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Das weiße Band
DVD von Warner Home Video - DVD |
Aus der Amazon.de-RedaktionDas weisse Band ist Michael Hanekes preisgekröntes Panorama einer Dorfgemeinschaft kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Ein bedrückendes Soziogramm in faszinierenden schwarz-weiss Bildern. Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos-kontrollierendem Blick und peinlich-genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen was man ?das Böse? nennen könnte. Oft genug bricht das Unheil in bestehende Familienstrukturen ein, etwa in Der siebente Kontinent, Funny Games oder Wolfzeit. Und auch in Das weisse Band ist es die Familie, die Gemeinschaft, in diesem Fall ein ganzes Dorf, dass unter furchtbaren, mysteriösen Ereignissen zu leiden hat. Die Geschichte spielt im spätfeudalen Deutschland, kurz vor dem Beginn des ersten Weltkriegs. Ein kleines Dorf im brandenburgischen, unberührt, unschuldig. Aber es dauert nicht lange bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Zunächst stürzt der Dorfarzt mit seinem Pferd über ein tückisch gespanntes Drahtseil. Dann kommt eine Arbeiterin im Sägewerk zu Tode. Eine ganze Reihe mysteriöser Vorfälle führen uns immer tiefer in die patriarchalen Strukturen einer repressiven Gesellschaft. In den Mittelpunkt rückt der vom Dorfpfarrer geleitete Kinderchor und die Familien der Kinder und Jugendlichen. Verfehlungen werden mit Stockstrafe und gnadenloser Strenge verfolgt. Ein behindertes Kind wird bis aufs Blut gequält, eine Scheune brennt ab. Wer steckt hinter all dem? Was sich auf den ersten Blick wie ein Thrillerplot liest dient Haneke als strukturelle Klammer um die Beziehungen zwischen dem archetypisch anmutenden Figurenarsenal auszuloten. Das Ganze trägt, wie so oft bei Haneke, laborhafte Züge ? eine Versuchsanordnung die ganz bewusst Distanz zum Betrachter schafft. Die pädagogische Strenge der Erwachsenen spiegelt sich in der inszenatorischen Strenge von Hanekes Regie. Dem Zuschauer wird kaum etwas erspart und wenn, dann nur um den Horror zu verstärken. Immer wieder bedient sich Haneke dem Mittel der Auslassung, wenn zum Beispiel die kleineren Geschwister des Pfarrersohns gezwungen sind die disziplinatorischen Massnahmen des Vaters mit anzuhören. Wir sehen den Jungen, wie er den Stock holt um im angrenzenden Zimmer zu verschwinden. Dann folgen die Hiebe, im Off. Je weiter der Film voranschreitet umso weniger geht es dem Film um eine Auflösung. Die bedrückende Atmosphäre legt sich von den Familien ausgehend über das gesamte Dorf, respektive die unter das Vergrösserungsglas gelegte ländliche Gesellschaft. Der Film ist in kristallklare schwarz-weiss Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbare, sorgsam austarierte Einstellungen die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen. Michael Hanekes Film wurde unter anderem beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Ein Film den man sich nicht entgehen lassen sollte. ---Thomas Reuthebuch ProduktbeschreibungEin Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern ? ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter? 5 Kundenrezensionen:Grauenvolles, maßlos überschätztes Machwerk 1 von 5 PunktenManchmal glaubt man geradezu, es handele sich um die Parodie eines klassischen "Intellektuellenfilms". Leider zieht sich das Ganze über unendlich lange und zunehmend ärgerlich machende zweieinhalb Stunden! "Das weisse Band" will das vermeintlich typisch ländliche Leben kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs als Nährboden für den aufkommenden Faschismus skizzieren. So deutet es zumindest der Erzähler gleich zu Beginn an, wobei der Hinweis eher erfolgt, um dem "anspruchsvollen" Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, einen "wichtigen" Film zu sehen. Das passiert allerdings mit so überzeichneten und durchweg unsympathischen Figuren (bis auf Detlev Buck), dass die "Botschaft" allzu platt daherkommt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Deutschland zu jener Zeit mehr gestörte Familien vorzuweisen gehabt haben sollte, als andere europäische Nationen. Auch ist es mir zu einfach, den konservativen Protestantismus so in den Fokus zu rücken. Die Kinder als Täter bzw. Opfer ihres Umfelds erinnern in ihrem Auftreten an den Horrorklassiker "Das Dorf der Verdammten", was entweder als besonders symbolträchtig bewußt erfolgt, weil die Nähe zum Horrorfilm (leider aber ohne jegliche Spannung) gewollt war oder aber meine These einer Parodie unterstreicht. Spätestens die verbale Demütigung seiner Geliebten durch den Arzt ist so überzogen, dass man sich schon veralbert vorkommt. Es fehlt eigentlich nur noch, dass er später noch den Nachbarshund mißbraucht! Insgesamt empfand ich den Film nach alledem als ärgerlich, uninteressant und schlichtweg langweilig. Einzig die guten Darsteller und die hervorragende Kameraarbeit sowie die Hoffnung auf dramaturgische Höhen (die aber nicht kommen!) lassen einen bis zum Schluss durchhalten. Anschließend obsiegt dann doch der Ärger, dass man nicht vorher abgeschaltet hat, um sich diesen wahrlich ätzenden Film zu ersparen und nicht den zweieinhalb gestohlenen Stunden seines Lebens hinterherzutrauern. Wer sich "Das weisse Band" dennoch antun will, dem sei noch erwähnt, dass das Bild der Blu-ray streckenweise grandios ist. In dunklen Szenen rauscht es aber (gewollt) kräftig. Der musikfreie Ton (es soll ja realistisch sein!) bietet gut verständliche Stimmen. Erinnerung an eine schwarze Pädagogik früherer Zeiten 5 von 5 PunktenIch bin erfreut darüber, dass dieser Film so bald nach Ersacheinen bereits auf DVD herausgekommen ist.Gibt er doch ein bedrückendes Beispiel einer "schwarzen Pädagogik",an die einige unserer Generation noch gewisse Erinnerungen haben und die hoffentlich bald endgültig ausgestorben sein wird. Fragwürdig 2 von 5 PunktenIch habe mir Zeit gelassen, diesen Film zu sehen, obwohl ich neugierig war, nach den vielen guten Kritiken, die zu lesen waren. Jetzt, da ich ihn gesehen habe und in anschließend in amazon die unterschiedlichen Meinungen überflogen habe, kann ich es mir nicht verkneifen, mich auch zu äußern. Es ist richtig, dass der Film verstörend ist und den Zuschauer durchaus in den Bann schlägt. Die seltsamen Geschehnisse in dem Dorf, die Brutalität verdichtet sich gegen Ende des Films. Ein Höhepunkt" ist sicher, als dem unschuldigen behinderten Kind die Augen ausgestochen werden. Der Zuschauer erwartet natürlich am Ende des Films die Auflösung. Diese gibt es aber nicht, wohl aber die Ahnung, dass die Tochter des Pfarrers die zentrale Figur auf Seiten der Täter ist. Also, die Handlung wird nicht zu Ende erzählt, sondern der Zuschauer wird mit seinen Fragen zurückgelassen. Das