichtig. ich bin angehende pädagogin und gerade für meine spätere arbeit fand ich das sehr spannend, da ich gerne mit solchen menschen arbeiten möchte.
demnach würde ich das buch nur empfehlen. den inhalt dieses buches wird man so schnell nicht mehr vergessen
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Produkt-Bild: ... doch helfen musste ich mir selbst: Opfer eines sadistischen Ehepaars. Doch niemand glaubt ihr ...

... doch helfen musste ich mir selbst: Opfer eines sadistischen Ehepaars. Doch niemand glaubt ihr ... von Silvia K.

Taschenbuch von Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag)
Angebote bei Amazon: ab EUR 4,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3404613155, Erscheinungsdatum: Mai 2010, Auflage: 13
Zoom ± Produkt-Bild: ... doch helfen musste ich mir selbst: Opfer eines sadistischen Ehepaars. Doch niemand glaubt ihr ...

5 Kundenrezensionen:

Gänsehautfeeling
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Einfach hammer, was Silvia durchstehen mußte. Ergreifend und Gänsehautfeeling.
Sehr zu empfehlen. Ich habe es auch empfohlen bekommen von einer ehemaligen Mitschülerin. Danke Sandra.
Schlechter Schreibstil - wenig glaubhaft!
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Ich kann mich den positiven Rezensionen hier nicht anschließen. Eins vorab: Ich finde es absolut grausam, was Silvia K. passiert ist. Meine Kritik bezieht sich in erster Linie auf die Art und Weise, wie das Buch geschrieben ist. Ich habe schon mehrere Bücher solcher Art gelesen, allerdings in einem wesentlich besseren Schreibstil.

Zunächst beschreibt Sylvia K. ihre Kindheit. Von der Mutter nicht gewollt, erzogen von den Großeltern war sie ein sehr schwieriges Kind. Mit neun Jahren wird sie sexuell missbraucht. Anschließend folgen Heimaufenthalte und der Umgang mit Menschen, die nicht der beste Umgang sind. Dann wird sie von einem Ehepaar entführt, das sie auf bestialische Art und Weise quält, die unvorstellbar ist. In Freiheit vertraut sie sich wieder einmal falschen Freunden und der Boulevard-Presse an. Danach folgt der Abstieg: Sie dreht Softpornos, wird drogenabhängig. Ich als Leserin habe nur noch den Kopf geschüttelt. Dass Silvia K. viel Leid erfahren hat, ist das eine, aber ständig von einer in die nächste Scheiße zu treten, ist das andere. Da frage ich mich ernsthaft, ob sie denn nie dazugelernt hat.

Der Schreibstil ist geprägt von einer Aneinanderreihung von Sätzen; Emotionen werden nicht beschrieben. In Nebensätzen werden ihre Selbstmordversuche erwähnt. Silvia K. schreibt so über ihre Qualen, als ginge sie zum Bäcker drei Brötchen kaufen. Für mich ist da Buch ein ganz schlechtes Beispiel einer Autobiografie. Jeder Fünftklässler kann wahrscheinlich besser schreiben. Ich frage mich, wer die Berater waren, die Silvia K. zu diesem Buch geraten haben. Das hätte man in jedem Fall besser machen müssen....

Das Buch heißt "...doch helfen musste ich mir selbst". Ich frage mich, wie sich die Autorin denn geholfen hat? M. E. hat sie sich überhaupt nicht geholfen, denn sonst würde sie nicht so einen Satz am Ende des Buches schreiben: "Es kommt wie es kommt, aber mit einem Lachen geht es sich leichter durch's leben". Ja sicher: Ich werde vergewaltigt, gequält, ausgenutzt, geschlagen und gedemütigt, aber mit einem Lachen auf den Lippen geht es besser. Sorry, aber so etwas kann man doch nicht ernst nehmen. Warum hat Silvia K. keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen?
Für mich wirkt das Buch wenig glaubhaft und authentisch. Wenn man Opfer von Verbrechen wird, erzählt man anders darüber und nicht so, als sei es das normalste der Welt.......
Augenöffner
5 Punkte 5 von 5 Punkten
dieses buch öffnet so gar leuten die keine opfer sind und die Augen verschließen die Augen.
Oh mein Gott
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich bekam das Buch nur zufällig in die Hände und konnte es nach dem Lesen der ersten Seiten nicht mehr weglegen. Ich glaube, dass ich noch nie ein Buch so verschlungen habe wie dieses. Es fesselt einen und reißt einen mit in die Tiefe. Mehrere Tage konnte ich gar nicht richtig schlafen, weil ich so betroffen und verstört war. Lesen sollten das Buch auf jeden Fall nur jene, die seinen Inhalt auch verkraften können.
Sehr empfehlenswert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Mich hat dieses Buch schockiert. Daß einem Mädchen so etwas passiert und ihr dann niemand glaubt? Das kann nicht sein - würde man meinen. Wie sich dann ihr Leben danach entwickelt, ist leider nachvollziehbar. Ich wünsche Ihr, daß auch sie einmal wirklich glücklich wird und lernt, daß es sich lohnt, zu leben.
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