sitzt. Der Regisseur macht das ganz geschickt. Würde er die Handlung auflösen, wäre zum einen die Luft schnell draußen, zum anderen würde der Zuschauer schnell merken, wie konstruiert die Geschichte ist. Und genau aus diesem Grund gebe ich diesem Film nur 2 Sterne, obwohl die beim Zuschauer geweckte Neugier, Kamera und schauspielerische Leistungen sicher mehr Sterne verdienten. Die scheinbar realistische Geschichte hat sich ein krankes Gehirn ausgedacht, ein Perverser, der dem Zuschauer glauben machen will, dass ganz normale Kinder in einem ganz normalen Dorf in Deutschland vor 100 Jahren kranke Gehirne hatten. Das war nicht der Fall. Krank ist hier nur der Kopf, der sich das ausgedacht hat, HEUTE. Dass deutsche und europäische (Sozial-)Geschichte hier geschickt in den Dreck gezogen werden, auf so einen subtile und doch sitzende Art und dass Kritiker so ein Machwerk mit Preisen überhäufen, stimmt schon traurig. Fakt ist, für mich ist das ein typischer Vorbehaltsfilm: Sollte dem Publikum nur gezeigt werden, wenn zuvor eine Aufklärung über historische Tatsachen und die Motive von Produzent & Regisseur erfolgt. Dann aber nimmt man es auch nicht mehr ernst, das Filmchen. Macht depressiv und hat Längen 1 von 5 PunktenIch kann die sehr guten Kritiken nicht immer ganz nachvollziehen! Der Film hat eindeutige Längen, macht depressiv und ist morbide. Ganz zu schweigen von einer nicht stattfindenden Auflösung am Ende aber das mag an der Romanvorlage liegen und kann wohl den Filmemachern nicht angelastet werden. Die Schauspieler sind erstklassig, allen voran der Pfarrer und die junge Eva. Die können aber nicht darüber hinweghelfen, dass dies nicht mein Lieblingsfilm werden wird und kann. Er wurde nur einmal gesehen werden und...wahrscheinlich nie wieder! An Instant Classic! 5 von 5 PunktenWriter and directed by Michael Haneke ('Funny Games', `The Piano Teacher'), `The White Ribbon' takes place in a small northern Germany village in the year before Austria-Hungary declare war on Serbia provoking World War I. Haneke's direction is magically bleak, shot in a rich black and white with an eerie and powerful feel. (Christian Berger is the cinematographer). Narrated by the schoolteacher (as an older man recalling the story as in a fable) the film begins with an innocent look at the village people and its structure, notably the feared Baron who provides most of the work for the villagers, the omnipotent town doctor and the self-righteous town's pastor. All three come to represent a respected but feared presence from all, especially the children. A series of cruel and horrifically mean-spirited offenses occur over the year, beginning with the doctor and his horse as they catch a hidden wire while riding and are thrown to the ground. Speculation rises as the villagers try to unearth the culprit. More unthinkable and strange happenings occur, some involving children, sending the village into a sinister atmosphere of distrust and accusation. The pastor tries to remedy his children's behavior by forcing them to wear white ribbons on their arms - a false sign of purity and innocence. At the same time, the pastor is relentless in caning his children behind closed doors. That's one of the marvels of the film, in that, other than the initial horse tragedy, none of the atrocities are directly shown on screen. Both adults and children fall prey to some of these cruel and horrific events. Allegedly, adults towards children and children towards adults. The cinematography is remarkable as high contrast gives the film a ghostly, foreboding feel and look. Haneke never comes straight forward with answers, but insinuates most of the events, giving the story an almost Hitchcockian feel. Shocking without being graphic, `The White Ribbon' shows the ugly underbelly of a small town that tries to keep its appearances while deteriorating inside. It feels like a true classic. |
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Das weiße Band (Einzel-DVD)
DVD von Warner Home Video - DVD |
Aus der Amazon.de-RedaktionDas weisse Band ist Michael Hanekes preisgekröntes Panorama einer Dorfgemeinschaft kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Ein bedrückendes Soziogramm in faszinierenden schwarz-weiss Bildern. Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos-kontrollierendem Blick und peinlich-genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen was man ?das Böse? nennen könnte. Oft genug bricht das Unheil in bestehende Familienstrukturen ein, etwa in Der siebente Kontinent, Funny Games oder Wolfzeit. Und auch in Das weisse Band ist es die Familie, die Gemeinschaft, in diesem Fall ein ganzes Dorf, dass unter furchtbaren, mysteriösen Ereignissen zu leiden hat. Die Geschichte spielt im spätfeudalen Deutschland, kurz vor dem Beginn des ersten Weltkriegs. Ein kleines Dorf im brandenburgischen, unberührt, unschuldig. Aber es dauert nicht lange bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Zunächst stürzt der Dorfarzt mit seinem Pferd über ein tückisch gespanntes Drahtseil. Dann kommt eine Arbeiterin im Sägewerk zu Tode. Eine ganze Reihe mysteriöser Vorfälle führen uns immer tiefer in die patriarchalen Strukturen einer repressiven Gesellschaft. In den Mittelpunkt rückt der vom Dorfpfarrer geleitete Kinderchor und die Familien der Kinder und Jugendlichen. Verfehlungen werden mit Stockstrafe und gnadenloser Strenge verfolgt. Ein behindertes Kind wird bis aufs Blut gequält, eine Scheune brennt ab. Wer steckt hinter all dem? Was sich auf den ersten Blick wie ein Thrillerplot liest dient Haneke als strukturelle Klammer um die Beziehungen zwischen dem archetypisch anmutenden Figurenarsenal auszuloten. Das Ganze trägt, wie so oft bei Haneke, laborhafte Züge ? eine Versuchsanordnung die ganz bewusst Distanz zum Betrachter schafft. Die pädagogische Strenge der Erwachsenen spiegelt sich in der inszenatorischen Strenge von Hanekes Regie. Dem Zuschauer wird kaum etwas erspart und wenn, dann nur um den Horror zu verstärken. Immer wieder bedient sich Haneke dem Mittel der Auslassung, wenn zum Beispiel die kleineren Geschwister des Pfarrersohns gezwungen sind die disziplinatorischen Massnahmen des Vaters mit anzuhören. Wir sehen den Jungen, wie er den Stock holt um im angrenzenden Zimmer zu verschwinden. Dann folgen die Hiebe, im Off. Je weiter der Film voranschreitet umso weniger geht es dem Film um eine Auflösung. Die bedrückende Atmosphäre legt sich von den Familien ausgehend über das gesamte Dorf, respektive die unter das Vergrösserungsglas gelegte ländliche Gesellschaft. Der Film ist in kristallklare schwarz-weiss Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbare, sorgsam austarierte Einstellungen die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen. Michael Hanekes Film wurde unter anderem beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Ein Film den man sich nicht entgehen lassen sollte. ---Thomas Reuthebuch ProduktbeschreibungEin Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des erstenWeltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern ? ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter? Extras:
![]() ![]() ![]() ![]() 5 Kundenrezensionen:Grauenvolles, maßlos überschätztes Machwerk 1 von 5 PunktenManchmal glaubt man geradezu, es handele sich um die Parodie eines klassischen "Intellektuellenfilms". Leider zieht sich das Ganze über unendlich lange und zunehmend ärgerlich machende zweieinhalb Stunden! "Das weisse Band" will das vermeintlich typisch ländliche Leben kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs als Nährboden für den aufkommenden Faschismus skizzieren. So deutet es zumindest der Erzähler gleich zu Beginn an, wobei der Hinweis eher erfolgt, um dem "anspruchsvollen" Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, einen "wichtigen" Film zu sehen. Das passiert allerdings mit so überzeichneten und durchweg unsympathischen Figuren (bis auf Detlev Buck), dass die "Botschaft" allzu platt daherkommt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Deutschland zu jener Zeit mehr gestörte Familien vorzuweisen gehabt haben sollte, als andere europäische Nationen. Auch ist es mir zu einfach, den konservativen Protestantismus so in den Fokus zu rücken. Die Kinder als Täter bzw. Opfer ihres Umfelds erinnern in ihrem Auftreten an den Horrorklassiker "Das Dorf der Verdammten", was entweder als besonders symbolträchtig bewußt erfolgt, weil die Nähe zum Horrorfilm (leider aber ohne jegliche Spannung) gewollt war oder aber meine These einer Parodie unterstreicht. Spätestens die verbale Demütigung seiner Geliebten durch den Arzt ist so überzogen, dass man sich schon veralbert vorkommt. Es fehlt eigentlich nur noch, dass er später noch den Nachbarshund mißbraucht! Insgesamt empfand ich den Film nach alledem als ärgerlich, uninteressant und schlichtweg langweilig. Einzig die guten Darsteller und die hervorragende Kameraarbeit sowie die Hoffnung auf dramaturgische Höhen (die aber nicht kommen!) lassen einen bis zum Schluss durchhalten. Anschließend obsiegt dann doch der Ärger, dass man nicht vorher abgeschaltet hat, um sich diesen wahrlich ätzenden Film zu ersparen und nicht den zweieinhalb gestohlenen Stunden seines Lebens hinterherzutrauern. Wer sich "Das weisse Band" dennoch antun will, dem sei noch erwähnt, dass das Bild der Blu-ray streckenweise grandios ist. In dunklen Szenen rauscht es aber (gewollt) kräftig. Der musikfreie Ton (es soll ja realistisch sein!) bietet gut verständliche Stimmen. Erinnerung an eine schwarze Pädagogik früherer Zeiten 5 von 5 PunktenIch bin erfreut darüber, dass dieser Film so bald nach Ersacheinen bereits auf DVD herausgekommen ist.Gibt er doch ein bedrückendes Beispiel einer "schwarzen Pädagogik",an die einige unserer Generation noch gewisse Erinnerungen haben und die hoffentlich bald endgültig ausgestorben sein wird. Fragwürdig 2 von 5 PunktenIch habe mir Zeit gelassen, diesen Film zu sehen, obwohl ich neugierig war, nach den vielen guten Kritiken, die zu lesen waren. Jetzt, da ich ihn gesehen habe und in anschließend in amazon die unterschiedlichen Meinungen überflogen habe, kann ich es mir nicht verkneifen, mich auch zu äußern. Es ist richtig, dass der Film verstörend ist und den Zuschauer durchaus in den Bann schlägt. Die seltsamen Geschehnisse in dem Dorf, die Brutalität verdichtet sich gegen Ende des Films. Ein Höhepunkt" ist sicher, als dem unschuldigen behinderten Kind die Augen ausgestochen werden. Der Zuschauer erwartet natürlich am Ende des Films die Auflösung. Diese gibt es aber nicht, wohl aber die Ahnung, dass die Tochter des Pfarrers die zentrale Figur auf Seiten der Täter ist. Also, die Handlung wird nicht zu Ende erzählt, sondern der Zuschauer wird mit seinen Fragen zurückgelassen. Das sitzt. Der Regisseur macht das ganz geschickt. Würde er die Handlung auflösen, wäre zum einen die Luft schnell draußen, zum anderen würde der Zuschauer schnell merken, wie konstruiert die Geschichte ist. Und genau aus diesem Grund gebe ich diesem Film nur 2 Sterne, obwohl die beim Zuschauer geweckte Neugier, Kamera und schauspielerische Leistungen sicher mehr Sterne verdienten. Die scheinbar realistische Geschichte hat sich ein krankes Gehirn ausgedacht, ein Perverser, der dem Zuschauer glauben machen will, dass ganz normale Kinder in einem ganz normalen Dorf in Deutschland vor 100 Jahren kranke Gehirne hatten. Das war nicht der Fall. Krank ist hier nur der Kopf, der sich das ausgedacht hat, HEUTE. Dass deutsche und europäische (Sozial-)Geschichte hier geschickt in den Dreck gezogen werden, auf so einen subtile und doch sitzende Art und dass Kritiker so ein Machwerk mit Preisen überhäufen, stimmt schon traurig. Fakt ist, für mich ist das ein typischer Vorbehaltsfilm: Sollte dem Publikum nur gezeigt werden, wenn zuvor eine Aufklärung über historische Tatsachen und die Motive von Produzent & Regisseur erfolgt. Dann aber nimmt man es auch nicht mehr ernst, das Filmchen. Macht depressiv und hat Längen 1 von 5 PunktenIch kann die sehr guten Kritiken nicht immer ganz nachvollziehen! Der Film hat eindeutige Längen, macht depressiv und ist morbide. Ganz zu schweigen von einer nicht stattfindenden Auflösung am Ende aber das mag an der Romanvorlage liegen und kann wohl den Filmemachern nicht angelastet werden. Die Schauspieler sind erstklassig, allen voran der Pfarrer und die junge Eva. Die können aber nicht darüber hinweghelfen, dass dies nicht mein Lieblingsfilm werden wird und kann. Er wurde nur einmal gesehen werden und...wahrscheinlich nie wieder! An Instant Classic! 5 von 5 PunktenWriter and directed by Michael Haneke ('Funny Games', `The Piano Teacher'), `The White Ribbon' takes place in a small northern Germany village in the year before Austria-Hungary declare war on Serbia provoking World War I. Haneke's direction is magically bleak, shot in a rich black and white with an eerie and powerful feel. (Christian Berger is the cinematographer). Narrated by the schoolteacher (as an older man recalling the story as in a fable) the film begins with an innocent look at the village people and its structure, notably the feared Baron who provides most of the work for the villagers, the omnipotent town doctor and the self-righteous town's pastor. All three come to represent a respected but feared presence from all, especially the children. A series of cruel and horrifically mean-spirited offenses occur over the year, beginning with the doctor and his horse as they catch a hidden wire while riding and are thrown to the ground. Speculation rises as the villagers try to unearth the culprit. More unthinkable and strange happenings occur, some involving children, sending the village into a sinister atmosphere of distrust and accusation. The pastor tries to remedy his children's behavior by forcing them to wear white ribbons on their arms - a false sign of purity and innocence. At the same time, the pastor is relentless in caning his children behind closed doors. That's one of the marvels of the film, in that, other than the initial horse tragedy, none of the atrocities are directly shown on screen. Both adults and children fall prey to some of these cruel and horrific events. Allegedly, adults towards children and children towards adults. The cinematography is remarkable as high contrast gives the film a ghostly, foreboding feel and look. Haneke never comes straight forward with answers, but insinuates most of the events, giving the story an almost Hitchcockian feel. Shocking without being graphic, `The White Ribbon' shows the ugly underbelly of a small town that tries to keep its appearances while deteriorating inside. It feels like a true classic. |
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The White Ribbon [Blu-ray] [UK Import]
Blu-ray von Artificial Eye |
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The White Ribbon [UK Import]
DVD von Artificial Eye |
Aus der Amazon.de-RedaktionDas weisse Band ist Michael Hanekes preisgekröntes Panorama einer Dorfgemeinschaft kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Ein bedrückendes Soziogramm in faszinierenden schwarz-weiss Bildern. Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos-kontrollierendem Blick und peinlich-genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen was man ?das Böse? nennen könnte. Oft genug bricht das Unheil in bestehende Familienstrukturen ein, etwa in Der siebente Kontinent, Funny Games oder Wolfzeit. Und auch in Das weisse Band ist es die Familie, die Gemeinschaft, in diesem Fall ein ganzes Dorf, dass unter furchtbaren, mysteriösen Ereignissen zu leiden hat. Die Geschichte spielt im spätfeudalen Deutschland, kurz vor dem Beginn des ersten Weltkriegs. Ein kleines Dorf im brandenburgischen, unberührt, unschuldig. Aber es dauert nicht lange bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Zunächst stürzt der Dorfarzt mit seinem Pferd über ein tückisch gespanntes Drahtseil. Dann kommt eine Arbeiterin im Sägewerk zu Tode. Eine ganze Reihe mysteriöser Vorfälle führen uns immer tiefer in die patriarchalen Strukturen einer repressiven Gesellschaft. In den Mittelpunkt rückt der vom Dorfpfarrer geleitete Kinderchor und die Familien der Kinder und Jugendlichen. Verfehlungen werden mit Stockstrafe und gnadenloser Strenge verfolgt. Ein behindertes Kind wird bis aufs Blut gequält, eine Scheune brennt ab. Wer steckt hinter all dem? Was sich auf den ersten Blick wie ein Thrillerplot liest dient Haneke als strukturelle Klammer um die Beziehungen zwischen dem archetypisch anmutenden Figurenarsenal auszuloten. Das Ganze trägt, wie so oft bei Haneke, laborhafte Züge ? eine Versuchsanordnung die ganz bewusst Distanz zum Betrachter schafft. Die pädagogische Strenge der Erwachsenen spiegelt sich in der inszenatorischen Strenge von Hanekes Regie. Dem Zuschauer wird kaum etwas erspart und wenn, dann nur um den Horror zu verstärken. Immer wieder bedient sich Haneke dem Mittel der Auslassung, wenn zum Beispiel die kleineren Geschwister des Pfarrersohns gezwungen sind die disziplinatorischen Massnahmen des Vaters mit anzuhören. Wir sehen den Jungen, wie er den Stock holt um im angrenzenden Zimmer zu verschwinden. Dann folgen die Hiebe, im Off. Je weiter der Film voranschreitet umso weniger geht es dem Film um eine Auflösung. Die bedrückende Atmosphäre legt sich von den Familien ausgehend über das gesamte Dorf, respektive die unter das Vergrösserungsglas gelegte ländliche Gesellschaft. Der Film ist in kristallklare schwarz-weiss Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbare, sorgsam austarierte Einstellungen die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen. Michael Hanekes Film wurde unter anderem beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Ein Film den man sich nicht entgehen lassen sollte. ---Thomas Reuthebuch ProduktbeschreibungEin Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des erstenWeltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern ? ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter? Extras:
![]() ![]() ![]() ![]() 5 Kundenrezensionen:Grauenvolles, maßlos überschätztes Machwerk 1 von 5 PunktenManchmal glaubt man geradezu, es handele sich um die Parodie eines klassischen "Intellektuellenfilms". Leider zieht sich das Ganze über unendlich lange und zunehmend ärgerlich machende zweieinhalb Stunden! "Das weisse Band" will das vermeintlich typisch ländliche Leben kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs als Nährboden für den aufkommenden Faschismus skizzieren. So deutet es zumindest der Erzähler gleich zu Beginn an, wobei der Hinweis eher erfolgt, um dem "anspruchsvollen" Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, einen "wichtigen" Film zu sehen. Das passiert allerdings mit so überzeichneten und durchweg unsympathischen Figuren (bis auf Detlev Buck), dass die "Botschaft" allzu platt daherkommt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Deutschland zu jener Zeit mehr gestörte Familien vorzuweisen gehabt haben sollte, als andere europäische Nationen. Auch ist es mir zu einfach, den konservativen Protestantismus so in den Fokus zu rücken. Die Kinder als Täter bzw. Opfer ihres Umfelds erinnern in ihrem Auftreten an den Horrorklassiker "Das Dorf der Verdammten", was entweder als besonders symbolträchtig bewußt erfolgt, weil die Nähe zum Horrorfilm (leider aber ohne jegliche Spannung) gewollt war oder aber meine These einer Parodie unterstreicht. Spätestens die verbale Demütigung seiner Geliebten durch den Arzt ist so überzogen, dass man sich schon veralbert vorkommt. Es fehlt eigentlich nur noch, dass er später noch den Nachbarshund mißbraucht! Insgesamt empfand ich den Film nach alledem als ärgerlich, uninteressant und schlichtweg langweilig. Einzig die guten Darsteller und die hervorragende Kameraarbeit sowie die Hoffnung auf dramaturgische Höhen (die aber nicht kommen!) lassen einen bis zum Schluss durchhalten. Anschließend obsiegt dann doch der Ärger, dass man nicht vorher abgeschaltet hat, um sich diesen wahrlich ätzenden Film zu ersparen und nicht den zweieinhalb gestohlenen Stunden seines Lebens hinterherzutrauern. Wer sich "Das weisse Band" dennoch antun will, dem sei noch erwähnt, dass das Bild der Blu-ray streckenweise grandios ist. In dunklen Szenen rauscht es aber (gewollt) kräftig. Der musikfreie Ton (es soll ja realistisch sein!) bietet gut verständliche Stimmen. Erinnerung an eine schwarze Pädagogik früherer Zeiten 5 von 5 PunktenIch bin erfreut darüber, dass dieser Film so bald nach Ersacheinen bereits auf DVD herausgekommen ist.Gibt er doch ein bedrückendes Beispiel einer "schwarzen Pädagogik",an die einige unserer Generation noch gewisse Erinnerungen haben und die hoffentlich bald endgültig ausgestorben sein wird. Fragwürdig 2 von 5 PunktenIch habe mir Zeit gelassen, diesen Film zu sehen, obwohl ich neugierig war, nach den vielen guten Kritiken, die zu lesen waren. Jetzt, da ich ihn gesehen habe und in anschließend in amazon die unterschiedlichen Meinungen überflogen habe, kann ich es mir nicht verkneifen, mich auch zu äußern. Es ist richtig, dass der Film verstörend ist und den Zuschauer durchaus in den Bann schlägt. Die seltsamen Geschehnisse in dem Dorf, die Brutalität verdichtet sich gegen Ende des Films. Ein Höhepunkt" ist sicher, als dem unschuldigen behinderten Kind die Augen ausgestochen werden. Der Zuschauer erwartet natürlich am Ende des Films die Auflösung. Diese gibt es aber nicht, wohl aber die Ahnung, dass die Tochter des Pfarrers die zentrale Figur auf Seiten der Täter ist. Also, die Handlung wird nicht zu Ende erzählt, sondern der Zuschauer wird mit seinen Fragen zurückgelassen. Das sitzt. Der Regisseur macht das ganz geschickt. Würde er die Handlung auflösen, wäre zum einen die Luft schnell draußen, zum anderen würde der Zuschauer schnell merken, wie konstruiert die Geschichte ist. Und genau aus diesem Grund gebe ich diesem Film nur 2 Sterne, obwohl die beim Zuschauer geweckte Neugier, Kamera und schauspielerische Leistungen sicher mehr Sterne verdienten. Die scheinbar realistische Geschichte hat sich ein krankes Gehirn ausgedacht, ein Perverser, der dem Zuschauer glauben machen will, dass ganz normale Kinder in einem ganz normalen Dorf in Deutschland vor 100 Jahren kranke Gehirne hatten. Das war nicht der Fall. Krank ist hier nur der Kopf, der sich das ausgedacht hat, HEUTE. Dass deutsche und europäische (Sozial-)Geschichte hier geschickt in den Dreck gezogen werden, auf so einen subtile und doch sitzende Art und dass Kritiker so ein Machwerk mit Preisen überhäufen, stimmt schon traurig. Fakt ist, für mich ist das ein typischer Vorbehaltsfilm: Sollte dem Publikum nur gezeigt werden, wenn zuvor eine Aufklärung über historische Tatsachen und die Motive von Produzent & Regisseur erfolgt. Dann aber nimmt man es auch nicht mehr ernst, das Filmchen. Macht depressiv und hat Längen 1 von 5 PunktenIch kann die sehr guten Kritiken nicht immer ganz nachvollziehen! Der Film hat eindeutige Längen, macht depressiv und ist morbide. Ganz zu schweigen von einer nicht stattfindenden Auflösung am Ende aber das mag an der Romanvorlage liegen und kann wohl den Filmemachern nicht angelastet werden. Die Schauspieler sind erstklassig, allen voran der Pfarrer und die junge Eva. Die können aber nicht darüber hinweghelfen, dass dies nicht mein Lieblingsfilm werden wird und kann. Er wurde nur einmal gesehen werden und...wahrscheinlich nie wieder! An Instant Classic! 5 von 5 PunktenWriter and directed by Michael Haneke ('Funny Games', `The Piano Teacher'), `The White Ribbon' takes place in a small northern Germany village in the year before Austria-Hungary declare war on Serbia provoking World War I. Haneke's direction is magically bleak, shot in a rich black and white with an eerie and powerful feel. (Christian Berger is the cinematographer). Narrated by the schoolteacher (as an older man recalling the story as in a fable) the film begins with an innocent look at the village people and its structure, notably the feared Baron who provides most of the work for the villagers, the omnipotent town doctor and the self-righteous town's pastor. All three come to represent a respected but feared presence from all, especially the children. A series of cruel and horrifically mean-spirited offenses occur over the year, beginning with the doctor and his horse as they catch a hidden wire while riding and are thrown to the ground. Speculation rises as the villagers try to unearth the culprit. More unthinkable and strange happenings occur, some involving children, sending the village into a sinister atmosphere of distrust and accusation. The pastor tries to remedy his children's behavior by forcing them to wear white ribbons on their arms - a false sign of purity and innocence. At the same time, the pastor is relentless in caning his children behind closed doors. That's one of the marvels of the film, in that, other than the initial horse tragedy, none of the atrocities are directly shown on screen. Both adults and children fall prey to some of these cruel and horrific events. Allegedly, adults towards children and children towards adults. The cinematography is remarkable as high contrast gives the film a ghostly, foreboding feel and look. Haneke never comes straight forward with answers, but insinuates most of the events, giving the story an almost Hitchcockian feel. Shocking without being graphic, `The White Ribbon' shows the ugly underbelly of a small town that tries to keep its appearances while deteriorating inside. It feels like a true classic. |
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Ich und die Kaiserin
DVD von Black Hill Pictures GmbH |
ProduktbeschreibungIch und die Kaiserin DV |
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Das weiße Band (Exklusiv bei Amazon.de, inkl. Postkartenset)
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Aus der Amazon.de-RedaktionDas weisse Band ist Michael Hanekes preisgekröntes Panorama einer Dorfgemeinschaft kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Ein bedrückendes Soziogramm in faszinierenden schwarz-weiss Bildern. Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos-kontrollierendem Blick und peinlich-genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen was man ?das Böse? nennen könnte. Oft genug bricht das Unheil in bestehende Familienstrukturen ein, etwa in Der siebente Kontinent, Funny Games oder Wolfzeit. Und auch in Das weisse Band ist es die Familie, die Gemeinschaft, in diesem Fall ein ganzes Dorf, dass unter furchtbaren, mysteriösen Ereignissen zu leiden hat. Die Geschichte spielt im spätfeudalen Deutschland, kurz vor dem Beginn des ersten Weltkriegs. Ein kleines Dorf im brandenburgischen, unberührt, unschuldig. Aber es dauert nicht lange bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Zunächst stürzt der Dorfarzt mit seinem Pferd über ein tückisch gespanntes Drahtseil. Dann kommt eine Arbeiterin im Sägewerk zu Tode. Eine ganze Reihe mysteriöser Vorfälle führen uns immer tiefer in die patriarchalen Strukturen einer repressiven Gesellschaft. In den Mittelpunkt rückt der vom Dorfpfarrer geleitete Kinderchor und die Familien der Kinder und Jugendlichen. Verfehlungen werden mit Stockstrafe und gnadenloser Strenge verfolgt. Ein behindertes Kind wird bis aufs Blut gequält, eine Scheune brennt ab. Wer steckt hinter all dem? Was sich auf den ersten Blick wie ein Thrillerplot liest dient Haneke als strukturelle Klammer um die Beziehungen zwischen dem archetypisch anmutenden Figurenarsenal auszuloten. Das Ganze trägt, wie so oft bei Haneke, laborhafte Züge ? eine Versuchsanordnung die ganz bewusst Distanz zum Betrachter schafft. Die pädagogische Strenge der Erwachsenen spiegelt sich in der inszenatorischen Strenge von Hanekes Regie. Dem Zuschauer wird kaum etwas erspart und wenn, dann nur um den Horror zu verstärken. Immer wieder bedient sich Haneke dem Mittel der Auslassung, wenn zum Beispiel die kleineren Geschwister des Pfarrersohns gezwungen sind die disziplinatorischen Massnahmen des Vaters mit anzuhören. Wir sehen den Jungen, wie er den Stock holt um im angrenzenden Zimmer zu verschwinden. Dann folgen die Hiebe, im Off. Je weiter der Film voranschreitet umso weniger geht es dem Film um eine Auflösung. Die bedrückende Atmosphäre legt sich von den Familien ausgehend über das gesamte Dorf, respektive die unter das Vergrösserungsglas gelegte ländliche Gesellschaft. Der Film ist in kristallklare schwarz-weiss Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbare, sorgsam austarierte Einstellungen die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen. Michael Hanekes Film wurde unter anderem beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Ein Film den man sich nicht entgehen lassen sollte. ---Thomas Reuthebuch ProduktbeschreibungEin Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des erstenWeltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern ? ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter? Extras:
![]() ![]() ![]() ![]() 5 Kundenrezensionen:Grauenvolles, maßlos überschätztes Machwerk 1 von 5 PunktenManchmal glaubt man geradezu, es handele sich um die Parodie eines klassischen "Intellektuellenfilms". Leider zieht sich das Ganze über unendlich lange und zunehmend ärgerlich machende zweieinhalb Stunden! "Das weisse Band" will das vermeintlich typisch ländliche Leben kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs als Nährboden für den aufkommenden Faschismus skizzieren. So deutet es zumindest der Erzähler gleich zu Beginn an, wobei der Hinweis eher erfolgt, um dem "anspruchsvollen" Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, einen "wichtigen" Film zu sehen. Das passiert allerdings mit so überzeichneten und durchweg unsympathischen Figuren (bis auf Detlev Buck), dass die "Botschaft" allzu platt daherkommt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Deutschland zu jener Zeit mehr gestörte Familien vorzuweisen gehabt haben sollte, als andere europäische Nationen. Auch ist es mir zu einfach, den konservativen Protestantismus so in den Fokus zu rücken. Die Kinder als Täter bzw. Opfer ihres Umfelds erinnern in ihrem Auftreten an den Horrorklassiker "Das Dorf der Verdammten", was entweder als besonders symbolträchtig bewußt erfolgt, weil die Nähe zum Horrorfilm (leider aber ohne jegliche Spannung) gewollt war oder aber meine These einer Parodie unterstreicht. Spätestens die verbale Demütigung seiner Geliebten durch den Arzt ist so überzogen, dass man sich schon veralbert vorkommt. Es fehlt eigentlich nur noch, dass er später noch den Nachbarshund mißbraucht! Insgesamt empfand ich den Film nach alledem als ärgerlich, uninteressant und schlichtweg langweilig. Einzig die guten Darsteller und die hervorragende Kameraarbeit sowie die Hoffnung auf dramaturgische Höhen (die aber nicht kommen!) lassen einen bis zum Schluss durchhalten. Anschließend obsiegt dann doch der Ärger, dass man nicht vorher abgeschaltet hat, um sich diesen wahrlich ätzenden Film zu ersparen und nicht den zweieinhalb gestohlenen Stunden seines Lebens hinterherzutrauern. Wer sich "Das weisse Band" dennoch antun will, dem sei noch erwähnt, dass das Bild der Blu-ray streckenweise grandios ist. In dunklen Szenen rauscht es aber (gewollt) kräftig. Der musikfreie Ton (es soll ja realistisch sein!) bietet gut verständliche Stimmen. Erinnerung an eine schwarze Pädagogik früherer Zeiten 5 von 5 PunktenIch bin erfreut darüber, dass dieser Film so bald nach Ersacheinen bereits auf DVD herausgekommen ist.Gibt er doch ein bedrückendes Beispiel einer "schwarzen Pädagogik",an die einige unserer Generation noch gewisse Erinnerungen haben und die hoffentlich bald endgültig ausgestorben sein wird. Fragwürdig 2 von 5 PunktenIch habe mir Zeit gelassen, diesen Film zu sehen, obwohl ich neugierig war, nach den vielen guten Kritiken, die zu lesen waren. Jetzt, da ich ihn gesehen habe und in anschließend in amazon die unterschiedlichen Meinungen überflogen habe, kann ich es mir nicht verkneifen, mich auch zu äußern. Es ist richtig, dass der Film verstörend ist und den Zuschauer durchaus in den Bann schlägt. Die seltsamen Geschehnisse in dem Dorf, die Brutalität verdichtet sich gegen Ende des Films. Ein Höhepunkt" ist sicher, als dem unschuldigen behinderten Kind die Augen ausgestochen werden. Der Zuschauer erwartet natürlich am Ende des Films die Auflösung. Diese gibt es aber nicht, wohl aber die Ahnung, dass die Tochter des Pfarrers die zentrale Figur auf Seiten der Täter ist. Also, die Handlung wird nicht zu Ende erzählt, sondern der Zuschauer wird mit seinen Fragen zurückgelassen. Das sitzt. Der Regisseur macht das ganz geschickt. Würde er die Handlung auflösen, wäre zum einen die Luft schnell draußen, zum anderen würde der Zuschauer schnell merken, wie konstruiert die Geschichte ist. Und genau aus diesem Grund gebe ich diesem Film nur 2 Sterne, obwohl die beim Zuschauer geweckte Neugier, Kamera und schauspielerische Leistungen sicher mehr Sterne verdienten. Die scheinbar realistische Geschichte hat sich ein krankes Gehirn ausgedacht, ein Perverser, der dem Zuschauer glauben machen will, dass ganz normale Kinder in einem ganz normalen Dorf in Deutschland vor 100 Jahren kranke Gehirne hatten. Das war nicht der Fall. Krank ist hier nur der Kopf, der sich das ausgedacht hat, HEUTE. Dass deutsche und europäische (Sozial-)Geschichte hier geschickt in den Dreck gezogen werden, auf so einen subtile und doch sitzende Art und dass Kritiker so ein Machwerk mit Preisen überhäufen, stimmt schon traurig. Fakt ist, für mich ist das ein typischer Vorbehaltsfilm: Sollte dem Publikum nur gezeigt werden, wenn zuvor eine Aufklärung über historische Tatsachen und die Motive von Produzent & Regisseur erfolgt. Dann aber nimmt man es auch nicht mehr ernst, das Filmchen. Macht depressiv und hat Längen 1 von 5 PunktenIch kann die sehr guten Kritiken nicht immer ganz nachvollziehen! Der Film hat eindeutige Längen, macht depressiv und ist morbide. Ganz zu schweigen von einer nicht stattfindenden Auflösung am Ende aber das mag an der Romanvorlage liegen und kann wohl den Filmemachern nicht angelastet werden. Die Schauspieler sind erstklassig, allen voran der Pfarrer und die junge Eva. Die können aber nicht darüber hinweghelfen, dass dies nicht mein Lieblingsfilm werden wird und kann. Er wurde nur einmal gesehen werden und...wahrscheinlich nie wieder! An Instant Classic! 5 von 5 PunktenWriter and directed by Michael Haneke ('Funny Games', `The Piano Teacher'), `The White Ribbon' takes place in a small northern Germany village in the year before Austria-Hungary declare war on Serbia provoking World War I. Haneke's direction is magically bleak, shot in a rich black and white with an eerie and powerful feel. (Christian Berger is the cinematographer). Narrated by the schoolteacher (as an older man recalling the story as in a fable) the film begins with an innocent look at the village people and its structure, notably the feared Baron who provides most of the work for the villagers, the omnipotent town doctor and the self-righteous town's pastor. All three come to represent a respected but feared presence from all, especially the children. A series of cruel and horrifically mean-spirited offenses occur over the year, beginning with the doctor and his horse as they catch a hidden wire while riding and are thrown to the ground. Speculation rises as the villagers try to unearth the culprit. More unthinkable and strange happenings occur, some involving children, sending the village into a sinister atmosphere of distrust and accusation. The pastor tries to remedy his children's behavior by forcing them to wear white ribbons on their arms - a false sign of purity and innocence. At the same time, the pastor is relentless in caning his children behind closed doors. That's one of the marvels of the film, in that, other than the initial horse tragedy, none of the atrocities are directly shown on screen. Both adults and children fall prey to some of these cruel and horrific events. Allegedly, adults towards children and children towards adults. The cinematography is remarkable as high contrast gives the film a ghostly, foreboding feel and look. Haneke never comes straight forward with answers, but insinuates most of the events, giving the story an almost Hitchcockian feel. Shocking without being graphic, `The White Ribbon' shows the ugly underbelly of a small town that tries to keep its appearances while deteriorating inside. It feels like a true classic. |
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Das weisse Band [Blu-ray]
Blu-ray von Warner Home Video - DVD |
Aus der Amazon.de-RedaktionDas weisse Band ist Michael Hanekes preisgekröntes Panorama einer Dorfgemeinschaft kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Ein bedrückendes Soziogramm in faszinierenden schwarz-weiss Bildern. Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos-kontrollierendem Blick und peinlich-genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen was man ?das Böse? nennen könnte. Oft genug bricht das Unheil in bestehende Familienstrukturen ein, etwa in Der siebente Kontinent, Funny Games oder Wolfzeit. Und auch in Das weisse Band ist es die Familie, die Gemeinschaft, in diesem Fall ein ganzes Dorf, dass unter furchtbaren, mysteriösen Ereignissen zu leiden hat. Die Geschichte spielt im spätfeudalen Deutschland, kurz vor dem Beginn des ersten Weltkriegs. Ein kleines Dorf im brandenburgischen, unberührt, unschuldig. Aber es dauert nicht lange bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Zunächst stürzt der Dorfarzt mit seinem Pferd über ein tückisch gespanntes Drahtseil. Dann kommt eine Arbeiterin im Sägewerk zu Tode. Eine ganze Reihe mysteriöser Vorfälle führen uns immer tiefer in die patriarchalen Strukturen einer repressiven Gesellschaft. In den Mittelpunkt rückt der vom Dorfpfarrer geleitete Kinderchor und die Familien der Kinder und Jugendlichen. Verfehlungen werden mit Stockstrafe und gnadenloser Strenge verfolgt. Ein behindertes Kind wird bis aufs Blut gequält, eine Scheune brennt ab. Wer steckt hinter all dem? Was sich auf den ersten Blick wie ein Thrillerplot liest dient Haneke als strukturelle Klammer um die Beziehungen zwischen dem archetypisch anmutenden Figurenarsenal auszuloten. Das Ganze trägt, wie so oft bei Haneke, laborhafte Züge ? eine Versuchsanordnung die ganz bewusst Distanz zum Betrachter schafft. Die pädagogische Strenge der Erwachsenen spiegelt sich in der inszenatorischen Strenge von Hanekes Regie. Dem Zuschauer wird kaum etwas erspart und wenn, dann nur um den Horror zu verstärken. Immer wieder bedient sich Haneke dem Mittel der Auslassung, wenn zum Beispiel die kleineren Geschwister des Pfarrersohns gezwungen sind die disziplinatorischen Massnahmen des Vaters mit anzuhören. Wir sehen den Jungen, wie er den Stock holt um im angrenzenden Zimmer zu verschwinden. Dann folgen die Hiebe, im Off. Je weiter der Film voranschreitet umso weniger geht es dem Film um eine Auflösung. Die bedrückende Atmosphäre legt sich von den Familien ausgehend über das gesamte Dorf, respektive die unter das Vergrösserungsglas gelegte ländliche Gesellschaft. Der Film ist in kristallklare schwarz-weiss Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbare, sorgsam austarierte Einstellungen die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen. Michael Hanekes Film wurde unter anderem beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Ein Film den man sich nicht entgehen lassen sollte. ---Thomas Reuthebuch ProduktbeschreibungEin Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern ? ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter? 5 Kundenrezensionen:Grauenvolles, maßlos überschätztes Machwerk 1 von 5 PunktenManchmal glaubt man geradezu, es handele sich um die Parodie eines klassischen "Intellektuellenfilms". Leider zieht sich das Ganze über unendlich lange und zunehmend ärgerlich machende zweieinhalb Stunden! "Das weisse Band" will das vermeintlich typisch ländliche Leben kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs als Nährboden für den aufkommenden Faschismus skizzieren. So deutet es zumindest der Erzähler gleich zu Beginn an, wobei der Hinweis eher erfolgt, um dem "anspruchsvollen" Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, einen "wichtigen" Film zu sehen. Das passiert allerdings mit so überzeichneten und durchweg unsympathischen Figuren (bis auf Detlev Buck), dass die "Botschaft" allzu platt daherkommt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Deutschland zu jener Zeit mehr gestörte Familien vorzuweisen gehabt haben sollte, als andere europäische Nationen. Auch ist es mir zu einfach, den konservativen Protestantismus so in den Fokus zu rücken. Die Kinder als Täter bzw. Opfer ihres Umfelds erinnern in ihrem Auftreten an den Horrorklassiker "Das Dorf der Verdammten", was entweder als besonders symbolträchtig bewußt erfolgt, weil die Nähe zum Horrorfilm (leider aber ohne jegliche Spannung) gewollt war oder aber meine These einer Parodie unterstreicht. Spätestens die verbale Demütigung seiner Geliebten durch den Arzt ist so überzogen, dass man sich schon veralbert vorkommt. Es fehlt eigentlich nur noch, dass er später noch den Nachbarshund mißbraucht! Insgesamt empfand ich den Film nach alledem als ärgerlich, uninteressant und schlichtweg langweilig. Einzig die guten Darsteller und die hervorragende Kameraarbeit sowie die Hoffnung auf dramaturgische Höhen (die aber nicht kommen!) lassen einen bis zum Schluss durchhalten. Anschließend obsiegt dann doch der Ärger, dass man nicht vorher abgeschaltet hat, um sich diesen wahrlich ätzenden Film zu ersparen und nicht den zweieinhalb gestohlenen Stunden seines Lebens hinterherzutrauern. Wer sich "Das weisse Band" dennoch antun will, dem sei noch erwähnt, dass das Bild der Blu-ray streckenweise grandios ist. In dunklen Szenen rauscht es aber (gewollt) kräftig. Der musikfreie Ton (es soll ja realistisch sein!) bietet gut verständliche Stimmen. Erinnerung an eine schwarze Pädagogik früherer Zeiten 5 von 5 PunktenIch bin erfreut darüber, dass dieser Film so bald nach Ersacheinen bereits auf DVD herausgekommen ist.Gibt er doch ein bedrückendes Beispiel einer "schwarzen Pädagogik",an die einige unserer Generation noch gewisse Erinnerungen haben und die hoffentlich bald endgültig ausgestorben sein wird. Fragwürdig 2 von 5 PunktenIch habe mir Zeit gelassen, diesen Film zu sehen, obwohl ich neugierig war, nach den vielen guten Kritiken, die zu lesen waren. Jetzt, da ich ihn gesehen habe und in anschließend in amazon die unterschiedlichen Meinungen überflogen habe, kann ich es mir nicht verkneifen, mich auch zu äußern. Es ist richtig, dass der Film verstörend ist und den Zuschauer durchaus in den Bann schlägt. Die seltsamen Geschehnisse in dem Dorf, die Brutalität verdichtet sich gegen Ende des Films. Ein Höhepunkt" ist sicher, als dem unschuldigen behinderten Kind die Augen ausgestochen werden. Der Zuschauer erwartet natürlich am Ende des Films die Auflösung. Diese gibt es aber nicht, wohl aber die Ahnung, dass die Tochter des Pfarrers die zentrale Figur auf Seiten der Täter ist. Also, die Handlung wird nicht zu Ende erzählt, sondern der Zuschauer wird mit seinen Fragen zurückgelassen. Das sitzt. Der Regisseur macht das ganz geschickt. Würde er die Handlung auflösen, wäre zum einen die Luft schnell draußen, zum anderen würde der Zuschauer schnell merken, wie konstruiert die Geschichte ist. Und genau aus diesem Grund gebe ich diesem Film nur 2 Sterne, obwohl die beim Zuschauer geweckte Neugier, Kamera und schauspielerische Leistungen sicher mehr Sterne verdienten. Die scheinbar realistische Geschichte hat sich ein krankes Gehirn ausgedacht, ein Perverser, der dem Zuschauer glauben machen will, dass ganz normale Kinder in einem ganz normalen Dorf in Deutschland vor 100 Jahren kranke Gehirne hatten. Das war nicht der Fall. Krank ist hier nur der Kopf, der sich das ausgedacht hat, HEUTE. Dass deutsche und europäische (Sozial-)Geschichte hier geschickt in den Dreck gezogen werden, auf so einen subtile und doch sitzende Art und dass Kritiker so ein Machwerk mit Preisen überhäufen, stimmt schon traurig. Fakt ist, für mich ist das ein typischer Vorbehaltsfilm: Sollte dem Publikum nur gezeigt werden, wenn zuvor eine Aufklärung über historische Tatsachen und die Motive von Produzent & Regisseur erfolgt. Dann aber nimmt man es auch nicht mehr ernst, das Filmchen. Macht depressiv und hat Längen 1 von 5 PunktenIch kann die sehr guten Kritiken nicht immer ganz nachvollziehen! Der Film hat eindeutige Längen, macht depressiv und ist morbide. Ganz zu schweigen von einer nicht stattfindenden Auflösung am Ende aber das mag an der Romanvorlage liegen und kann wohl den Filmemachern nicht angelastet werden. Die Schauspieler sind erstklassig, allen voran der Pfarrer und die junge Eva. Die können aber nicht darüber hinweghelfen, dass dies nicht mein Lieblingsfilm werden wird und kann. Er wurde nur einmal gesehen werden und...wahrscheinlich nie wieder! An Instant Classic! 5 von 5 PunktenWriter and directed by Michael Haneke ('Funny Games', `The Piano Teacher'), `The White Ribbon' takes place in a small northern Germany village in the year before Austria-Hungary declare war on Serbia provoking World War I. Haneke's direction is magically bleak, shot in a rich black and white with an eerie and powerful feel. (Christian Berger is the cinematographer). Narrated by the schoolteacher (as an older man recalling the story as in a fable) the film begins with an innocent look at the village people and its structure, notably the feared Baron who provides most of the work for the villagers, the omnipotent town doctor and the self-righteous town's pastor. All three come to represent a respected but feared presence from all, especially the children. A series of cruel and horrifically mean-spirited offenses occur over the year, beginning with the doctor and his horse as they catch a hidden wire while riding and are thrown to the ground. Speculation rises as the villagers try to unearth the culprit. More unthinkable and strange happenings occur, some involving children, sending the village into a sinister atmosphere of distrust and accusation. The pastor tries to remedy his children's behavior by forcing them to wear white ribbons on their arms - a false sign of purity and innocence. At the same time, the pastor is relentless in caning his children behind closed doors. That's one of the marvels of the film, in that, other than the initial horse tragedy, none of the atrocities are directly shown on screen. Both adults and children fall prey to some of these cruel and horrific events. Allegedly, adults towards children and children towards adults. The cinematography is remarkable as high contrast gives the film a ghostly, foreboding feel and look. Haneke never comes straight forward with answers, but insinuates most of the events, giving the story an almost Hitchcockian feel. Shocking without being graphic, `The White Ribbon' shows the ugly underbelly of a small town that tries to keep its appearances while deteriorating inside. It feels like a true classic. |
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